Beiträge von nk44

Wie geht es weiter in der Weisestr. 47 ?

Demnächst 35 freie Wohnungen.
Für wen?

Ein exemplarisches Beispiel von Leerstand und Wohnraumvernichtung ist die Weisestr. 47 im Schillerkiez in Nord-Neukölln. Über 10 Jahre hat die Henning Conle GmbH & Co. KG das Haus fast komplett leerstehen lassen. Seit September 2016 wird das Haus Weisestr. 47 saniert und bewohnbar gemacht. Das ist gut! Denn viele Menschen in dieser Stadt brauchen Wohnungen, vor allem gering Verdienende, Wohnungslose und Geflüchtete.
Deshalb fordern wir den Besitzer auf, sein Haus nach vollendeter Sanierung diesen Menschen zur Verfügung zu stellen. 10 Jahre Leerstand sind genug!
Bei einem ersten Treffen Ende Januar haben sich ca. 25 Menschen darüber ausgetauscht. Nun wollen wir weiter über konkrete Schritte reden!

Kommt vorbei, redet mit und bringt Ideen ein!

Dienstag, 28. Februar 2017 um 20 Uhr
Nachbarschaftstreff Schillerkiez, Mahlower Str. 27

im Rahmen des offenen Stadtteiltreffens im Schillerkiez

weitere Infos und Fotos zu dem Haus unter: Weise47 übernehmen und hier auf diesem Blog.

Weisestr. 47 Feb 2017

Sanierungsarbeiten , Februar 2017

Räumung der Friedel 54 im April erwartet

Es gibt Neuigkeiten vom Kiezladen Friedel54 :

Erklärung vom 7. Februar 2017:

Lange war es ruhig um den Kiezladen Friedel 54. Einiges ist passiert, an der beschissenen Ausgangslage hat sich leider nicht viel geändert. Im Gegenteil, der Tag, gegen den wir nun schon so lange ankämpfen, rückt näher: Die drohende Räumung unseres kleinen, sozialen Zentrums nach über 13 Jahren.

Friedel54 verteidigen

Aber erstmal ein paar Ausschnitte, was die letzten Wochen und Monate der relativen Stille bei uns passiert ist:

Initiative der Hausgemeinschaft

Die solidarische Hausgemeinschaft der Friedelstraße 54 schickte einen Brief an die Pinehill s.à.r.l., sowie die Secura Hausverwaltung. Das Ziel: Ansprechpartner*innen finden, das Haus dem Markt entziehen und endlich Ruhe vor allen Spekulant*innen haben. Immer wieder wurde betont, dass neben dem eigenen Schicksal, der Kiezladen im Erdgeschoss des Hauses bleiben muss.

Man habe kein Interesse das Haus zu verkaufen stand in der kurzen nüchternen Antwort und auf den Kiezladen wurde gar nicht erst eingegangen. In einem Redebeitrag auf der Demo „Rebellische Nachbarn – Solidarische Kieze – Stadt von unten“ wurde der Solidarität durch die Hausgemeinschaft ebenso Ausdruck verliehen.

Fahrt nach Luxemburg

Freund*innen des Kiezladens wagten Ende Dezember den Versuch, den vermeintlichen Briefkasten der Eigentümerfirma Pinehill s.à.r.l. in Luxemburg aufzusuchen. Wider Erwarten wurden sie dort von Vertreter*innen einer, der Pinehill verbundenen, Firma empfangen. Wie sich in einem erstaunlich offenen Gespräch herausstellte, waren die Vertreter*innen der Eigentümerseite wenig über die konkreten Abläufe in Berlin informiert. Im Gegensatz zu den bisherigen Aussagen der Hausverwaltung, hat diese viel mehr operative Befugnisse.

Heruntergebrochen: Pinehill parkt in Berlin Kohle und interessiert sich nicht sonderlich für das operative Geschäft. Die Secura Hausverwaltung kümmert sich nicht nur um ein bisschen Putzen und Miete verwalten, wie sie immer glauben machen wollte, sondern fungiert als operativer Eigentümer, besitzt also auch die Entscheidungsgewalt über Mietverlängerungen und alles was damit zusammen hängt. Frédéric Gautier Winther – Geschäftsführer der Pinehill – sitzt derweil im sonnigen Texas und zählt die Rendite. Wie diese geschöpft wird, dürfte ihm herzlich egal sein, dass sein Investmentkonzept keine Graswurzelstrukturen in Berlin mit einschließt, ist sicher.

