Archiv für Juli 2020

Termine fürs Syndikat

Alle Termine und Infos bis zum 1. Räumungsversuch der Kiezkneipe Syndikat in Neukölln am 7. August auf einen Blick. Es ist nicht auszuschließen das kurzfristig noch mehr dazu kommt. Haltet euch also auf jeden Fall auf dem Laufenden.

29.07. | 19 Uhr | Köpi-Hof (Köpenicker Straße 137) :
Infoveranstaltung / Projekte Update, letzte Demo-Infos, Tag X, Aktionswoche / Demo September, Diskussion.

30.07. | 20 Uhr | vor dem Syndikat : Videokundgebung / Aus vergangenen Zwangsräumungen lernen (vom Bündnis Zwangsräumung Verhindern!)

31.07. | 16 Uhr | Weise- / Ecke Herrfurthstrasse : Kiezkultur von Unten! – live, umsonst und draußen. Live-Acts, Lesung, Redebeiträge, Infotische .

01.08. | 20 Uhr | Herrfurthplatz : Demonstration “Raus aus der Defensive!” Syndikat, Liebig34, Potse, Meuterei und Rigaer94 bleiben!

02.08. | 11-17 Uhr | vor dem Haus 104 / Tempelhofer Feld : Blockade Training / Theorie und Praxis erlernen vom Bündnis Zwangsräumung verhindern

06. / 07.08. | 20-10 Uhr | vor dem Syndikat : Lange Nacht der Weisestraße Zusammen kommen – widerständig sein – Räumung is nich!

7.08. sehr früh Aufruf von solidarischen Nachbar:innen

Termine fürs Syndikat

Info-Kanäle:

Blog: syndikatbleibt.noblogs.org
Twitter: twitter.com/syndikat44
Telegram: t.me/syndikat44

26.7. Aktionstraining: Klimagerechtigkeit und Häuserkampf verbinden – Syndikat Räumung verhindern!

Freund:innen aus der Klimagerechtigkeits-Bewegung organisieren am 26.07.2020 von 12 – 18 Uhr ein Aktionstraining auf dem Tempelhofer Feld:

Klimagerechtigkeit und Häuserkampf verbinden – betroffen sind einige, gemeint sind unsere Räume für Utopien.

Aktionstraining auf dem Tempelhofer Feld

Liebe Menschen,

am Sonntag, den 26.07.2020 von 12 – 18 Uhr möchten wir ein Aktionstraining und Austauschraum schaffen mit Bezug zur Räumung der Kiezkneipe “Syndikat” am 07. August, 09 Uhr. Das Training findet Tempelhofer Feld vor dem Haus 104 statt.

Seit Jahren wollen die Immobilienhaie unsere Stadt verschlingen. Krasse Mieterhöhungen, Kündigungen oder Verweigerung von Instandhaltung durch Hausverwaltungen: Mal trifft es Freund*innen, mal die Renter*in von nebenan, die Lieblings-Pizzeria, den Späti um die Ecke oder unsere Lieblingskneipe – Freiräume, wo wir unsere Utopien und den Systemwandel von Klimagerechtigkeit über Antifaschismus und Gendergerechtigkeit sowie vieles mehr einfach miteinander leben können. Das betrifft einzelne, aber gemeint sind wir alle. Denn Pears Global handelt allein nach kapitalistischen Interesse, giert nach mehr Profit und reproduziert ein zerstörerisches System, was den Reichen in die Hände spielt. Pears Global hat letztes Jahr das Syndikat gekündigt ohne Angaben von Gründen, ohne auf Briefe, Mails oder Anrufe zu reagieren. Kapitalisten, die machen, was sie wollen. Das lassen wir uns nicht bieten. Das lassen wir so nicht stehen. Syndikat verteidigen.

