Archiv für Dezember 2019

Kiezversammlung für die Kiezkneipe Syndikat am 19. Dez. 2019

Es gibt nun das schriftliche Räumungsurteil gegen die selbstverwaltete Kiezkneipe Syndikat in Neukölln. Nun wird es allmählich ernst und auf einer Versammlung soll über das weitere Vorgehen diskutiert werden.
Hier der Aufruf vom Syndikat:

Wie weiter nach dem Urteil? Kiezversammlung am 19. Dezember!

Versammlung nach Räumgsungsurteil

Am 26.11. wurde vom Landgericht Berlin das Räumungsurteil gegen uns erlassen. Ende vergangener Woche haben wir das schriftliche Urteil erhalten. Neben viel Abwiegelung unserer Argumente findet sich darin ein Passus, der es gerade sehr unsicher macht, ob wir eine Räumungsankündigung durch den Gang in die nächste Instanz bis dahin verhindern können. Wir legen trotzdem Berufung ein und werden auf der juristischen Ebene weiterhin alle Mittel ausschöpfen, die uns bleiben. Damit wir bleiben – oder zumindest eine Räumung möglichst lange hinaus gezögert wird. Dennoch müssen wir langsam dem Ernst der Lage ins Auge sehen. Winter is coming – let‘s be prepared.

Deshalb laden wir zu einer Kiezversammlung am Donnerstag, den 19. Dezember, ab 19 Uhr im Syndikat ein.

Dort wollen wir euch den Stand der Dinge erklären und eine Einschätzung geben, was dies für die nahe und ferne Zukunft bedeutet. Desweiteren wollen wir mit euch langsam beginnen, über den Ernstfall zu diskutieren. Einige Menschen von uns und aus unserem Umfeld haben sich dazu Gedanken gemacht und Ideen entwickelt. Diese würden wir euch gerne vorstellen, mit euch diskutieren und gemeinsam weiter entwickeln. Macht euch gerne schon im Vorfeld Gedanken darüber, bringt Ideen mit und findet vor Ort Mitstreiter*innen zur Umsetzung.

Verloren ist noch nichts – gewinnen können wir noch alles.

Quelle: Wie weiter nach dem Urteil? Kiezversammlung am 19. Dezember!

13.12. Abriss Betonbank – DaWoEdekaMaWa

**** FREITAG, 13.12 – ABRISS BETONBANK BIS 16 UHR ****

*Abrissparty + Verteilaktion der Bruchstücke um 15 Uhr vor der Brache *

Das Grundstück an der Braunschweiger Str. 21 soll aktuell in einem 100 Millionen Euro schweren Immobilienpaket, u.a. mit dem Gelände des Hausprojekts Köpi,verkauft werden! Die Betonbank auf der Brache soll in diesem Zuge geräumt werden, um unseren Protest dort unsichtbar zu machen und stattdessen Platz zu schaffen für risikofreie Spekulation und Profitmaximierung ohne Widerstand.

Aber wir lassen uns unsere Betonbank nicht wegnehmen!


In einer Aktion am 13.12 werden wir die Bank selbst abbauen und von der Brachfläche abtransportieren. Kommt vorbei, um uns von 9 Uhr bis 16 Uhr zu unterstützen und einen Blick auf die geöffnete Brache zu werfen! ***Das Betreten der Brache ist hierbei nicht möglich.

Anschließend ab 15 Uhr wollen wir euch alle herzlich einladen, um an der Ecke vor der Brache zusammenzukommen und mit uns bei Suppe und Tee unseren Protest zu feiern!
Lasst uns denen zeigen, dass wir auch ohne Betonbank zusammenhalten und Spekulant*innen auch in Zukunft auf Widerstand treffen!

Außerdem sind alle herzlich dazu aufgerufen, ein Bruchstück mit nach Hause zu nehmen und aufzubewahren! Die Stücke werden später noch gebraucht!

Die Abrissaktion wird am Freitag, den 13.12.2019, von 9 Uhr bis 16 Uhr stattfinden, das Abschlusstreffen ab 15 Uhr vor der Brache.

# Freiräume erhalten # DaWoEdekaMaWa

# Betongold zerschlagen # hart wie Beton

Quelle: https://edekawo.noblogs.org/post/2019/12/11/abriss-betonbank/

Hakenkreuz-Geschmiere in Neukölln

Nazis sind wieder ungestört im Neuköllner Norden unterwegs. In der Nacht zu gestern wurden in der Wildenbruchstrasse Geschäfte und Hausflure mit Hakenkreuzen beschmiert, nur 100 Meter vom Polizeiabschnitt 54 entfernt.

Aus einer Info vom k-fetisch via facebook von gestern :

„Vom k-fetisch:
Wie wir gerade erfahren haben, gab es heute Nacht einen Nazi-Angriff auf unsere Nachbar*innen. Die Schaufenster des Classic Burger, sowie des Späti daneben wurden mit Hakenkreuzen und SS-Runen beschmiert. Es wurde sich auch Zugang zum Haus verschafft und im Treppenhaus Hakenkreuze und SS-Runen gesprüht. Außerdem wurden drei Autos die vor den Läden parkten die Reifen zerstochen. Wir erklären uns solidarisch mit unseren Nachbar*innen und verurteilen die Nazi-Angriffe! Kein Kiez, kein Ort für Nazis. Haltet die Augen offen und organisiert euch gegen Nazis!
k-fetisch

Ein ausführlicher Bericht erschien heute nachmittag auf der Facebook-Seite von Ferat Kocak, der selbst schon von Nazi-Brandanschlägen betroffen war. Nicht jede will auf facebook lesen, deshalb hier noch mal der Text:

Nazi Angriff in Neukölln!

Es werden Geschäfte von Migrant*innen mit Hakenkreuzen, SS Runen und „Ausländer Raus“ markiert. Zeitgleich werden die Reifen von zahlreichen Autos in der selben Straße zerstochen. Am Wochenende in Friedrichshain #Kreuzberg und jetzt wieder in #Neukölln. Eines der Läden, welcher mit einem riesen Hakenkreuz beschmiert wurde, ist der meiner Tante, meines Onkels und meiner Cousins „Classic Finest Burger & Pizza“.

Als ich vom NeoNazi Angriff über die Facebookseite von k-fetisch las bin ich sofort zu meiner Familie gefahren. Die Reaktion meines Onkels brachte mich zum nachdenken: Er erzählte mir von unserer Herkunft, von Aleviten, dessen Wohnhäuser und Geschäfte markiert wurden, um dann darauf folgend Tausende Aleviten zu ermorden. Wie in Maras ’78. Auch in Anatolien nannten sie das Säuberung. Mit diesem Trauma belastet, werden eben diese Menschen jetzt hier wieder angegriffen. Ihre Geschäfte werden mit Hakenkreuzen markiert. Wie schon vor nicht so langer Zeit in Deutschland.
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