Archiv für Mai 2019

HerrDonau bleibt: Demo 1. Juni

Samstag, 1. Juni 2019 14 Uhr Herrfurthstr. Eingang Tempelhofer Feld

Wer ist HerrDonau?
Wir sind eine Initiative von 2 Berliner Mietshäusern (Donaustr.130, Herrfurthstr.20) die in einem Paket an die ZBI Fondsmanagement AG verkauft wurden. Wir kämpfen dafür, dass der Stadtbezirk das Vorkaufsrecht geltend macht! Wir schlagen die Trommeln auf Youtube, Instagram, Twitter & Facebook, kooperieren mit anderen Projekten, denen es ähnlich geht! Wir werden laut und machen Druck für ein solidarisches Berlin, in dem jeder noch einen Platz mit bezahlbaren Wohnraum hat! Schließt euch uns an, wenn wir auf die Straße gehen, kommt zu unserer Kundgebung am 1.Juni in Neukölln. Lasst uns allesamt vereinen, für das Berlin, wie wir es kennen und lieben!!! Denn Wohnraum ist ein Menschenrecht und muss bezahlbar bleiben. #teilenteilenteilen TEILT diesen Beitrag, damit wir möglichst weit gesehen werden, verlinkt alle, die sich für das Thema interessieren, sich engagieren oder ebenfalls betroffen sind!!! Zusammen sind wir stärker

Kontakt:
Twitter HerrDonau
Instagram HerrDonau

Update vom 29.5.2019:
PRESSEMITTEILUNG DER HERRFURT/DONAU

Mehrere Häuser in Berlin von Investor gekauft / Hausgemeinschaften demonstrieren am 01.06.19 gegen Verdrängung

Noch mehr Hausgemeinschaften in Berlin-Neukölln, Friedrichshain-Kreuzberg und Mitte befürchten eine Verdrängung durch den Hausverkauf. Sechs Häuser sind allein von diesem Verkauf, von der Minotaurus Immobilien GmbH & Co. KG an die Zentral Boden Immobilien (ZBI) Gruppe aus Erlangen, betroffen. Unter anderem handelt es sich um zwei Häuser in aktuell besonders betroffenen Lagen, der Herrfurthstraße am Tempelhofer Feld und der Donaustraße in Nord-Neukölln.

Die Mieter*innen der o.g. Häuser wurden am 26. April 2019 vom Bezirksamt Neukölln per Brief über den Hausverkauf informiert. Der Käufer gibt an, nur eine „normale Rendite“ erwirtschaften zu wollen, war bisher aber nicht bereit konkrete Vereinbarungen zur Einhaltung der Milieuschutzziele zu unterzeichnen [1].

(mehr…)

Kündigung und Hausdurchsuchung wegen „Akelius enteignen“!

Solidarische Gerichtsbegleitung am 28.05.2019, 9.05, Saal 213, Amtsgericht Neukölln.

An einem Mietshaus in der Weisestrasse (Schillerkiez), von dem seit längerem bekannt ist, dass es dem berüchtigten Immobilienunternehmen Akelius gehört (Zwangsräumung vor 3 Jahren), wurden über einen längeren Zeitraum immer wieder Graffitis angebracht. Akelius lässt deshalb die Eitner-Security im Haus spitzeln, um mögliche Täter*innen dingfest zu machen.

Im Januar konnte die Security nun einen Mieter des Hauses dabei erwischen, wie er mit einem wasserlöslichen Filzstift den Schriftzug „Akelius enteignen“ und „Syndikat bleibt!“ am Haus anbrachte und rief die Polizei. Der ertappte Mieter reinigte daraufhin unverzüglich und rückstandfrei die Wand von den Schriftzügen. Als die Polizei am Haus ankam, war davon nichts mehr zu sehen, was amtlich bestätigt wurde.

Im Februar hat Akelius dem Mieter dann gekündigt, weil es sich als Unternehmen durch den Schriftzug „Akelius enteignen“ beleidigt und bedroht fühlt. Außerdem hat Akelius nun wegen 30 verschiedener Sachbeschädigungen am Haus Anzeige gegen den Mieter gestellt. Für Reinigung und Security soll er merhrere Tausend Euro zahlen.