Am 26. Juli möchten wir dafür ein Aktionstraining zum Austausch initiieren, um vorbereitet in die Aktion zu gehen. Einige von euch waren vielleicht schon einmal bei einer Aktion zivilen Ungehorsams an Orten der Zerstörung, doch hier wollen wir uns auch darüber austauschen, wie wir in den Prozess einer Räumung gut vorbereitet gehen können, was Repression für uns bedeuten kann, aber auch ganz grundlegend wie wir uns in Aktionen zivilen Ungehorsams verhalten möchten und können. Dafür bitten wir euch pünktlich zu sein, ggf. schonmal eine Gruppe von Menschen, Freund*innen und Verwandten mitzubringen, sowie was zu Essen für unsere Mittagspause. Da wir auf jeden Fall auch draußen trainieren, bringt feste Schuhe und ggf. Regenkleidung mit. Wichtig ist uns auch, dass wir in Zeiten von Corona auf Abstand halten und unsere Masken dabei haben. Insbesondere dabei und für das gesamte Training gilt, dass wir auf Grenzen der anderen Menschen achten und diese auch akzeptieren. Alle sind willkommen, außer Cops.

Bitte sagts weiter und schickt das an eure Verteiler (Email, Telegram-Gruppen, Signals..)

Quelle: https://syndikatbleibt.noblogs.org/post/2020/07/18/26-07-12-18-uhr-aktionstraining-klimagerechtigkeit-und-hauserkampf-verbinden-syndikat-raumung-verhindern/

Lange Nacht der Weisestraße am 6. / 7. August

Solidarische Nachbar*innen der Kiezkneipe Syndikat in der Weisestraße in Neukölln rufen auf zum Widerstand gegen die geplante Räumung des Syndikats am 07.08:
weiter unten: English version version française

Widersetzen – Zwangsräumung is nich! –
Widerstand gegen die geplante Räumung des Syndikats am 07.08. – sehr früh!

Wir kämpfen seit Jahren gegen Verdrängung in unseren Häusern, in unseren Kiezen, in der ganzen Stadt. Am 07. August will Gerichtsvollzieher Frank Bossin die Kiezkneipe Syndikat räumen, um den britischen Spekulanten Pears Global bei ihrer fortlaufenden Gelddruckmaschine namens Aufwertung zu helfen. Und das Land Berlin faselt von Mietenstopp und leistet Amtshilfe.

Wir haben die Schnauze voll. Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie das Syndikat geräumt wird. Unser Widerstand ist legitim. Wir werden die Straße blockieren. Wir werden uns vor das Syndikat setzen und uns notfalls wegtragen lassen – mach mit!

Wir rufen alle dazu auf, ihren berechtigten Unmut über die Räumung des Syndikats am 07. August auf die Straße zu tragen!!!

Schließe dich der Sitzblockade an oder werde anderweitig aktiv. Ob ein Banner am Balkon, Ausbuhen der Polizei, Sprechgesänge, Versorgung der Protestierenden oder bunte Aktionen im ganzen Schillerkiez. Informiere dich. Bereite dich vor. Tob dich aus. Bei polizeilicher Repression oder zur emotionalen Unterstützung werden wir füreinander da sein.

Lasst uns ein Zeichen setzen: wir, die Bewohner*innen dieser Stadt nehmen deren Ausverkauf nicht hin!!! Komm am 07.08. sehr früh vors Syndikat oder noch besser zur Kundgebung am 06.08., ab 20 Uhr zu langen Nacht der Weisestraße!!!

Solidarische Nachbar*innen des Syndikats

Lange Nacht der Weisestrasse vom 6.8 bis 7.8, damit #SyndikatBleibt

English version

Sit down and resist – No eviction of Syndikat! -
Resistance against the planned eviction of Syndikat on the 7th of August – very early!

We fight against Gentrification in our houses, our Kiez and in the whole city. On the 7th of august the bailiff Frank Bossin wants to evict the pub Syndikat to help the British speculator Pears Global become even more rich, while gambling with our houses. Meanwhile the government of the city is babbling about a moratorium of rents.

We are sick of this! We won’t be watching while the Syndikat is being evicted. Our resistance is legitimate. We will block the streets. We will sit down in front of Syndikat and we will not leave voluntarily – join us!

We invite everybody to bring their anger about the eviction to the streets on the 7th of August!!!

Join us in the blockade or become active in another way! Whether its a banner on the balcony, booing the police, shouting slogans, taking care of supporters or colourful actions around the whole area. Get informed. Get prepared. Get active. We will stand together in case of repression and for emotional support.

