Weisestrassenfest am Samstag, den 2. September

Nachdem es zuletzt im Jahre 2015 ein Fest gab, wird dieses Jahr ein neuer Versuch gestartet, selbstorganisiert und und unabhängig von Institutionen. Es gibt neben Infoständen verschiedener Initiativen zu Themen wie Stadtentwicklung, Knast, Repression, Hartz4 und Geflüchteten auch diverse Angebote mit Essen und Getränken.
Auf der Bühne treten auf: Breakdance und Parcour von Jugendlichen – Konny – Option Weg – Rotten Joystix – screw the carpet.Weitere sind noch offen.
Zwischen den Auftritten der Bands Redebeiträge.
Dazu auch ein Kinderprogramm mit vielen Bastelaktionen, Kinderschminken, heißer Draht, Kuscheltierwurfmaschine…

Samstag, 2. September 2017, von 14 bis 22 Uhr
Weisestrasse (zwischen Selchower Str. und Herrfurthstr.)

Weitere Infos folgen.
Website: unabhängiges Strassenfest Weisestrasse .
Twitter: Weisestrassenfest
#weisefest

Strassenfest Weisestrasse Infowand Schillerkiez

Akelius – Schnäppchenmarkt Schillerkiez

Die Immobilienfirma Akelius ist ja bekannt für ihre tollen Angebote an Wohnungen für den kleinen Geldbeutel. Wir hatten hier schon mehrfach darüber informiert, siehe Texte zu Akelius .
Diesmal haben sie im Schillerkiez folgendes im Angebot:

Lichtenrader Straße 37: 2 Zimmer mit Einbauküche und Duschbad nahe Tempelhofer Feld, 45 m² für 900 Euro Kaltmiete, macht 20 Euro pro m²

Okerstraße 41: 1 Zimmer im Schillerkiez mit 36 m² für 700 Euro Kaltmiete, macht 19,44 Euro pro m²

Allerstraße 7: 1 Zimmer mit Einbauküche und Duschbad mit 31,96 m² für 650 Euro Kaltmiete, macht nur 20,33 Euro pro m².

Mensch kann garnicht soviel fressen, wie mensch kotzen müsste bei diesen Wuchermieten.
Ist alles natürlich ganz legal, denn das Eigentum ist heilig.

Akelius Wuchermieten im Schillerkiez

Screenshot einer Akelius-Anzeige bei immoscout24

Baustopp in der Friedelstraße 44

Modernisierung ohne Genehmigung

Eine Information von Mieter- und Mieterinnen aus der Friedelstaße 44:
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Anfang April bekamen wir die Ankündigung der geplanten energetischen Modernisierung zugestellt. Demnach soll beispielsweise die Miete einer 58 qm großen Wohnung von derzeit 449 Euro Warmmiete um 271 Euro steigen, wie in der Modernisierungsankündigung mitgeteilt. Die Heizkosten betragen monatlich 85 Euro; nach der Sanierung sollen sie um 20 bis 30 Prozent sinken. Im Klartext: Für die Einsparung von 25 höchstens 30 Euro an Heizkosten sollen wir nach der Sanierung 271 Euro mehr berappen.
Als Verwaltung des Hauses, die auch für die Modernisierung zuständig ist, fungiert die Berliner Gesellschaft für Vermögensverwaltung mbH (BGV) mit Sitz in der Cicerostraße 27 in Berlin-Mitte. Sollten die Eigentümer des Hauses, Yvonne und Stephan Lindow, ihre Pläne durchsetzen können, würde wohl die Mehrheit aus dem Kiez vertrieben, denn eine derartige Mieterhöhung kann kaum jemand in unserem Haus zahlen.
Wir wollten die Abzocke mittels energetischer Sanierung deshalb nicht ohne Gegenwehr hinnehmen und haben uns zusammengesetzt. Auf der Hausversammlung wurde deutlich, dass sich die Eigentümer nicht an die gesetzlichen Bestimmungen halten. „Der Vermieter hat dem Mieter eine Modernisierungsmaßnahme spätestens drei Monate vor ihrem Beginn in Textform anzukündigen (Modernisierungsankündigung)“, heisst es im § 555c des BGB. In ihrem Schreiben vom 28. März 2017 hat die Vermögensverwaltung den Baubeginn für den 15. Mai angekündigt – ein klarer Verstoß gegen diese Vorschrift. Aber bereits am 2. Mai rückten im Auftrag der Hausverwaltung die Handwerker an, rissen die Fenster im Hausflur raus und ersetzten sie durch neue. Den Zutritt zu unseren Wohnungen verwehrten wir der Baufirma – trotz der Drohungen der Hausverwaltung vom 4. April: „Vorsorglich weisen wir darauf hin, sofern es zu einer Bauverzögerung kommt und gegebenenfalls dadurch Mehrkosten entstehen, wir Ihnen diese in Rechnung stellen müssten.“
Am 16. Mai wurde mit der Aufstellung des Baugerüstes in der Friedelstraße 44 begonnen; eine Woche später mit den Arbeiten auf dem Dach. Per einstweiliger Verfügung versuchen wir die Baumaßnahmen zu stoppen – bisher noch ohne eine Entscheidung vom Landgericht Berlin. Trotzdem ruhen seit dem 2. Juni die Bauarbeiten. Das Bezirksamt Neukölln verfügte einen Baustopp weil eine öffentlich-rechtliche Baugenehmigung fehlt. Die Friedelstraße 44 liegt im Milieuschutzgebiet Reuterplatz, in dem solche Baumaßnahmen genehmigungspflichtig sind.
Wir empfehlen unseren Nachbarn und Nachbarinnen, sofern sie mit ähnlichen Anliegen ihrer Hauseigentümer konfrontiert sind:

  • Setzt euch als Hausgemeinschaft zusammen,
  • holt euch Rat und Hilfe, z.B. durch die Berliner MieterGemeinschaft e.V.,
  • informiert die zuständige Abteilung Stadtentwicklung, Soziales und Bürgerdienste im Bezirk Neukölln.

