Syndikat-Kollektiv zu Corona und Räumungstermin

Erklärung der Kiezkneipe Syndikat aus Neukölln von heute, 13.3.2020

Zu Corona, kommenden Veranstaltungen und dem Räumungstermin:

Auch wir haben als Kneipe natürlich Verantwortung gegenüber unseren Gästen. Allgemein & besonders, da auch Stammgäste Teil der Risikogruppen sind. Deshalb ist die morgige Soli-Party von und für das marokkanische Hardzazat-Festival abgesagt.

Wir werden den Ausfall für die Soli-Gruppe nach unseren Möglichkeiten natürlich finanziell kompensieren, denn sie können am Wenigsten für die aktuelle Situation. Ob wir im Zuge allgemeiner Club /Kneipen-Schließungen auch zumachen müssen, wird sich zeigen.

Der Soli-Treff morgen um 15 Uhr findet weiterhin statt. Auf Partys können wir verzichten, auf den Kampf für unseren Erhalt nicht. Wir wissen nicht, wie sich die Corona-Situation auf unseren Räumungstermin am 17. April auswirkt. Eigentlich wäre alles andere als eine Absage unfassbar unverantwortlich und eine Schande für den #R2G – Senat und Innensenator Geisel, da wir wissen das unsere Nachbar*innen und Freund*innen sich auch von Kundgebungsverboten o.Ä. nicht davon abhalten lassen werden, gegen die Räumung zu protestieren.

Wir werden es auch nicht hinnehmen, wenn etwa versucht wird an der Räumung festzuhalten, aber jede Möglichkeit des Protests verboten & verhindert wird. Bis zu einer offiziellen Absage werden wir an unserer Mobilisierung & allen bereits angekündigten Aktivitäten festhalten.

Ansonsten sollte der nahende #Shutdown dazu genutzt werden, Solidarität in euren Häusern, Kollektiven und sonstigen Strukturen zu zeigen. Organisiert Einkäufe für ältere Nachbar*innen & Kinderbetreuung für die,die darauf angewiesen sind. Schafft solidarische Strukturen für diejenigen, die jetzt besonders darauf angewiesen sind, etwa Menschen ohne Obdach oder in besonders prekären und / oder selbstständigen Arbeitsverhältnissen, die jetzt in existenzielle Krisen geraten. Der beste Umgang in Krisen und Generell ist ein solidarischer.

Und schaut trotz den überschlagenden Ereignissen weiterhin über den eigenen Tellerrand, etwa an die griechische Grenze, oder nach #Lesbos,wo sich am schändlichen Zustand der Geflüchteten immer noch nichts geändert hat. Und wenn das alles irgendwann wieder abflacht sollten wir uns dringend mal alle Gedanken über so Geschichten wie prekäre Arbeit,Privatisierungen in elementarsten Bereichen, Wachstum über Alles, Arbeitsethos usw. usf. machen. #Corona zeigt sehr deutlich was dieses System kann, wenn es ernst wird: Nichts.

Freundeskreis Syndikat
E-Mail: syndikatbleibt@riseup.net
Blog: syndikatbleibt.noblogs.org





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