Let’s set an example: we, the residents of the city, wont take its selling-off!!! Come to Syndikat on the 7th of August or even better to the rally „Long night of Weisestraße“ on the 6th, starting from 8pm.

Solidly united neighbours of Syndikat

version française:

Ensemble faisons masse – pour empêcher l‘expulsion du Syndikat !
Résistance contre l‘expulsion du Syndikat, prévue le 07/08 – très tôt !

Cela fait des années que nous combattons la gentrification dans nos immeubles, nos quartiers, dans toute la ville. L‘huissier Frank Bossin a prévu d‘expulser le 7 août le bar collectif Syndikat de ses locaux, aidant ainsi le spéculateur britannique, Pears Global, à étendre sa machinerie à créer du profit qu‘on appelle aussi la boboïsation de nos quartiers. Et le gouvernement du Land Berlin qui nous baratine avec le gel des loyers lui offre les services de la police pour l‘expulsion.

On en a ras-le-bol. Nous n‘allons pas rester les bras croisés à regarder le Syndikat se faire expulser. Notre résistance est légitime. Nous allons bloquer la rue. Nous irons nous asseoir devant le Syndikat et, s‘il le faut, il faudra que les flics viennent nous tirer de là – joignez-vous à nous !

Nous appelons tout le monde à montrer dans la rue leur colère justifiée face à l‘expulsion du Syndikat le 7 août !!!

Viens te joindre au blocus, ou mets en place d‘autres formes d‘action. Que ce soit en accrochant une banderole à ton balcon, en huant les flics, en scandant des paroles, en amenant des provisions aux manifestant.e.s, ou en menant des actions bariolées dans tout le quartier. Informe-toi. Prépare-toi. Laisse libre cours à ton imagination. En cas de répression policière ou si tu as besoin de soutien émotionnel, nous serons là les un.e.s pour les autres.

Ensemble, émettons un signal fort : nous, les habitant.e.s de cette ville, n‘acceptons pas que celle-ci soit vendue petit bout par petit bout !!! Viens le 07/08 très tôt devant le Syndikat, ou même mieux le 06/08, à partir de 20h, participer à la longue nuit de la Weisestrasse !!!

Des voisin.e.s solidaires du Syndikat

Offener Brief zum sozialen Frieden in Berlin

Das Berliner Bündnis gemeinsam gegen Verdrängung und #Mietenwahnsinn hat vor kurzem diesen Text veröffentlicht. Ein Appell an die Politik, kurz vor der für den 7.August angekündigten Räumung der Kiezkneipe Syndikat .

An die verantwortlichen Politiker*innen
Wir machen uns große Sorgen um den sozialen Frieden in unserer Stadt. Das Jugend­zentrum Potse, das anarcha-queerfeministische Hausprojekt Liebig 34, das Neuköllner Kneipenkollektiv Syndikat und ebenso das Kollektiv der Kreuzberger Kollektivkneipe Meuterei stehen unmittelbar vor der Zwangsräumung.
Koalitionsvereinbarung 2016: „Berlin gemeinsam gestalten. Solidarisch, nachhaltig, weltof­fen. Wir wollen Brücken bauen, wo Zerrissenheit unser Gemeinwesen gefährdet. Gerechtig­keit, Toleranz, Solidarität…– diese Orientierung bildet den Kompass für unsere gemeinsame Politik.“

Wir fragen: Hat man euch den Kompass geklaut?

Einem selbstverwalteten queerfeministisches Hausprojekt wird der Lebensort genommen – weltoffen? Die Räume des seit über 40 Jahren bestehenden freien Jugendzentrums verkauft die öffentliche Hand an private Investoren. Den Jugendlichen werden lediglich Ersatzräume zur stillen Nutzung angeboten. Für Jugendliche, die keine Schachturniere veranstalten, son­dern Punkmusik für Punks. Gerechtigkeit? Das Syndikat und die Meuterei sind seit vielen Jahren nicht nur Kneipen, sondern auch kulturelle Treffpunkte für die Nachbarschaft. Ihre Räumung ein Beitrag gegen die Zerrissenheit unserer Gemeinwesen?