Wir laden ein zur öffentlichen Aussprache und zur Verabschiedung unserer langjährigen NachbarInnen der Siebdruckwerkstatt
Sonntag, 30. Juli um 17.00 Uhr , Pflügerstraße 11

Die Mieter- und Mieterinnen aus der Friedelstaße 44
friedelstr44@gmail.com

Infowand Schillerkiez Juli 2017

Nazi-Terror in Neukölln

Nazi-Terror in Neukölln

Nachdem es mehrere Monate keine rechten Anschläge in Neukölln gab, schlugen Nazis in der Nacht zum vergangenen Dienstag wieder zu. Es gab Brandanschläge auf 2 Autos von Menschen, die sich gegen rechte Politik engagieren. Die Brandstifter von rechts fühlten sich ermutigt durch die seit dem Wochenende tobende hysterische Hetze in den Medien und von fast allen politischen Parteien gegen linke Politik.
Heute Nacht wurde auf indymedia ein Bericht vom Antifaschistischen Recherchekollektiv Neukölln veröffentlicht den wir hier dokumentieren:
[B – Neukölln] Anschlagsserie: Julian Beyer als Verdächtiger und erneute Brandstiftungen .
Im indymedia-Artikel ist die Rede von der Nacht zum Montag. Die Anschläge geschahen aber am Dienstag, den 11. Juli , siehe Auto angezündet – Rechte Brandstifter terrorisieren Neukölln .
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Anschlagsserie: Julian Beyer als Verdächtiger und erneute Brandstiftungen

n der Nacht zu Montag wurden erneut zwei Autos in Südneukölln angezündet. [1] Der erste Anschlag in Buckow galt der SPD-Lokalpolitikerin Gabriela Gebhardt, mit dem zweiten nur fünf Minuten später in Rudow wurde Christel Jachan vom Aktionsbündnis Rudow getroffen.

Seit Sommer 2016 gab es mindestens 37 rechtsradikale Angriffe Neukölln. [2] Neonazis zündeten Autos an, outeten und bedrohten Linke mit Graffitis an deren Wohnorten, schmissen Fenster von Privatwohnungen mit Steinen und mit Farbe gefüllten Glasflaschen ein. Im Falle dieser Anschlagsserie gibt es für die Polizei nach Informationen der Morgenpost inzwischen einen Hauptverdächtigen. [3] Was nicht in dem Artikel steht, ist dass es sich bei dem 27-jährigen um den mehrfach vorbestraften Neonazi Julian Beyer (Bild 1) [4] handelt.

Antifaschistische Strukturen weisen schon seit Beginn der Angriffe auf Sebastian Thom (Bild 2) [5] und Julian Beyer als infrage kommende Täter hin. Beide wurden schon früher für ähnliche Taten verurteilt und wurden gemeinsam im Feburar 2017 in Nord-Neukölln gesehen, während sie mögliche Angriffsziele ausspähten. Thom wurde kurz vor dem Beginn der Anschlagsserie aus dem Knast entlassen. Zuletzt trat er öffentlich bei einer Nazidemo am 11. Feburar 2017 in Dresden auf (Bild 3), bei der auch der Schatzmeister der NPD Neukölln Jens Irgang (Bild 4, 5) anwesend war. Julian Beyer hingegen wurde lange Zeit nicht mehr auf Demonstrationen gesehen – an seiner Ideologie hat sich jedoch offensichtlich nichts geändert.

Vor zwei Wochen gab es eine Hausdurchsuchung bei Beyer im Sterndamm 232 (Bild 6), dem vorgeworfen wird, Betreiber der mitlerweile gelöschten Facebook-Seite „Freie Kräfte Neukölln“ gewesen zu sein. Auf der Seite wurde am 9. November 2016 eine Karte mit „jüdischen Einrichtungen“ in Berlin veröffentlicht. Eine weiter Karte, die dort zu finden war, zeigte linke Anlaufpunkte in Neukölln, unter anderem auch das k-fetisch, auf das es im Dezember 2016 einen Brandanschlag gab.

Nazis aus der Deckung holen!
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Die Bilder sind auf indymedia zu sehen.
Nazis aus der Deckung holen!
Am Samstag, den 15. Juli 2017 gibt um 19 Uhr im Stadtteilladen lunte in der Weisestr. 53 eine Diskussionsveranstaltung zum Thema „Bürgerlicher“ Antifaschismus versus „linker“ Antifaschismus.:

Gesprächsrunde und Austausch darüber, was heute die Grundzüge einer antifaschistischen Stadtteilpolitik sein sollen. Die jüngsten Ereignisse anlässlich einer Parteienvorstellungsrunde zur nahenden Bundestagswahl im Schillerkiez, wozu auch die AfD eingeladen wurde, verweisen auf die Dringlichkeit der Klärung von Bündnislinien für eine Antifa-Politik auf der „Höhe der Zeit“. Wir werden versuchen, mit zwei provokativen Inputs das Gespräch in Gang zu bringen.

Video: Polizeigewalt Friedel54

Immerhin gibt es jetzt wohl ein Ermittlungsverfahren gegen einen Polizeischläger, der bei der Räumung des Kiezladen Friedel54 eingesetzt war. Faustschläge gegen eine Aktivistin führten zu einer Ermittlung wegen Körperverletzung im Amt. Darüber berichtet die Berliner Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe: Friedel54-Räumung Polizist schlägt junger Aktivistin grundlos ins Gesicht .

Video auf Youtube




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