Suchergebnisse für 'schillerbar'

Schillerbar geht – Syndikat bleibt!

Die Wünsche fürs nächste Jahr und
Neues aus der Reihe „Beiträge zur politischen Meinungsbildung im Neuköllner Norden“, diesmal aus dem Schillerkiez.

Seit etlichen Wochen ist die Schillerbar geschlossen. Auf der Website ist was von Umbauarbeiten zu lesen, aber es tut sich nichts in den Räumen. Ein schon im Jahre 2017 eingestelltes Angebot auf Immobilienscout24 Restaurant und Bar im populären Schillerkiez ist inzwischen aus der Vermarktung genommen, aber weiterhin zu lesen. Wäre schön, wenn dieser Laden endlich weg wäre.

Das brachte auch einige Menschen auf die Idee, dass dort gut ein zweiter Laden der bedrohten Kiezkneipe Syndikat in der Weisestr. 56 entstehen könnte, siehe Foto.

Aber es bleibt auch dabei: Syndikat Bleibt .

Schillerbar als zweites Syndikat

Schillerbar geht Syndikat bleibt

Schillerbar geht! Syndikat bleibt!!! / Weisestraße

Weise47 Burn the Rich

Burn the Rich / Weisestraße

Die Verdrängten im Schillerkiez

Seit heute morgen sitzen einige Puppen in der Herrfurthstrasse in Neukölln. Eine Aktion des Künstlerkollektivs „Reflektor Neukölln“, die damit an die erinnern wollen, die verdrängt wurden oder akut von Verdrängung bedroht werden. Die Idee entstand im Rahmen der Aktivitäten zur Erhaltung der gekündigten Kiezkneipe Syndikat .
Zu den einzelnen Puppen gibt es Informationsschilder, die auch auf der Website Die Verdrängten nachzulesen und zu hören sind.

Hier einige Fotos:

Die Verdrängten vor der Schillerbar

Die Verdrängten

Die Verdrängten

Presseartikel:

Tagespiegel Newsletter Neukölln, 12.12.2018
Kiezgespräch mit dem Künstlerkollektiv.

Berliner Morgenpost, 14.12.2018
Neukölln: Künstlerkollektiv setzt Zeichen gegen Verdrängung Ganze Straßen in Neukölln werden aufgekauft. „Reflektor Neukölln“ setzt Puppen aus, um auf Wohnungsmangel im Schillerkiez hinzuweisen.

Update vom 16.12.2018 mit weiteren Presseartikeln:
Puppen-Protest gegen die Gentrifizierung im Schiller-Kiez
BZ Online,16.12.2018
Ein Kunstkollektiv demonstriert gegen die Gentrifizierung in einem Neuköllner Viertel.

Geister-Figuren entpuppen sich als Aktion gegen Verdrängung
RBB24 Online, 16.12.2018
Geisterhafte Puppen liegen im Berliner Schillerkiez auf der Straße. Die Aktion führt zu einer Website eines Kunst-Kollektivs, auf der die Figuren von ihren prekären Verhältnissen „erzählen“. Eine Aktion gegen Verdrängung – auch in einem ganz aktuellen Fall.

Schillerburger scheitert mit Crowdfunding

Die im Jahre 2012 entstandenen Läden Schillerburger, Schiller-Backstube und Schillerbar in der jetzigen „Fressgasse“ zwischen Weisestrasse und Herrfurthplatz erfreuen sich nach wie vor grosser Beliebtheit beim touristischen und Hipster-Publikum. Es geht sogut, dass der Schillerburger im Februar 2015 Teil der „heristo aktiengesellschaft“ wurde, einer familiengeführten Unternehmensgruppe, die zu den umsatzstärksten Unternehmen der deutschen Nahrungsmittelindustrie gehört. Darüber berichteten wir hier in dem Artikel:
Fressen und gefressen werden Neues vom Schillerläden-Imperium in der Herrfurthstrasse

