Auch die Quartiermanagements spielen im Chor des Integrationsdiskurses mit. „Integration, aber wozu denn?“ wollen wir fragen.
Morgens im Radio, im Fernsehen bei der „Abendschau“, in den Zeitungen, überall, die ganze Zeit, ist von der Integration von MigrantInnen die Rede. Zu dieser Propaganda tragen die Quartiermanagments vieles bei, indem sie das Thema Integration zu deren Haupthandlungsfeldern
erklären.

Nach und nach sind alle Aspekte des Lebens individualisiert worden. Selbst an der eigenen Arbeitslosigkeit sollte Mensch sich Schuld fühlen. Die Politik, die hierzulande sowie in allen europäischen Ländern geführt wird, hat über die Zeit nichts anderes als eine Desintegration der gesellschaftlichen Verhältnisse zur Folge gehabt. Dafür heißt es, man müsse sich integrieren! Genauso wie man ein „freundliches und nachbarschaftliches Miteinander“ – so die QMs – pflegen müsse!

Wenn der Integrationsdiskurs auf MigrantInnen abzielt, die für viele seit langem keine MigrantInnen mehr sind, dann muss festgestellt werden, dass er in allen Ohren und Köpfen wirken muss. Integration heißt letzen Endes nichts anderes als die Aufforderung zur Anpassung an die herrschenden Verhältnisse: Also immer schlechter bezahlte Jobs annehmen zu müssen wie die doofen Ein-Euro-Jobs als Kiezläufer oder auch sonst etwas…

Hauptsache, man hält die Klappe schön zu, hält sich hinter den weißen Wänden der frisch renovierten Häusern versteckt und macht mit!

Widerlich ist aber vor allem, dass MigrantInnen zum Zweck dieser Propaganda werden, welche praktisch durch Abgrenzung und Abschiebung umgesetzt wird.




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