Besuch bei der Secura Hausverwaltung

Mit dem neu gewonnen Wissen gingen Unterstützer*innen des Kiezladens zur, in Berlin beheimateten, Hausverwaltung um sie damit zu konfrontieren und legten ein Angebot vor, das sie nicht hätten ablehnen können. Oder sollen. Und zwar einen Mietvertrag über die Räumlichkeiten im Erdgeschoss, zu den selben, finanziellen Konditionen wie vor der Kündigung, über eine Laufzeit von 54 Jahren, mit einer beidseitigen Option zu einer weiteren Verlängerung über weitere 30 Jahre. Dies hätte eine Win-Win-Win-Situation für alle Beteiligten bedeutet. 54 Jahre Ruhe für die Secura-Hausverwaltung und die Pinehill s.à.r.l. und 54 Jahre sorgenfreie Existenz des Kiezladens und somit 54 Jahre Kraft für rebellische Kiezarbeit, solidarische Nachbarschaften und allerlei anderen Schabernack.

Dieses, wirklich unschlagbare Angebot wurde von der Secura, angeblich im Namen der Pinehill, aus uns unerfindlichen Gründen abgelehnt. Die Vermutung liegt nahe, das ein im Kiez verankerter, unkommerzieller und widerständiger, sozialer Raum, nicht so sehr in die Kalkulation der beteiligten Akteure passt, wie etwa ein VintageCocktailStreetfoodCreativeCoWorkingGalleryArtistSpace, mit Bio-Macbooks aus der Region.

Das bedeutet, dass voraussichtlich alle juristischen und diplomatischen Wege, den Kiezladen zu erhalten, ausgeschöpft sind. Bereits der Vergleich im Oktober vergangenen Jahres, glich eher einer Erpressung á la „entweder wir prügeln euch jetzt raus, oder in 6 Monaten“, als einer Entscheidung im Sinne der ansässigen Bewohner*innen. Klassenjustiz, wie wir sie nicht anders gewohnt sind und sich einreiht in die geifernde Verfolgung und gewünschter Verurteilung unserer Freund*innen Aaron, Cem, Ali, Balu und Thunfisch. Aber so wütend uns diese Farce macht, so sind sie leider nur die Spitze eines hässlichen und stinkenden Eisbergs, der in den letzten Monaten nicht kleiner geworden ist. Im Gegenteil.

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35 freie Wohnungen!

Demnächst in der Weisestr. 47
Interessiert?

Ein exemplarisches Beispiel von Leerstand und Wohnraumvernichtung ist die Weisestr. 47 im Schillerkiez in Nord-Neukölln. Über 10 Jahre hat die Henning Conle GmbH & Co. KG das Haus fast komplett leerstehen lassen. Seit September 2016 wird das Haus Weisestr. 47 saniert und bewohnbar gemacht. Das ist gut! Denn viele Menschen in dieser Stadt brauchen Wohnungen, vor allem gering Verdienende, Wohnungslose und Geflüchtete.
Deshalb fordern wir den Besitzer auf, sein Haus nach vollendeter Sanierung diesen Menschen zur Verfügung zu stellen.
10 Jahre Leerstand sind genug! Wir wollen darüber reden!

Dienstag, 31. Januar 2017 um 20 Uhr
Nachbarschaftstreff Schillerkiez, Mahlower Str. 27

im Rahmen des offenen Stadtteiltreffens im Schillerkiez.

Infos und Artikel zu dem Haus unter: Weise47 übernehmen

35 Wohnungen frei Weise 47

Update vom 2. Februar 2017:

Bei dem Treffen waren ca .25 Menschen anwesend. Es wurden Informationen und Erfahrungen ausgetauscht und bei einem weiteren Treffen am Dienstag, den 28. Februar um 20 Uhr am gleichen Ort sollen konkrete Schritte angegangen werden.

