Archiv für April 2018

Zum 1. Mai raus in den Problembezirk Grunewald!

Endlich mal ne Alternative zum 1.Mai: Besuchen wir Spekulanten und Investoren, da wo sie sich zuhause fühlen. Es geht auch vorbei an den Häusern von Joschka Fischer und Wolfgang Schäuble. Anschliessend um 18 Uhr dann zum Oranienplatz.

!. Mai Grunewald

Heraus zum Tag der sozialen Arbeit – rein in den Problembezirk Villenviertel!

»Zivilgesellschaftliches Engagement für einen solidarischen Stadtteil«

Das Programm Soziale Stadt arbeitet auf Stadtteilebene, in so genannten »Problemvierteln«. Grunewald ist politisch ein abgeschriebener Bezirk, viele Bewohner*innen leben durch Zäune isoliert in einer Parallelgesellschaft, die für soziale Angebote nicht mehr zu erreichen ist. Während in Kreuzberg und Neukölln ein Überangebot an politischer Protestkultur herrscht, ist der Grunewald von der politischen Meinungsbildung weitestgehend abgehängt.

»Befähigung statt Betreuung«

Unsere breit aufgestellte Interventionsstrategie bietet den Bewohner*innen des soziokulturell benachteiligten Problemkiezes die Möglichkeit, das Verantwortungsbewusstsein zu stärken, die soziale Durchmischung zu fördern und sich über millieuübergreifende Perspektiven zu informieren.

»Miteinander statt übereinander reden«

Hunderte quartiersbezogene autonome Streetworker*innen werden bereitgestellt, um in unterschiedlichen Handlungsfeldern Anschlussmöglichkeiten an eine solidarische Lebensweise zu ermöglichen.

»Wo eine Villa ist, ist auch ein Weg«

Werdet Teil dieser Initiative und kommt als ehrenamtliche Helfer*innen zur großen Auftaktsveranstaltung des Quartiersmanagement Grunewald.
Grunewald soll sozialer werden! Zusammen schaffen wir das! Wo eine Villa ist, ist auch ein Weg!

Unterstützer*innen des Quartiersmanagement Grunewald:

- Sektion Quartiersmanagement Grunewald der Hedonistischen Internationale
- The Incredible Herrengedeck
- Esels Alptraum
- Die Tsootsies
- Pastor Leumund
- Paul Geigerzähler
- Punkrock MC
- Bergpartei, die überpartei
- Rebellion der Träumer

siehe auch 1. Mai in Grunewald

Zwangsräumung verhindern: Mittwoch, 25. April 2018

Update: 24.4.2018 8 Uhr

Die geplante Zwangsräumung ist erstmal abgesagt.
Weitere Infos hier:
Zwangsräumung abgesagt!

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Zwangsräumung verhindern
Mittwoch, 25.4.2018, 8 Uhr
(Die Gerichtsvollzieherin hat sich für 9 Uhr angekündigt,
erfahrungsgemäß ist es gut früher da zu sein)
Dubliner Str. 8, 13349 Berlin-Wedding
U-Bhf. Rehberge

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2012 wurde das Haus Dubliner Str. 8 von der Briefkastenfirma Großvenediger GmbH aufgekauft. Die Martina-Schaale-ausverwaltung klagte eine Mietpartei nach der anderen heraus, modernisierte die Wohnungen und vermietete sie für das Doppelte. Seit 2015 wurde auch die WG mit Klagen überzogen. Ein Urteil wurde wegen schwerer Rechtsfehler in der Berufung
gekippt. Aber ein vermieterfreundlicher Richter verurteilte auf Räumung. So soll nun geräumt werden obwohl noch eine Klage beim Bundesgerichtshof anhängig ist.

Dagegen rufen wir zu vielfältigen Protesten auf: Lärm machen mit Kochtöpfen und Trillerpfeifen, ein Schild gegen die Zwangsräumung hochhalten, einfach anwesend sein, sich aktiv der Räumung widersetzen,Kaffe oder Tee vorbeibringen…

Bei einigen Zwangsräumungen gab es Ärger mit der Polizei. Wenn dir das passiert melde dich bei
zwangsraeumungverhindern@riseup.net
Niemand wird allein gelassen!

Bündnis Zwangsräumung Verhindern
für den Vorbereitungskreis der Mietendemo „Widersetzen – gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn“

weitere Infos: Mittwoch, 25.4. // Wedding // Zwangsräumung verhindern

Gartenfest Prachttomate am 22. April 2018

Eine Einladung des Neuköllner Gemeinschaftsgarten Prachttomate :

Aktionstag La Via Campesina 2018

Am Sonntag, 22.04.18 laden wir euch zu einem ganz besonderen Gartenfest ab 14 Uhr ein. Anlass ist der Aktionstag von La Via Campesina:

Am 17.04.1996 kam es im brasilianischen Eldorado dos Carajas bei der Räumung von Landlosen zu einem Massaker durch die Militärpolizei mit 19 Toten. Bis heute ist deswegen der 17.4. ein weltweiter Aktionstag von La Via Campesina, einer globalen Organisation von Landlosen, Kleinbäuer*innen, Fischer*innen und Landarbeiter*innen.

Deshalb wollen wir uns auch etwas näher mit den Themen Ernährungssouveranität, Saatgutrechte, Freihandel, Bodenzugang etc. auseinandersetzen. Auch ein paar Initiativen werden präsent sein.

Zudem wird ein Umsonstflohmarkt stattfinden. Verschenken statt wegwerfen! Tische sind begrenzt vorhanden.

Was gibt´s noch?

* Saatguttauschbörse

* Siebdruckstand (bitte zu Bedruckendes mitbringen)

* Infostände

* Live: TRILEMMA TARAF * DJs: Christopher Rose * Fernan Disco

* Essen und Getränke

* Gartenführungen

* abends Lager&Feuer

Trotz drohender Bebauung: wir wollen mit euch zusammen den Freiraum Prachttomate weiter gestalten und fortentwickeln, uns mit euch auszutauschen, feiern und chillen.

Sowing seeds for resistance!

Denkmal für Burak Bektas beschädigt

- P R E S S E M I T T E I L U N G -

Berlin, den 20.04.2018

Denkmal für Burak Bektaş wenige Tage nach Einweihung beschädigt
Demonstration gegen rechten Terror in Neukölln am Samstag

Nur wenige Tage nach der mit über 900 Teilnehmer*innen sehr gut besuchten feierlichen Enthüllung einer Skulptur auf dem Gedenkort für Burak Bektaş wurde dieses – wie die Initiative nun im Nachhinein veröffentlicht – bereits beschädigt. Mit einer unbekannten Chemikalie wurde die Patina (farbige Schutzschicht) der Bronzeskulptur in Teilen zerstört.

„Wir verurteilen diesen Angriff auf das Gedenken an Burak Bektaş auf das Schärfste! Er reiht sich in eine seit Jahren andauernde Terrorserie von Rechts ein. Schmierereien, zerstörte Schaufensterscheiben, Brandanschläge auf Autos und Wohnhäuser sind trauriger Alltag geworden in Neukölln. Auch die Morde an Luke Holland und Burak Bektaş müssen in diesem Kontext betrachtet werden“, so Ulrike Schmidt von der Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş.

Melek Bektaş , die Mutter von Burak, äußerte Donnerstag abend als Reaktion auf die Beschädigung der Skulptur: „Wir wollen, dass der Mord an meinem Sohn aufgeklärt wird und wir endlich Gewissheit haben. Mit der Beschädigung der Skulptur wird deutlich: Wir finden keine Ruhe.“

Der Staatsschutz des LKA Berlin hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nach Zeug_innen. Die Initiative hat begonnen durch Arbeiten an der Skulptur den Schaden zu minimieren, eine neue Patina wird voraussichtlich nächste Woche aufgetragen. Um nicht nur den Bestand des Denkmals zu erhalten, sondern darüber hinaus den Gedenkort weiter auszubauen und zu einem deutlichen Zeichen gegen Rassismus in Neukölln zu machen, wird zu Spenden aufgerufen.

Am Samstag nachmittag führt eine von einem breiten zivilgesellschaftlichen Bündnis getragene Demonstration gegen rechten Terror in Neukölln zum Gedenkort für Burak Bektaş.
Informationen zur Demonstration:
Demonstration gegen rechten Terror

Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş
burak.blogsport.de
www.gedenkort-fuer-burak.org
www.facebook.com/Burak.unvergessen
burak-initiative(ätt)web.de

21. April: Gegen rechten Terror auf die Strasse

Schluss mit dem rechten Terror – Solidarität mit den Betroffenen

Gegen rechten Terror in Neukölln

15:00 Uhr: Auftaktkundgebung Bat-Yam-Platz (Nähe U7 Lipschitzallee)
16:30 Uhr: Abschlusskundgebung Gedenkort Burak Bektaş (Nähe U7 Britz Süd)

In der Nacht vom 31. Januar zum 1. Februar 2018 wurden in Neukölln zum wiederholten Male Autos von Demokrat*innen und Antifaschist*innen in Brand gesetzt. Die Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung hat in ihrer Sitzung am 28. Februar 2018 in einer Entschließung die erneuten Brandanschläge verurteilt und sich mit den Betroffenen solidarisch erklärt. Die Unterzeichnenden schließen sich dieser Erklärung an und fordern ebenfalls, dass die Anschlagsserie als terroristisch eingestuft wird.

Darüber, dass die Taten von extrem Rechten begangen wurden, gibt es wenig Zweifel. Die Betroffenen hatten sich in der Vergangenheit klar gegen rechts positioniert. Auch das Datum mit der Nähe zum Jahrestag der Machtübernahme der Nationalsozialisten vor 85 Jahren verstärkt diese Annahme auf bedrückende Weise.

Erneut zeigt sich, dass rechter Terror die Schädigung von Gesundheit und Leben seiner Opfer billigend in Kauf nimmt. Die Mordtaten des NSU sind dafür ein erschreckender Beweis, und auch bei den letzten Taten in Neukölln waren Menschen unmittelbar gefährdet.

Es liegt nahe, dass der mangelnde Erfolg von Polizei und Justiz, Täter festzustellen und vor Gericht zu bringen, von den Brandstiftern offenbar als Ermutigung zur Fortsetzung ihrer Taten verstanden wird. Betroffene und die Neuköllner Bevölkerung erwarten nunmehr endlich Erfolge bei der Aufklärung dieser Taten!

Mit dem Einzug der AfD in mehrere Parlamente scheinen Rassismus und Hetze gegen Andersdenkende wieder salonfähig geworden zu sein. Von den Täter*innen wird dies offenbar als Ermutigung verstanden, durch Terror demokratische Kräfte in Neukölln und anderswo einzuschüchtern.

Gegen den rechten Terror sehen wir alle Initiativen und Einrichtungen gefordert, die für ein demokratisches und solidarisches Miteinander eintreten. Gemeinsam treten wir rechten Gewalttätern entgegen und solidarisieren uns mit den Betroffenen. Wir verteidigen die Demokratie und setzen uns für eine offene Gesellschaft und ein solidarisches Miteinander ein – in Neukölln und überall.

Gemeinsam rufen auf (in alphabetischer Reihenfolge):
Aktionsbündnis Britz | Anwohner*inneninitiative „Hufeisern gegen Rechts“ | Bündnis Neukölln – Miteinander für Demokratie, Respekt und Vielfalt | Bündnis 90/Die Grünen Neukölln | DGB-KV Neukölln | DIE LINKE. Neukölln | Evangelischer Kirchenkreis Neukölln | Falken Neukölln | Föderation demokratischer Arbeitervereine (DIDF) | Galerie Olga Benario | GEW-Neukölln | Grüne Jugend Neukölln | HDP Berlin | IG BCE Ortsgruppe Neukölln | IG Metall Berlin | Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş | Initiative Neuköllner Buchläden gegen Rechtspopulismus und Rassismus | Initiative „Rudow empört sich“ | Interkulturelles Beratungs- und Begegnungs-Centrum (IBBC) | Interventionistische Linke Berlin | Jusos Neukölln | katholische Kirche Neukölln | Linksjugend [’solid] Kreuzkölln | Palästinensischer Wohltätigkeitsverein Al-Huleh e.V. | Reach Out – Opferberatung und Bildung gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus | SPD Neukölln | Türkischer Bund Berlin-Brandenburg | ver.di Bezirk Berlin | VVN-BdA Neukölln

Darüber hinaus unterstützen:
Diakoniewerk Simeon gGmbH | Erinnern und VerANTWORTung e.V. – Gedenkarbeit an Berliner Schulen mit dem Projekt „Trost durch Tat“ | IG BAU Neukölln | Linksjugend [’solid] Berlin | Stadtteilladen Die Lunte | Ta Tzitzikia, Frauennetzwerk für Politik, Kultur und Soziale e.V.

Weitere Unterstützer*innen sind herzlich willkommen.
Bitte wendet euch dazu an info[at]buendnis-neukoelln.de, damit wir euch mit aufnehmen können.

Und beteiligt Euch gern auch an den nächsten Mobilisierungsaktivitäten:

Dienstag, 17.4. um 21 Uhr im Büro der Neuköllner Linken, Wipperstraße 6: Treffpunkt für Plakatierungsaktion
Mittwoch, 18.4. ab 18 Uhr im Bereich des Rathauses Neukölln: Flugblätter verteilen
Mittwoch, 18.4. um 19 Uhr am U-Bahnhof Britz-Süd: Treffpunkt für Plakatierungsaktion
Freitag, 20.4. von 16 bis 18 Uhr an den Ausgängen des U-Bahnhofs Rathaus Neukölln: Flugblätter verteilen




Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: