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k-fetisch und Hausgemeinschaft „WildeWeser“ bleiben!

Unser Haus (Wildenbruchstr. 85/86 und Weserstr. 146) wurde verkauft.

Die Hausgemeinschaft sorgt sich vor Mieterhöhungen und Verdrängung.

Kundgebung gegen Akelius

Der Weiterbestand des k-fetisch, sowie der anderen Gewerberäume im Haus sind konkret gefährdet.

Mit einem Protest-Straßenfest von 17-20 Uhr auf der Kreuzung vor unserem Haus werden wir in die Öffentlichkeit gehen. Bringt Klappstühle und -tische mit, vielleicht was zu Essen, Kind und Kegel, Straßenmalkreide und was euch sonst noch einfällt. Es wird Musik und Redebeiträge geben.

Der neue Besitzer unseres Hauses heißt Akelius. Das ist eins der europaweit größten Immobilienfirmen. Beim Kauf gibt es ein zusätzliches Problem: Akelius nutzte dafür eine Konstruktion von Firmen und Unterfirmen – das heißt dann Umfirmung. Eigentlich gibt es politische Instrumente, um Mieterinnen und Mieter bei Hausverkäufen vor Mieterhöhungen und der damit einhergehenden Verdrängung aus den Kiezen in der Innenstadt zu schützen. Das heißt dann Milieuschutz und städtisches Vorkaufsrecht. Doch beim Kauf von Akelius und der Umfirmung wird dieser Schutz umgangen. Nun sagt der Bezirk, er könne uns nicht helfen.

Wir machen uns Sorgen: Gerade erst wurden die Praktiken von Akelius in der Presse als „radikale Profitmaximierung“ öffentlich gemacht: Hochpreisige Neuvermietung nach Modernisierungen sind das zentrale Geschäftsmodell von Akelius, dabei wird gezielt die Mietpreisbremse umgangen, einem weiteren politischen Instrument, das die Mieterinnen und Mieter schützen soll.

Wir fordern den Bezirk Neukölln und den Berliner Senat dazu auf, ihre Aufgabe, die Interessen der Mieterinnen und Mieter zu schützen ernst zu nehmen.

Wir fordern das Vorkaufsrecht der Stadt ein – auch für unser Haus – auch gegen die undurchsichtigen Geschäftspraktiken von Akelius.

Wir hoffen auf eine große öffentliche Unterstützung, denn es betrifft nicht nur uns, sondern die ganze Stadt.

Schließt euch zusammen – Wir laden alle ein, mit uns zu kämpfen!

Quelle : Flyer und facebook

20 Jahre QM Schillerpromenade sind kein Grund zum Feiern

Das Quartiersmanagement Schillerpromenade in Neukölln feiert sich heute mit der Eröffnung einer Ausstellung zu 20 Jahren QM in der Infokapelle Hermannstr. 99 . Dagegen gab es Protest mit einem Transparent und der Verteilung eines Flugblatts:

20 Jahre QM Protest

Heute will sich das Quartiersmanagement Schillerpromenade mit einer Ausstellung feiern und “erfolgreiche“ Arbeit dokumentieren. Ja, leider war sie erfolgreich im Sinne der Aufwertung des Kiezes für die Mittelschicht und die Vertreibung unerwünschter Armer. Die Zahl der Bewohner hat sich erhöht, es sind zu 90% Akademiker hinzugezogen und arme Migranten aus ostwärts gelegenen Ländern mussten gehen. Die Mieten haben sich in den letzten 10 Jahren verdoppelt, Immobilienfirmen bringen immer mehr Häuser in ihren Besitz, immer mehr Wohnungen werden in Eigentumswohnungen umgewandelt und Mieterinnen mit Eigenbedarfsforderungen bedroht.

Quartiersmanagement, Nein Danke!

Schon 2010 wurde in der Stadtteilzeitung „RandNotizen“ geschrieben:
„Das Quartiersmanagement (QM) Schillerpromenade wird nicht gebraucht. Es gehört abgeschafft und zwar eher heute als morgen. Es ist nicht Teil der Lösung der Probleme hier im Kiez oder der ganzen Stadt, sondern Teil des Problems. Das Problem ist der neoliberale Staat, die politische Entwicklung der letzten 20 Jahre mit dem Abbau des Sozialstaats und der öffentlichen Daseinsvorsorge, die Privatisierung öffentlicher Einrichtungen und die verschärfte Degradierung von Menschen zu bloßen Objekten der Vermarktung und In-Wertsetzung. Allein das Wort Management in dem Begriff Quartiersmanagement zeigt schon, wohin die Reise geht. Soziale Probleme sollen nicht gelöst, sondern die Menschen, um die es geht, sollen irgendwie bearbeitet, befriedet und ruhig gestellt werden.“