Mit einem enormen Ausmaß von politischer Gewalt reagierte auch die Polizei, um Akelius vor der bedrohlichen Forderung „Akelius enteignen“ zu schützen:

Im April stürmten mehr als 10 Beamt*innen vom LKA die Wohnung des Mieters, zwecks Hausdurchsuchung, wegen politisch motivierter Sachbeschädigung in 5 Fällen an seinem Haus! Außerdem wurde ihm vorübergehend die Freiheit entzogen, um ihn erkennungsdienstlich zu behandeln.

Am 28.5. entscheidet das Gericht, ob es die Kündigung durch Akelius anerkennt oder nicht und ob „Akelius enteignen“ eine Beleidigung oder gar Bedrohung ist. Deshalb wollen wir den Mieter solidarisch zum Gericht
begleiten und fordern:

Freispruch für den Mieter!
Freiheit für alle Mieter*innen durch Akelius enteignen!

Bündnis Zwangsräumung Verhindern

Quelle: Bündnis Zwangsräumung Verhindern auf Facebook

Akelius enteignen

„Microliving“ für Makro-Brieftaschen

Gestern gab es ein kleines Picknick auf der Brache in der Braunschweigerstr. 21 in Rixdorf. Dort will „Welthaus Living“ 149 Micro-Apartments bauen, siehe Picknick in Rixdorf am 19. Mai 2019 . Der Zaun zum Gelände war offen, es gab zu Essen und zu Trinken. Ein schon gegossener Betonblock diente als Tresen und etliche Nachbarn kamen vorbei. Ein Transparent wurde angebracht und diverse Installationen errichtet.

Braunschweigerstr. 21

Beginn des Picknick am Sonntag

Ein Flugblatt zur Aktion:
---------------------

„Microliving“ für Makro-Brieftaschen
Der Ausverkauf der Stadt geht weiter

Braunschweiger Str. 21. Der Edeka ist abgerissen. Die vor kurzem wieder eingezäunte Brachfläche soll bebaut werden. Nicht mit bezahlbarem Wohnraum für Menschen mit wenig oder keinem Einkommen, sondern mit exklusiven Eigentumswohnungen. „Microliving Neukölln“ nennt sich dieser Renditetraum.

Ein Investor möchte 149 „Microappartments als Kapitalanlage. Ideal für Privatanleger“ errichten. Ab 6.000,00 € / m² bzw. 170.000 € bei 28 qm. Die Makleragentur Nagel Properties nennt das „bezahlbar“ – und hat Recht, was ihr anvisiertes Kund*innensegment betrifft. Etliche Wohnungen sollen bereits reserviert oder verkauft sein, viele gingen offenbar en bloc an einen oder mehrere Großkund*innen. Die Angaben zur Bezugsfertigkeit sind unterschiedlich: 4. Quartal 2020 oder auch 3. Quartal 2021.

Diese zum Teil sehr kleinen und hochwertig ausgestatteten Wohnungen sollen – meist für eine begrenzte Zeit – an pendelnde flexibilisierte Angestellte, Geschäftsleute und an Studierende mit finanzstarkem elterlichem Hintergrund vermietet werden. Auch IT-Fachkräfte jener Click-Ökonomie, für die an der Karl-Marx-Straße aktuell kräftig an Sharing-Spaces gebaut wird, dürften zu den zukünftigen Mieter*innen zählen.

Solcherart Kleinst-Wohnungen werden angesicht weiter steigender spekulativer Bodenpreise derzeit als das vielversprechendste Renditemodell beworben. Auch an vielen anderen Orten der Stadt wird derart investiert.

Was zählt sind nicht die Bedürfnisse der Menschen, unsere Bedürfnisse hier vor Ort, zum Beispiel wohnen bleiben zu können, sondern einzig der Profit. Deshalb soll hier dieses Spekulationsobjekt zur Bereicherung Weniger entstehen, das die Verdrängung weiter befeuert, und zum Beispiel kein kleiner Park für Anwohnende, keine sozialen dauerhaften und selbstverwalteten Wohnungen.