Aktionen gegen Nazis in Neukölln

Nach einer Reihe von Nazi-Anschlägen in Neukölln in den letzten Monaten werden Nazis und AFD aus ihrer Anonymität geholt.

Vor einer Woche wurde das Haus Lichtenrader Str. 37 im Schillerkiez mit Parolen versehen. Hier wohnt Jörg Kapitan, der Vorsitzende der AFD-Fraktion in der Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung (BVV).

Lichtenrader Str. 37 Jörg Kapitän

Lichtenrader Str. 37 Jörg Kapitän

Nach einem Bericht von indymedia gab es am 19. Januar [B] Besuch bei Rock‘n Schröders .

„Am Donnerstag, den 19.01.2017 haben wir der am 02.09.2016 eröffneten rechtsoffenen Kneipe „Rock‘n Schröders“ in der Silbersteinstraße 63 einen Besuch abgestattet und für einen hoffentlich großen finanziellen Schaden gesorgt.“
Anscheinend flogen Steine gegen die grossen Glasscheiben, die aber nur paar Spuren hinterliessen.

Am gestrigen Freitag (20.1.2017) besuchten engagierte Antifaschisten den NPD-Nazi Thom an seinem Wohnort, siehe Besuch bei Nazi am Käthe-Dorsch-Ring 10.

„Nach den Nazi-Attacken der letzten Wochen in Berlin-Neukölln wurde heute abend einer der Urheber, der Neonazi und NPD-Aktivist Sebastian Thom, im schönen Rudow besucht. In seinem Wohnumfeld (Käthe-Dorsch-Ring 10) wurden Flyer gesteckt und Plakate mit seinem Konterfei geklebt. Außerdem wurde sein Wohnhaus markiert. Nach kurzen Redebeiträgen löste sich die Gruppe von rund 50 Aktivist_innen wieder auf.

Sebastian Thom ist für diverse Aktivitäten der NPD und des ­„Nationalen Widerstands Berlin“ In Neukölln verantwortlich. Seine Neonazikarriere begann vor knapp 10 Jahren. Damals war er ein zentraler Akteur der jungen Rudower Neonaziszene. Später schloß er sich der NPD an. Im Fokus dieser damals noch jungen Neonaziszene, lag die in Britz gelegene Jugendeinrichtung der Falken. Im Jahr 2011 wurde das „Anton-Schmaus Haus“ durch zwei schwere Brandanschläge schwer beschädigt. Vor drei Monaten brannte ein Auto einer Mitarbeiterin und nun in der Nacht vom 13. auf den 14. Januar 2017 gab es erneut einen Brandanschlag auf die Falken. Diesmal traf es das Auto einer Gruppenleiterin, die auch für die SPD in der Bezirksverordnetenversammlung sitzt.“

Nazi Thom Neukölln

Kundgebung gegen AFD-Stadtrat am Mittwoch, den 25. Januar 2017
Aufstehen gegen Rassismus – Auch Neukölln braucht keine AfD
um 16 Uhr Vorplatz Rathaus Neukölln

Andrej Holm, die Stadt Berlin und der Hass

Was sollen wir sagen? Diese Stadt hungert förmlich nach einem Aufstand – denn diese korrupte Politiklandschaft ist nicht reformierbar.

Andrej Holm ist gerade zurückgetreten worden. Die SPD ist was sie schon immer war: ein verkommener neoliberaler Scheißverein. Und der Müller macht den Wowereit. Seine hohles Machtwort, warum Holm nicht tragbar sei, wirft ein Bild auf die Koalition und den Koalitionsvertrag. Die Stadt und die SPD kann es sich noch nicht einmal leisten einen kritischen Reformer in die Regierung zu ertragen.
„Seine Interviews und Aussagen in dieser Frage (Stasimitgliedschaft Anm. Red.) zeigen mir, dass er zu dieser Selbstprüfung und den dazugehörigen Rückschlüssen nicht ausreichend in der Lage ist“, so Müller. Wischiwaschi-blabla. Andrej war von Anfang an auf verlorenen Posten. Er war zu sehr Mensch, zu wenig Taktiker, zu wenig Machtpolitiker, zu wenig Parteiarsch oder kühler Verwaltungshengst. Das haben diejenigen gespürt, die ihn als Hassobjekt für sich brauchten. Was immer er verlauten ließ, es hatte eh keinen Sinn. Die hassschäumende Stasiopfergemeinde …

Die hassschäumende Stasiopfergemeinde waren mit dem Fallbeil unterwegs – die nützlichen Idioten machten es der Bauwirtschaft, den Investoren und dem SPD-Filz leicht, die kaum dirigierend eingreifen mussten (aber es dennoch taten und manchmal dabei Gesicht zeigen mussten, nicht aber deren Hintermänner!). Diese SPD, ein neoliberaler Wahlverein, der sich einen Scheiß um die Wurzeln sozialer Probleme kümmert, hat nur einmal mehr hinlänglich bewiesen wo er steht. Als die ersten Kommentare vor Weihnachten aus der SPD kamen, die Holm`s Rücktritt forderten, da schweig Müller und pfiff seine Fußtruppen nicht zurück.
Und die „Linke“? Die hat Holm in diese Situation manövriert, schutzlos den Hyänen ausgesetzt und als Staatssekretär berufen. Dabei war klar, das Andrej zerfleischt werden wird. Wenn nicht an der Stasigeschichte, dann später an anderen Fragen. Eine „Linke“, die in der Wohnungsfrage eh schon bekanntermaßen acht Jahre lang neoliberale Politik mit der SPD in der Regierung umsetzte, was ist von der zu erwarten? Etwas das sie etwa zurücktritt und jetzt die Koalition platzen lässt, weil keine soziale Mietpolitik mit der Regierung möglich ist? Lächerlich. Man will die Macht. Wozu ist man sonst Partei?
Schlimm auch waren diese ganzen Petitionen gewesen, dieses „unser Andrej muss bleiben“, dieser Diener vor dem Amt des Staatssekretärs und somit vor einer Regierung. Als würde Holm sich gegen die Betonfraktionen und Parteitaktiken durchsetzen können, gegen die SPD verfilzte Bauverwaltung, gegen eine „Linke“ und ihrer Realpolitik. Als ist der Staatsekretär die Lösung des Problem in dieser Stadt (an der Mietfrage). Als könne er überhaupt etwas in Bewegung bringen, wo es kaum Bewegung gibt und Teile der Mieter*innenbewegung eher Richtung einer korrumpierten Machtpolitik aus schlägt. Als gäben die Verhältnisse das her. Als wäre mit der Wahl ein Paradigmenwechsel eingetreten wie einige aus Macher*innen, die mit der Politik kuscheln, herbei halluzinierten…
Es gab nie Paradigmenwechsel. Ohne Kampf, ohne Widerstand, ohne der Wut der Beherrschten gegen die Obrigkeit, gegen die Investoren und Knalltüten in den Verwaltungen wird alles so bleiben wie es ist. Staatsekretär Holm hin oder her.
Andrej, glaub uns, lieber eine Ende in Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Wir sind froh das Du den Scheißhaufen namens Regierung verlässt, die schmutzigen Machtkämpfe und die Machtpolitik, in der Du zum Spielball wurdest. Klar geht man aus so einer Schlammschlacht erst mal beschädigt raus, auch emotional. Aber Du wirst dran wachsen. Auch wenn Dein Ausflug in die große Politik ein Irrweg war, eine Versuchung die Dir vermeintliche „Genossen“ angetragen haben und die Du angenommen hast, wir haben Dir einen Platz freigehalten! Nimm es mit Würde. Lach über diesen hässlichen Ausflug, zahle es ihnen mit der Aufrichtigkeit Deiner Arbeit heim. Und wir brauchen Deine Expertise hier draußen! Für einen außerparlamentarischen Widerstand.
Für uns hat sich nix geändert – Der Kampf geht weiter!
Niemand wird allein gelassen!
Onkel Hubert, Omi und ihre Enkelin (Gastkommentar)
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übernommen von karlapappel

Andrej Holm, die Stadt Berlin und der Hass

Ein weiterer lesenswerter Kommentar findet sich bei indymedia.linksunten:
Der Traum ist aus Die Causa Holm ist Ausdruck eines desaströsen Realitätsverlustes der Berliner Linken.




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