Inzwischen hat sich die Schillerburger-Kette was Neues ausgedacht. Sie machen jetzt auf Crowd-Funding bzw. besser gesagt auf Crowd-Investing., wo nun im Internet Geld gesammelt werden soll. Dazu eine Pressemitteilung vom 29. August 2016 von der mitbeteiligten kapilendo AG, ein „ Full-Service-Anbieter im Bereich Crowdfinanzierung“.
-----------------------
„Good Food“ für alle / Unterstützung für die Arne-Friedrich-Stiftung
SchillerBurger startet Crowd-Kampagne mit kapilendo venture
Burger – jeder kennt und liebt sie. Ab sofort können Anleger und Investoren nicht nur kulinarisch vom Burger-Boom profitieren, sondern auch an der Erfolgsgeschichte eines der bekanntesten Gastro-Startups in Deutschland teilhaben: über die Online-Plattform kapilendo venture startet SchillerBurger seine erste Crowdkampagne.
„Mit SchillerBurger schaffen wir eine neue Generation von Burgerläden, die für exzellenten Geschmack und gleichbleibende Qualität und Frische steht. Der Erfolg war von Beginn an enorm und die Nachfrage nach unseren Burgern ist unglaublich groß. Durch den stark wachsenden Vertrieb über die verschiedenen Lieferdienste wie z.B. foodora bekommt unsere Wachstumsgeschichte noch eine zusätzliche Dimension. In den nächsten sechs Monaten planen wir die Eröffnung von drei neuen Läden in guter Berliner Innenstadtlage “, so Ali Cengiz, Gründer und CEO.

Die neuen Berliner-Lokalitäten in der Gleimstraße 36 und Chausseestraße 32 stehen bereits fest. Für die dritte Neueröffnung wird noch ein passender Standort gesucht.

Kunden und Anleger werden so Teil unserer Räuber-Community und haben zukünftig drei weitere Burger-Restaurants zur Auswahl. Zusätzlich haben wir mit kapilendo venture unseren Charity-Ansatz aufgegriffen: für jedes 100 Euro-Investment gibt kapilendo 1 Euro für einen guten Zweck hinzu. Die Summe fließt an die Arne-Friedrich-Stiftung. Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Arne Friedrich setzt sich mit seiner Stiftung für Gesundheit, Bildung und soziale Integration von Kindern ein“, freut sich Cengiz.

------------------------ soweit die Pressemitteilung.

Angestrebt waren 200.000 Euro, wie auf der Werbeseite zum Projekt bei kapilendo neben vielem Werbe-Blabla zu lesen war. Seit Anfang November geht der Link dorthin ins Leere. Auf der Übersichtsseite aller Projekte wird darüber informiert, dass diese Kampagne nicht erfolgreich war und nur 126.000 Euro eingesammelt wurden.
Da sind wir aber traurig!

Schillerburger Projekt erfolglos

Screenshot vom 6.1.2016 von der Übersichtsseite aller Projekte.

Noch was:
Seit Juni wird die Schillerbar bei immobilienscout24 zum Mieten angeboten:
als Restaurant und Bar im populären Schillerkiez,
Mietpreis 1.972 € für eine Gesamtfläche von 155 m² , davon 87,34 m² Gastraumfläche. Hinzu kommen ca. 5.196,00 EUR für eine Kaution, dann eine Provision für den Makler von 3,57 Monatskaltmieten inkl. MwSt. und noch eine Ablösesumme von 250.000 € VB
Kein Wunder, dass sich bisher noch niemand gefunden hat

Bar billig zu haben

Es gibt noch Schnäppchen im Gewerbemarkt im Neuköllner Norden, hier im Schillerkiez. Vor 4 Jahren als Gentrifizierer-laden gestartet , werden Schillerbar und das angeschlossene Restaurant „Wilhelm Tell“ an der Herrfurthstrasse Ecke Weisestrasse jetzt zum Mieten angeboten. Die Profiteure der Aufwertung und Verdrängung wollen nun Kasse machen. Andere Läden werden das auch tun.

Es geht um 155m² Gesamtfläche, davon 87,34 m²“Restaurantfläche für schlappe 1972 Euro Kaltmiete + 240 Euro Nebenkosten. Weiter werden fällig:
Kaution ca. 5.196,00 €
Maklerprovision 7040,04 € ( 3,57 Monatskaltmieten inkl. MwSt.)
Ablösesumme 250.000 € VB

In der Annonce auf Immobilienscout24 Restaurant und Bar im populären Schillerkiez heisst es u.a.

„Des Weiteren charakterisiert sich der Ort mit vielen weiteren Bars, sowie Restaurants und verläuft sowohl von der Hermannstraße als auch der Werbellinerstraße bis zur Oderstraße. Das Nachtleben dieses Kiezes ist durch die vielen Clubs sehr lebendig und frequent besucht.

Die Gewichtung des Gewerbeobjekts ist zusammengesetzt aus einer Bar, sowie eines Restaurants. Das Ambiente der Fläche ist nicht nur behaglich gestaltet, sondern auch sehr originell arrangiert.

Ein gut geeignetes Objekt inmitten des Kiezes von Neukölln, mit hohem Kundschaftspotenzial.“

Mehr Texte zur Schillerbar auf diesem Blog.

Fressen und gefressen werden

Neues vom Schillerläden-Imperium in der Herrfurthstrasse

Im Jahre 2012 enstanden in der jetzigen „Fressgasse“ , zwischen Weisestrasse und Herrfurthplatz, die Läden Schillerburger, Schiller-Backstube und Schillerbar als erste Nutzniesser von Gentrifizierung und Aufwertung im Schillerkiez. Die Betreiber stellten sich als kleine Jungunternehmer dar, die etwas für den Kiez tun wollten. Das kam aber nicht so an, es gab Rote Farbe im Schillerkiez , die heute noch als authentische Deko an der Fassade von Backstube und Bar zu sehen ist. Zu den Hintergründen dieser Läden siehe auch den Artikel Die Schiller-Läden .

Inzwischen sind die Läden auf der Rennstrecke zum Tempelhofer Feld ein Anziehungspunkt für überwiegend touristisches Publikum, das den Flair des Szene-Kiezes geniessen will. Und das Geschäft mit dem Burger wird immer rentabler und breitet sich aus. Mittlerweile sind es 6 Läden in Berlin , die die Schillerburger Beteiligungs GmbH mit dem Geschäftsführer Ali Cengiz betreibt und zwei weitere Betriebe, die als Franchisenehmer dieses Geschäftskonzeptes agieren. Nun geht es noch weiter aufwärts: Seit Februar 2015 sind die Burger-Restaurants nun Teil der „heristo aktiengesellschaft“, einer familiengeführten Unternehmensgruppe, die zu den umsatzstärksten Unternehmen der deutschen Nahrungsmittelindustrie gehört. Sie ist in verschiedene Geschäftsfeldern aufgeteilt. Die einzelnen heristo-Unternehmen arbeiten operativ weitgehend unabhängig, so jedenfalls steht es auf der Website des Unternehmens.

Aus der Pressemitteilung der heristo ag :
heristo übernimmt Burger-Restaurants SchillerBurger

„Bad Rothenfelde, im April 2015. – Die heristo aktiengesellschaft investiert in eine zukunftsträchtige Branche: Nach der Übernahme des Ultrafrische-Startups YOUCOOK sind seit Februar 2015 auch die Trendgastronomen SchillerBurger ein Teil der Unternehmensgruppe. Damit steigt das Familienunternehmen heristo jetzt auch in den Bereich der modernen Szene-Gastronomie ein. „Mit dem Kauf von SchillerBurger rücken wir noch näher an die Verbraucher heran – davon profitieren auch unsere anderen Bereiche“, sagt Oliver Risken, Mitglied des heristo-Vorstands. „Wir sehen hier ein Feld, das unsere bestehenden Unternehmenssparten hervorragend ergänzt.“
….
Weitere Standorte in Hamburg,Leipzig und Köln sind bereits geplant.“

Welche Summen da geflossen sind, werden wir wohl nicht erfahren. Für Ali Cengiz, den wohl strategischen Kopf hinter dem ganzen Schillerläden-Imperium, dürfte sich sein „Engagement“ im Schillerkiez gelohnt haben.

Schillerbar




Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: