Archiv für Februar 2019

Mieter*innen-versammlung Schillerkiez am 3. März 2019

Mieter*innen-versammlung am Sonntag, den 3.3.2019 um 16 Uhr Nachbarschaftstreff Mahlower Str. 27

Mieter*innen-versammlung Schillerkiez

Auf unserer 3. Versammlung werden wir:
– Die akuten Probleme und vielfältigen Proteste im Schillerkiez aufzeigen.
– Möglichkeiten besprechen, wie wir zusammen mit Freude und Erfolg die Proteste im Kiez mit unseren individuellen ­Fähigkeiten vorantreiben können.

Auch im Schillerkiez treffen sich Hausbewohner*innen, planen Aktionen,malen Banner und vernetzen sich mit anderen Hausgemeinschaften. Kreativ konfrontieren sie aggressive Vermieter. Dem Kapital vermiesen sie die Profite mit der Miete.

Kommt vorbei, so dass wir uns weiter kennenlernen und gegenseitig unterstützen können und unsere Wut zu Widerstand wird.

Während der Versammlung wird es Kinderbetreuung geben. Bitte schreibt uns vorher kurz eine E-Mail an wirsindviele@riseup.net, wenn ihr diese nutzen möchtet.

Am Samstag den 02. 03. demonstrieren wir um 15:00 Uhr am Herrfurthplatz für den Erhalt des Syndikats und anderer bedrohter Projekte. ­ ­Anfang April am 06. 04. können wir die Proteste des Schillerkiezes auf eine Berlinweite Massendemonstration gegen den Mietenwahnsinn bringen. Solidarität mit Hassan Qadris besetztem Klamottenladen Kamil Mode, den Mieter*innen aus der Leinestraße 3, den Protesten gegen Deutsche Wohnen, Covivio, Akelius, ADO und Co, den Streiks in Kitas, Krankenhäusern und bei der BVG.

Protest in Neukölln: Demo 2.3.2019

Wir bleiben alle!

Samstag, 2.3.2019: 15 Uhr Herrfurthplatz ( Herrfurthstr. Ecke Weisestr.)

Am 2. März wird es in mehreren Stadtteilen Berlins eine Demo für den Erhalt vieler selbstverwalteter Projekte geben. Akut bedroht sind Liebig34, Potse/Drugstore, G17a, Meuterei und Syndikat, welche teilweise seit Jahrzehnten ein bedeutender Teil der Berliner Kultur sind. Dagegen wehren wir uns!

Auch in Neukölln gibt es viele Gründe auf die Straße zu gehen. Alle Mieter*innen spüren es schon lange: Mit Mietsteigerungen bis über 100% in den letzten 10 Jahren ist Neukölln leider ein besonders attraktiver Investitions- und Spekulationsort für Eigentümer*innen aus aller Welt geworden. Immer mehr anonyme Briefkastenfirmen haben sich unsere Häuser unter den Nagel gerissen. Mit der Bedrohung des Syndikats soll ein weiterer alteingesessener Teil unseres Alltags verschwinden – uns allen ist der Kampf um den Kiezladen Friedel54 und die brutale Räumung in wachsamer Erinnerung. Wir nehmen das nicht hin, vernetzen uns und wehren uns gegen die Verdrängung. Jede Räumung ist eine zuviel!

In Neukölln gibt es glücklicherweise eine bunte Vielfalt an Wohnprojekten, Kollektivbetrieben, Gärten und unkommerzweitere Infos:
Interkiezionale Demos iell nutzbaren Räume. Die Kollektivkneipen Tristeza, Syndikat und das K-Fetisch, die Gemeinschaftsgärten auf dem Tempelhofer Feld und die Prachttomate, die selbstverwalteten Häuser Richardplatz8 und Braunschweiger Straße 53-55 sowie viele kleine Läden und Projekte schaffen eine besondere Stimmung im Kiez. Gruppen wie das SoZe44, die Infoläden f.a.q. und Lunte, sowie die Solidarische Aktion unterstützen und schaffen neue (emanzipatorische) Perspektiven. Die Berlin Migrant Strikers und Corasol setzen dem unterschwelligen Rassismus in unserer Gesellschaft eine solidarische Haltung entgegen. Und wir können noch viele weitere nennen.

Mit dieser Vielfalt und unseren unterschiedlichen Schwerpunkten nehmen wir uns gemeinsam die Straße. Denn die Bedrohung von einzelnen Projekten wie aktuell dem Syndikat trifft uns alle.

In dem Sinne: heraus zur interkiezionalen Sterndemo! Für eine unkommerzielle Stadt für alle! Für ein widerständiges, lautes und buntes Neukölln!

Treffpunkt: Sa. 02.03.19 um 15 Uhr am Herrfurthplatz
Abschlusskundgebung: 17 Uhr am Lausitzer Platz mit Konzert

weitere Infos:
Syndikat bleibt
Interkiezionale Demos

Neues von den Wänden – Folge xyz

Aus der Reihe „Beiträge zur politischen Meinungsbildung im Neuköllner Norden“, hier im Schillerkiez und Reuterkiez.

Akelius enteignen VW verstaatlichen

Akelius enteignen Volkswagen verstaatlichen / Okerstrasse

Handy weg

Handy weg vom Handy / Donaustrasse

Syndikat bleibt

und immer wieder: Syndikat bleibt / Weisestrasse

Maybachufer 36-28

Farbe am Neubau Maybachufer 36-38 . Eine Erklärung dazu gibt es hier:
Akteur*innen der Verdrängung Alpträume bescheren!

Räumung is nich

ein Aufruf

Neue Berliner Linie – keine weitere Räumung durch Rot-rot-grün!

Kneipen wie das Syndikat, Jugendclubs wie Potse & Drugstore, Läden wie Kamil Moden, Wohnprojekte wie die Liebig 34, Besetzungen wie die Großbeerenstraße 17a und viele viele weitere sind von Kündigung oder Räumung bedroht*. Das Jahr 2019 scheint das Jahr zu werden, in dem Berlin den nächsten großen Teil seiner selbstverwalteten, unkommerziellen, alternativen oder einfach alteingesessenen Infrastruktur verliert. Überall in der Stadt sind Eigentümer nicht mehr bereit, Gewerbemietverträge zu verlängern. Sie reihen sich ein in die Schar der Eigentümer, die Mieter*innen aus ihren Wohnungen schmeißen. Wofür? Für Immobilienriesen mit Briefkästen in Luxemburg und Offshore-Konten, aufgeblähte Start-up-Kultur oder einfach Spekulation und Profit.

Räumung is nich

Die Stadt wird ausverkauft.

Rot-rot-grün trat einst an, damit Schluss machen und für eine stadtpolitische Wende sorgen zu wollen. Nach 2 Jahren Regierung warten wir noch immer. Schlimmer noch, bei der Räumung des Kiezladens Friedel54 hat der Senat bereits gezeigt, dass trotz aller netten Worten die Stadt immer noch dem Kapital gehört und keine Kosten und Gewaltorgien gescheut werden, um die Interessen einer Briefkastenfirma gegenüber dem Interesse vieler Berliner*innen durchzusetzen. Geht das so weiter, wird Rot-rot-grün als die Regierung der Räumungen in die Geschichte eingehen.

Doch immer mehr Mieter*innen, Läden und Projekte sagen: Schluss damit! Bei Schlüsselübergaben nicht zu erscheinen ist der neue Trend. Unterstützt werden sie dabei von tausenden Nachbar*innen. Das muss jetzt auch der Senat zur Kenntnis nehmen. Wir wollen eine Neue Berliner Linie – keine weitere Räumung durch Rot-rot-grün!

Wie stellen wir uns das vor?

Wir wollen, dass der Senat auf Polizeigroßaufgebote zur Amtshilfe bei der Durchsetzung von Räumungstiteln verzichtet. Das soll mit der Unverhältnismäßigkeit zwischen einem breiten öffentlichen Interesse sowie dem Erhalt sozialer Infrastruktur einerseits und dem Partikularinteresse einzelner Eigentümer andererseits begründet werden.

Wir wollen, dass sich der Senat in den offenen Konflikt begibt mit denen, die den Ausverkauf der Stadt vorantreiben. Warum nicht mal verklagen lassen von irgendeinem dieser undurchsichtigen Firmengeflechten aus der Immobilienwelt? Schluss mit vorauseilendem Gehorsam. Wir zweifeln die Rechtmäßigkeit dieser Geflechte an.

Wir wollen, dass sich alle Senatsparteien zur Neuen Berliner Linie bekennen, und zwar sowohl auf Landes- als auch Bezirksebene. Das Hin- und hergeschiebe von Verantwortung werden wir nicht mehr akzeptieren. Ihr regiert zusammen, also seid ihr auch zusammen dafür verantwortlich, was ihr tut! Wir rufen 2019 zur letzten Chance für euch aus.

Dies ist ein Aufruf zum Mitmachen an die stadtpolitische Initiativenlandschaft, an Projekte, an Läden und Mieter*innen. Schließt euch an, wiederholt die Forderungen bei jeder Gelegenheit.

Eine Neue Berliner Linie ist machbar!

entstanden aus der Kiezversammlung des Syndikat im Januar 2019

*die Website „Bedrohte Projekte in Berlin“ listet derzeit 35 bedrohte Projekte auf.

Website: Neue Berliner Linie
E-Mail: neue-berliner-linie@riseup.net




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