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Gegen die Schillerbar

Neues aus der Reihe „Beiträge zur politischen Meinungsbildung im Neuköllner Norden“, diesmal aus dem Schillerkiez.

Kunst gegen Schillerbar

Gegenüber der Schillerbar an der Ecke Herrfurthstrasse / Weisestrasse stand von April 2013 bis September 2014 ein angekettetes Fahrrad mit einer Botschaft: Kunst gegen Schillerbar . Das Fahrrad ist leider weg, aber gestern wurde eine Tafel mit der gleichen Botschaft an der neuen Laterne angekettet. Dies toleriert die Bar jetzt wohl nicht mehr, gegen Abend war die Tafel verschwunden.

Schillerbar, verpiss dich

Schillerbar, verpiss dich / Weisestrasse

Leerstand enteignen! Weisestrasse 47

Leerstand enteignen / Weisestrasse 47

Redebeiträg zur Lärmdemo durch Neukölln

Redebeitrag zum Beginn der Demonstration „Zu viel Ärger, zu wenig Wut“ im Neuköllner Norden:

Hallo Leute,

Schön dass ihr hier seid. Dass wir zusammen auf die Straße gehen, Krach machen gegen diese Entwicklung von hohen Mieten und Verdrängung, die hier in unserem Kiez immer stärker wird.
„Zu viel Ärger, Zu wenig Wut“ haben wir vorgeschlagen als Motto für diese Demo
„Zu viel Ärger, Zu wenig Wut“ hat vor ein paar Jahren jemand an den Edeka da vorne gesprüht.

Das war der richtige Spruch zur richtigen Zeit. Denn damals hatte das Quartiersmanagement zusammen mit dem Bezirk und Buschkotzky gerade ihre Task Force Okerstraße auf den Weg gebracht.
Nicht nur die Roma Familien in der Okerstraße wollte die Task Force vertreiben. Auch die Leute, die auf der Schillerpromenade ihr Sterni getrunken haben, sollten weg, von der Task Force wurden sie „Trinkergruppen“ genannt,
Wer heute, ein paar Jahre später, abends am Herrfurtplatz rumhängt, sieht nichts anderes als „Trinkergruppen“ nur dass es jetzt die hippe weisse Mittelschicht, mit passend gefüllter Geldbörse ist, die hier ihr Becks schlürft.
Draußen Bier trinken, laut sein, Müll rumliegen lassen, ist also offenkundig nicht das Problem gewesen, sondern in den Augen der Bezirksäutorität wares es schlicht die Falschen, die das damals taten. Wenn du genug Kohle hast um für 55 Euro in der Schillerbar beim „Schillerdinner“ zu essen, dann darfst du danach auch auf der Schillerpromenade dein Becks trinken.
Das ist ein Beispiel dafür, dass das Problem hier vor allem Verdrängung ist. Leute ohne Kohle, arme Menschen, Hartz 4 Bezieher_nnen und Migrant_innen sollen raus.
Menschen mit dem passenden Geldbeutel, können nach wie vor entscheiden wo sie gernn wohnen wollen. Wir müssen mittlerweile nehmen, was wir irgendwie bezahlen können. Und das heißt bei der x-ten Mieterhöhung dann oft genug raus aus dem Viertel und an den Stadtrand zu ziehen.

Zu viel Ärger gibt’s für uns hier auf jeden Fall.

Seit Jahren gibt es schon Widerstand gegen diese Entwicklung in unseren Kiezen. Und wir haben dabei auch Erfolge gehabt. Tempelhof konnte durch die Anwohner_inneninitiative Tempelhof für Alle, durch die versuchte Massenbesetzung der Kampagne Squat Tempelhof und schließlich durch einen Bürger_innenentscheid der Baumafia entzogen werden.
Aber Trotzdem verschärfen sich die Widersprüche in unserer Nachbarschaft immer mehr
Mehr und mehr Leute müssen wegziehen, ihre Wohnungen werden in Eigentum umgewandelt. Es hagelt Mieterhöhungen. Zwangsräumungen sind mittlerweile an der Tagesordnung. Während dessen haben auch die richtig Reichen unsere Kieze entdeckt.
Gegenüber des Jobcenters, auf dem ehemaligen Kindl-Areal, baut Ziegert Immobilien gerade einen Luxusneubau mit dem Namen 12053 mit 119 Eigentumswohnungen.
Ziegert ist hier im Schillerkiez vor allem dadurch bekannt geworden, dass sie mit sehr rabiaten Methoden die Allerstraße 18 leer geräumt und die Miet- in Eigentumswohnungen umgewandelt haben. Mittlerweile machen sie einen auf Neubau, weil sie denken, da kriegen sie nicht so viel Widerstand ab. Wenn du in Zukunft aus dem Jobcenter kommst wirst du deine neuen Nachbar_innen sehen, die kanpp den zehnfachen Hartz 4 Regelsatz pro Quadratmeter für ihre Luxusbude bezahlt haben … zwischen 2870 und 3970 Euro kostet da der scheiß quadratmeter.
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Die Weisestrasse in der Weltpresse

Die Veränderungen im Schillerkiez wie steigende Mieten und die Proteste gegen neue Kneipen wie die Schillerbar sind auch zum Thema in der renommierten französischen Zeitung „Le Monde“ geworden. Am 16. November erschien in der Magazin-Beilage ein von Alexander Abdelilah geschriebener Artikel Zizanie dans les zincs de Berlin , der die Weisestrasse zum Symbol für die Veränderungen in der Stadt und die Auseinandersetzungen darum nimmt.

Zizanie Le Monde Website Screenshot

Screenshot Website

Hier ist eine deutsche Übersetzung:

Streit am Tresen

Es ist eine Fehde nach altem Schema, garniert mit Schmähungen die bei Nacht gerufen werden, mit zerbrochenen Fensterscheiben und wechselnden rachsüchtigen Graffiti- Tags. Im Viertel Neukölln, in Berlin, spielt sich eine komische Schlacht zwischen Bistros ab, hier lassen sich die Veränderungen, die die Stadt gerade erfährt, sehr gut erkennen. Die Gentrifizierung hört nicht auf, sich auszubreiten und gräbt einen Graben zwischen die Alteingesessenen und die Neuankömmlinge – Bourgoisie und andere Hipster. Die Weisestraße, eine kleine gepflasterte Straße, ist zum Symbol dieser Auseinandersetzungen geworden.

Am Anfang haben einige Barbesitzer der alteingesessenen Bars mit scheelem Blick beobachtet, wie moderne Cafés aufmachten. Besucht von einem eher jungen und weltoffenen Publikum – wie zum Beispiel das Circus Lemke, eine Retrobar mit Jazzstimmung und gedämpftem Licht, die 2009 in einer benachbarten Straße eröffnete. Aber erst mit der Eröffnung der Schiller Bar und ihren Zweiggeschäften (eine Bäckerei und einem Burgerrestaurant) in 2012 hat sich lokal Protest organisiert. „Sie wollten unser Viertel von außen erobern!“ beschuldigt sie Gerhardt, ein Aktivist aus dem Info- Laden, einem Verein, der linksextremen Gruppierungen nahe steht und sich in der Nummer 53 der gleichen Straße befindet.
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Schillerbar vernichtet Wohnraum

Das Imperium der 3 Läden Schillerburger, Schillerbackstube und Schillerbar in dem Haus Herrfurthstrasse Ecke Weisestrasse weitet sich aus. Das Geschäft scheint zu florieren und so haben sie sich die beiden Erdgeschosswohnungen Weisestr. 15 auch zugelegt. Dem einen älteren Ehepaar wurde immerhin eine Wohnung im ruhigen Neuköllner Süden besorgt, die WG in der anderen Wohnung liess sich wortlos abräumen. Nun wird die Wohnung rechts von der Schillerbar zu einer Küche umgemodelt und die andere rechts von der Haustür soll als Lager dienen. Das ist der Beitrag der Schillerbar zum Kampf gegen den Wohnungsmangel in Berlin. Vielen Dank!

Strassenfest Weisestrasse 2012

siehe auch: Die Schiller-Läden

Yuppies

Ein Gedicht als Grossplakat über Yuppies, gefunden an der Hauswand Herrfurthstrasse Ecke Weisestrasse gegenüber der Schillerbar.

Gedicht über Yuppies




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