Von einer Politik, in deren DNA das Dogma der Geldvermehrung, des gnadenlosen Wettbewerbs und des Privateigentums (an Produktionsmitteln und Immobilien) grundlegend verankert ist, können wir nichts erwarten. Ihre Geschäftsgrundlage ist das, was unsere Mieten steigen lässt, was Zwangsräumungen zulässt, was gewachsene Kiezstrukturen zerstört – genereller gesprochen: was uns und unser Leben beschädigt, was unser Leben enteignet.

Es braucht also weiter den Druck der Straße, der Arbeit der Basisorganisationen und Initiativen hier und den anderen Stadtteilen. Bauen wir die solidarischen Stadtstrukturen von unten auf, organisieren wir das gesellschaftliche Gemeingut!

Liebig34, Syndikat, Potse, G17, R94, Meuterei bleiben!

Für ein rebellisches Rixdorf!

Nehmen wir uns die Stadt!

---
Am Montag, den 20. Mai ist noch einiges zu sehen:

Braunschweigerstr.21

Braunschweigerstr.21

Braunschweigerstr.21

Update vom 22.5.2019

Artikel Berliner Morgenpost Online, 22.5.2019
Ab 170.000 Euro: Teure Mikro-Apartments in Neukölln
In Berlin fehlt bezahlbarer Wohnraum. Nun werden Mikro-Apartments gebaut, aber für einen hohen Kaufpreis.

Picknick in Rixdorf am 19. Mai 2019

Bisher noch eine Brache: In der Braunschweigerstr. 21 in Rixdorf #neukölln will „Welthaus Living“ 149 Micro-Apartments bauen, die 2021 fertig sein sollen. Eine 1-Zimmerwohnung gibt es für nur 170.000 Euro. Dagegen regt sich Protest. In der Umgebung finden sich Flugblätter folgenden Inhaltes:
------------------

Liebe Nachbar*innen und stadtpolitisch Interessierte,

wir möchten euch herzlich zum gemeinsamen PICKNICK am ehemaligen EDEKA-Gelände Ecke Braunschweiger / Niemetzstr. einladen!

Dort können wir uns über das geplante Bauprojekt* austauschen und vernetzen, um unsere Vorstellungen von Stadt konkret werden zu lassen.

Sonntag, 19.05.2019 ab 12 Uhr

Bringt Getränke und kleine Speisen, Pflanzen, Samen und Humuserde, Holz und Werkzeug … Musik und Liegestühle mit!

Gruppe Picknick-Am-Sonntag (PAS)

--------------

Es gab schon mal am 26. April einen Tweet auf Twitter mit Fotos des Geländes. Inzwischen gibt es einen Zaun.

Mo 6.5. Rathaus Neukölln: Mahnwache

Pressemitteilung der Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektas

Mahnwache gegen Fake News aus der Polizei im Berliner Kurier

Wir treffen uns am Montag von 18-19 Uhr vor dem Rathaus Neukölln zu einer Mahnwache.

Wir fordern den Neuköllner Bezirksbürgermeister Martin Hikel auf Stellung zu beziehen gegen Lügen die am 8.4.2019 im Berliner Kurier über Burak Bektaş verbreitet wurden und anscheinend aus der Polizei heraus gestreut wurden. Die Mutter von Burak: „Für unsere ganze Familie ist diese Lüge eine Ungeheuerlichkeit und eine weitere schwere Verletzung. Wir erwarten von dieser Zeitung und von der Polizei, dass es eine Richtigstellung gibt.“

Wir fordern die Polizei auf, diesen Vorfall aufzuklären und eine Richtigstellung zu veröffentlichen. Ebenso fordern wir den Berliner Kurier auf, eine Richtigstellung zu veröffentlichen.

Der Vorfall unterstreicht die Forderung nach einem Parlamentarischen Untersuchungsausschusses. Es ist aufzuklären, was in Berlin-Neukölln seit Jahren die Aufklärung von rechten/rassistischen Morden, Anschlägen und Angriffen verhindert.

weitere Infos auf der Website der Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektas




Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: