Pressemitteilung : Räumung der Bornsdorferstraße 37b

Borni, Pressemitteilung Nr. 3, 21.05.2018, 02:00, zur sofortigen VÖ

#Borni: Alle 60 Besetzer*innen nach 12 Stunden geräumt – Richtigstellung der Anwälte

Nach 12 Stunden Besetzung wurden um 1 Uhr nachts die letzten Besetzer*innen von der Polizei aus dem Haus in der Bornsdorferstraße 37b in Berlin Neukölln getragen. Einige Personen wurden beim gewaltsamen Eindringen der Polizei verletzt. Die Anwälte der Borni stellen klar, dass sich zum Zeitpunkt der Räumung die Verhandlungen noch in vollem Gange befanden. Sie sprechen davon, dass die Gespräche gewaltvoll unterbrochen wurden, als sie gerade den Besetzer*innen das Verhandlungsangebot der Geschäftsführung von StadtundLand unterbreiteten.

Nach 4-stündiger Räumung endete um 1 Uhr die Besetzung der Borni in Neukölln. Die Aktivist*innen sprechen von mehreren Verletzten, eine Person musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Trotz des friedlichen Charakters der Besetzung ging die Polizei mit massiver Gewalt gegen die Menschen vor und im Haus vor.

Anwalt Benjamin Düsberg: „Der Geschäftsführer der StadtundLand GmbH, Ingo Malter, hat unter Absprache mit Staatssekretär Sebastian Scheel (Die Linke) ein umfangreiches, aber unpräzises Verhandlungsangebot gemacht, das wir zu den Besetzer*innen zurückgetragen haben. Noch während wir uns in den Gesprächen im Haus befanden, begann die Polizei ohne Vorankündigung in das Haus einzudringen.“

Anwalt Sven Richwin ergänzt: „Die Polizei hat uns zudem auf Nachfrage versichert, nicht vor dem Abschluss unserer Beratung einzugreifen. Schon 20 Minuten später, noch während unserer Besprechung mit den Besetzer*innen, begannen sie jedoch mit der Räumung. Für uns ist das ein Skandal.“

Pressesprecher*in Charlie Winter: „In Zukunft werden wir uns nicht mehr auf Rot-Rot-Grün und ihre Zusagen verlassen. Bald kommen wir wieder! Der Frühling hat gerade erst angefangen…“

Quelle: Erste PM der Borni aus der Nacht der Räumung

Update 23.5.2018:

Die Borni im Exil fordert in einem Offenem Brief an Stadt und Land Strafanträge fallen lassen!





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