Task Force Okerstraße

Die Erfahrungen der letzten 9 Jahre bestätigen dies, deshalb wollen wir noch einmal an die Einrichtung der Task Force Okerstraße ( TFO )erinnern, die im Jahre 2008 ins Leben gerufen wurde.
Die TFO hatte es sich zum Ziel gesetzt im Schillerkiez „aufzuräumen“ und „störende Objekte“ zu beseitigen. Es sollte die Antwort auf die „Problemhäuser“ ,besonders das Haus Okerstr. 43 , die „Problemfamilien“ und die „Trinkerproblematik“ im Kiez sein (alle drei Begriffe tauchen so im Strategiekonzept des QM auf ). Was vom QM als gutgemeintes, soziales Projekt vermarktet wurde, entpuppte sich jedoch bei genauerem Hinsehen als ein stigmatisierendes und diskriminierendes Vorgehen, dass konsequenterweise zur Aufwertung des Kiezes und dem Austausch der MieterInnenstruktur führte. Die früher im Haus Okerstr. 43 wohnenden Romafamilien sind weg , das Haus wurde mehrfach verkauft, saniert und die Mieten verdreifacht. Heute gehört es einer Luxemburger Briefkastenfirma namens Firman Properties S.A.R.L., hinter der die Immobilienfirma Pears Global steht. Diese Firma versucht gerade die Kiezkneipe Syndikat aus ihren Räumen in der Weisestr. 56 zu verdrängen.

Schön, dass das Quartiersmanagement endlich verschwindet!

Nun wollen wir dem QM die steigenden Mieten und den Austausch im Kiez nicht alleine zu schreiben, das wäre dann doch zu viel der Ehre. Die Schließung des Flughafens Tempelhof , der sich verengende Berliner Wohnungsmarkt, hat Mietsteigerungen in Gang gesetzt, an deren Ende heute Unternehmen wie Akelius 20 bis 30 € pro qm verlangen. Diesen Prozess der Gentrifizierung hat das QM lange bestritten und mit vielen symbolischen Aufwertungen unterstützt. Deshalb sehen wir keinen Grund das QM zu feiern und sehen seinem Ende mit Freude entgegen. Damals wie heute gilt:
Quartiersmanagement ist keine Lösung ,sondern Teil des Problems.

Noch nicht Verdrängte am 22.8.2019

Immobilienfirma Akelius will Mieterin in Neukölln rauswerfen

Unsere Freundin und Genossin hat Stress. Seit langer Zeit unterstützt sie stadtteilpolitische Aktivitäten von Unten und engagierte sich wiederholt gegen Zwangsräumungen, macht sich stark für Projekte, die bedroht sind und organisierte Strassenfeste mit.
Sie lässt sich von ihrer widerständigen Haltung nicht abbringen. Nun soll sie weggentrifiziert werden, sie hat noch eine geringe Miete. Die Immobilienfirma Akelius hat ihr die Wohnung gekündigt wegen „verspäteter“ Mietzahlungen. In einem ersten Prozess im März 2019 interessierte sich das Amtsgericht Neukölln nicht für die Hintergründe , stimmte dem Akelius-Anwalt zu und bestätigte die Kündigung. Ihrem Anwalt gelang es eine neue Verhandlung vor dem Landgericht Berlin zu erreichen.

Kommt zur Verhandlung und zeigt euch solidarisch!

Freitag, 23. August 2019 um 12 Uhr
Landgericht Berlin, Littenstr. 12-17
im 3. OG Raum 3501

Akelius enteignen

Infos zu Akelius auf der Website der Vernetzung der Berliner Akelius-Mieter*innen
Die Vernetzung hat ein grosses Dossier mit umfangreichen Informationen zu den Hintergründen und Vorgehensweisen der Immobilienfirma Akelius erarbeitet. Es wurde vor einigen Tagen auf einer Veranstaltung vorgestellt: Pressemitteilung vom 12.08.2019
Mieter*innen von Akelius veröffentlichen Dossier: Mietpreise bei Neuvermietungen bis zu zehn Euro über dem Mietspiegel.

Armut und Reichtum in Neukölln

Redebeitrag der Ag Armut und Reichtum, von der Solidarischen Aktion Neukölln
auf der Mieter*innen-Kundgebung im Schillerkiez am 15.6. 2019.

Sucht man nach „Reichtum in Neukölln“ im Netz, so heißt es, hier gäbe es nur kulturellen Reichtum, aber keinen ökonomischen Reichtum. Dabei wird in Neukölln gerade viel Geld gemacht. Im Mai 2019 hat die österreichische Signa Group ihre Pläne für den Neubau am Hermannplatz vorgestellt, der 2020 umgesetzt werden soll. 250 Mitarbeiter*innen von Karstadt sind von Jobverlust bedroht. Die lang diskutierte Straßenbahnlinie M10 soll nun direkt ins neue Einkaufsparadies führen.
Die Signa Group baut den Hermannplatz um, die Politik stellt die passende Tramlinie zur Verfügung und die Immobilienfirmen hatten eh darauf spekuliert.
Doch das ist nicht die einzige Entwicklung.:Aus dem alten Edeka in Rixdorf sollen Microappartments als Kapitalanlage gebaut werden.
Miniappartments für Studierende, die wohlhabende Eltern haben und diese ihren Kindern dann kaufen. Ähnlich wird auch in der Flughafenstraße 72-74 von der Accentro Gmbh. kräftig gebaut, mit derselben Geschäftsidee. Eigentumswohnungen für Reiche. Gleich um die Ecke entsteht ein „Boardinghaus“ – möblierte Wohnungen, oft mit Reinigungsservice für Kurzzeitaufenthalte von Firmenmitarbeiter*innen. Direkt Hermannstrasse / Ecke Flughafenstraße.

Die Mieter*innen, die sich diese Eigentumswohnungen oder die hohen Mieten leisten können, möchten natürlich auch ein entsprechendes Wohnumfeld.

Es ist zu befürchten, dass die Armutsbevölkerung aus dem Schillerkiez und letztlich Nord-Neukölln noch weiter verdrängt wird. Seit dem 1.1.2019 beträgt der ALG II- Regelsatz für einen Alleinstehenden 424 Euro. Von dem Geld muss Mobilität, Telefon, Strom bezahlt werden, und vor allem soll man noch ansparen, falls etwas kaputt geht – das Fahrrad, der Computer, die Waschmaschine, der Kühlschrank etc. Daraus erwachsen natürlich existenzielle Ängste.

-Laut Schuldenatlas ist in Neukölln jeder sechste Einwohner verschuldet, in Berlin jeder achte erwachsene Einwohner, das sind ca. 372.000 Berliner.
- Laut Statistischem Landesamt Berlin-Brandenburg hatte Neukölln 2016 (das sind die neuesten Zahlen!) die höchste Mindestsicherungsquote – d.h hier sind knapp 27% der Einwohner*innen von den spärlichen Leistungen von Jobcenter, Sozialamt oder dem Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten abhängig. Die meisten der Jobcenter-„Kund*innen“ sind „working poor“, d.h. sie verdienen so wenig, dass sie aufstocken müssen
- 2018 gab es in Berlin 18 877 Stromsperren, in Neukölln waren es 1690 Stromsperren. Vattenfall hat in dem Jahr in Berlin ca. 125 000 Sperrandrohungen verschickt.
- Die Berliner Justiz ist jährlich mit 40.000 Personen ohne Fahrschein befasst, wovon ein Teil im Schnitt 40 Tage in der JVA Plötzensee einsitzen muß.
- In Berlin wächst die Zahl der Wohnungslosen. Rund 6.000 bis mehr als 10 000 von ihnen sind obdachlos, leben auf der Straße.

Am Dienstag, den 27. Mai war ein Prozess wegen einer Zwangsräumung am Amtsgericht Neukölln. Ein Bewohner eines Akelius-Hauses hatte die Parolen „Akelius enteignen“ und „Syndikat bleibt“ an die Häuserwand gemalt. Dabei wurde er von einer Security des Vermieters erwischt. Nun wurde ihm gekündigt. Das sei rechtens, so die Richterin. Kein Mitgefühl, dass ein Mensch sein Dach über dem Kopf verlieren soll. Wenn ihm der Vermieter nicht passe, dann könne er sich ja eine andere Wohnung suchen,so die Richterin. Das ist nichts anderes als Klassenjustiz.
Wenn wir nicht kämpfen, haben wir verloren.
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Arm und Reich

Als Ergänzung eine ausführlichere Faktensammlung, die auf einer Stelltafel gezeigt wurde:

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Kundgebung Schillerkiez am 15. Juni 2019

Liebe Nachbar*innen,

wir möchten euch alle einladen zu einer Kundgebung am Samstag (15.6.) im Schillerkiez. Ab 13 Uhr treffen wir uns auf der Kreuzung Herrfurthstr/Weisestr.

Der Schillerkiez stresst zurück!

Auf der letzten Versammlungen von Mieter*innen im Schillerkiez haben wir die Idee einer Kundgebung entwickelt. Aktuelle Angriffe auf Mieter*innen und den vielfältigen Widerstand dagegen werden wir auf einer Kundgebung in den Kiez tragen.

Verschiedene Hausgemeinschaften und Gruppen wie die Solidarische Aktion Neukölln, die AG Armut und Reichtum oder das Kneipenkollektiv Syndikat stellen ihre aktuellen Kämpfe vor. Außerdem wird es ein offenes Mikrofon und eine Recherche-Karte vom Kiez mit Leerstand, Modernisierungen, Dauer-Airbnb, Eigenbedarfsklagen und weiteren Infos geben.

Kundgebung Schillerkiez 15.Juni 2019

Bei Kaffee, live Musik und Miethaifischen für groß und klein können wir uns weiter kennenlernen und über unsere Probleme und Strategien ins Gespräch kommen.

Meute, Liebig, Syndi bleibt! One Struggle, one fight!

Solidarität mit der Potse, die jetzt auch eine Räumungsklage durch den Bezirk erhalten hat! Solidarität mit dem Akelius-Mieter, dessen Kündigung wegen „Akelius enteignen“ Schriftzug am 11.6. im Amtsgericht Neukölln bestätigt werden soll!

Kämpferische Grüße in die Nachbarschaft,
Mieter*innenversammlung Schillerkiez

Kontakt: wirsindviele@riseup.net




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