Wir sind ein Bündnis von Mieter*innen und haben mit über 280 Initiativen mehr als 40.000 Menschen gegen Verdrängung und den Mietenwahnsinn auf die Straße gebracht. Wir sind sehr beunruhigt, dass durch die Zerstörung von Freiräumen und kulturellen Orten Brücken zerstört werden. Die Politik machtlos gegen die Eigentümer? Warum blockiert dann der In­nensenator seit fast einem Jahr das Volksbegehren „Deutsche Wohnen und Co. Enteignen“?

„Weltoffenheit, Respekt vor der Unterschiedlichkeit der Lebensweisen verleihen Berlin ein einzigartiges Flair“ (Koalitionsvereinbarung) Schöne Worte und die reale Gefahr, dass es zu nachhaltigen, gewaltsamen Brüchen kommt. Die Zerstörung von Lebensraum ist Gewalt. „Das Grundgesetz der Gewalt lautet: Recht ist, was wir tun. Und was die andern tun, ist Gewalt“(Der Dichter Erich Fried)
Wir rufen die verantwortlichen Politiker*innen auf, stoppen Sie die Gewalt der Spekulanten, stoppen Sie die Zerstörung des sozialen Friedens in unserer Stadt.

Bündnis gemeinsam gegen Verdrängung und #Mietenwahnsinn

Neuköllner Neonazis bekannt gemacht

gefunden auf de.indymedia.org, derzeit nur über das tor-Netzwerk zu erreichen
http://4sy6ebszykvcv2n6.onion/node/94977

Die Serie von Brandanschlägen in Nordneukölln reißt nicht ab. Die letzten Anschläge ereigneten sich in einem Umkreis von 300m rund um die Polizeiwache in der Wildenbruchstraße (Chronik bei NKWatch ). Als Täter werden Neonazis vermutet, die in der Nähe wohnen. Denn an einigen der Tatorte wurden SS-Runen und Hakenkreuze gesprüht. Um die Nachbar*innenschaft über potentielle Täter zu informieren, wurden die vier Neonazis, die in dem Umkreis von diesen 300m wohnen, per Plakat öffentlich gemacht.

Auf der Demo am 26. Juni wurde immer wieder betont wie dringend die Eigeninitative ist, um die Serie zu beenden und die Neonazis zurück zu drängen. Das re:volt Magazin hat zwar noch einige Schilder gefunden, auf denen eine staatliche Aufklärung gefordert wird – aber der Handlungsauftrag dürfte klar sein: Den antifaschistischen Selbstschutz organisieren.

Dazu gehört unter anderem das Wissen über Neonazis und ihre Strukturen der Nachbar*innenschaft bekannter zu machen. Wer Ermittlungen nicht der Polizei überlassen will, muss das dafür grundlegende Wissen verbreitern.

Deshalb wurden Marcel Feltin (NPD Neukölln, Berthelsdorfer Str. 12), Hendrik Pauli AfD (Ex-Vorstand AfD Neukölln mit Hang zu Waffen, Karl-Marx-Str. 67), Julian Potthast (Vorstand AfD Neukölln sowie Junge Alternative, Finowstr. 21) und Robert Eschricht (Vorsitzender AfD Neukölln, Reuterstr. 92) erneut in ihrem Wohnumfeld geoutet. Die AfD ist hier überrepräsentiert, weil sie in Neukölln eine besondere Melange mit der Nazi-Hool-Szene eingeht.

Das Plakat kann gern weiter verwendet werden.
Plakat Vorsicht Neonazis im Kiez

Update 15.7. 2020:
Heute berichtet Inforadio Berlin:
Polizeiskandal in Hessen – Eindeutige Spur nach Berlin
In der Affäre um rechtsextreme Droh-Mails an Politiker*innen und Künstler*innen gibt es immer eindeutigere Verbindungen nach Berlin-Neukölln. Kontakte aus Hessen zu örtlichen Neo-Nazis seien offensichtlich, berichtet rbb-Reporter Jo Goll.

Update 16.7.2020
Eine weitere Recherche zu Neonazis in Neukölln erschien heute bei lowerclassmag:
Täter-Milieu bekannt, Ermittlungen ergebnislos – Der rechte Terror in Neukölln




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