Archiv für Februar 2018

Viel Platz im Block 152

Viel Platz im Block 152

Der Gemeinschaftsgarten Prachttomate in der Bornsdorfer Str. 9-11 informiert über neue Entwicklungen.Auf der gekündigten Teilfläche sollen Wohnungen entstehen. Keine bezahlbaren Mietwohnungen, sondern exklusive Wohnungen zur Eigentumsbildung. Die Aufwertung der Innenstadt und die Verdrängung von Menschen mit wenig Kohle bricht sich weiter Bahn.

Pressemitteilung der Prachttomate vom 25.2.2018

Entwickeln wir gemeinsam ein soziales Modellprojekt in Neukölln!
Für Bildung, Kultur, Freizeit, Sport, Wohnen, Gärtnern.
Im gesamten Block 152.
Für den Stadtteil.

Ein Baugruppendienstleister hat im Januar etwa ein Drittel der Gartenfläche des Neuköllner Gemeinschaftsgarten Prachttomate erworben, um einen Fünfgeschosser zu errichten. Ausschließlich Eigentumswohnungen für Selbstnutzende sollen entstehen, wie uns die Baugruppe in einem Gespräch mitgeteilt hat. Die Stadt wird weiter ausverkauft.
Aktuell liegt der Kaufvertrag zur Prüfung beim Bezirksamt Neukölln, denn das Grundstück befindet sich im Sanierungsgebiet Karl-Marx-Straße. Der Bezirk hat in diesem Rahmen nun die einmalige Möglichkeit, das Vorkaufrecht auszuüben und dadurch dieses und ein weiteres privates Grundstück zu erwerben, um darauf die Versorgung des Gebietes mit sozialer, kultureller oder sportlicher Infrastruktur sicherzustellen. Sanierungsgebiet wie Stadtteil benötigen zuzugsbedingt dringend mehr Kitas. Auch an niedrigschwelligen kulturellen und Freizeiteinrichtungen fehlt es, die auf kleinräumliche Bedürfnisse zugeschnitten sind. Und an Sportflächen. Hier gilt es anzusetzen. Und eben nicht an der Förderung von eigentumsbildenden Privatinteressen.

Beide aufzukaufenden Grundstücke dürften vorsichtig geschätzt bei einem Marktwert von etwa 1,4 Mio € liegen, Folge der nach wie vor ungebremsten Spekulation. Finanzsenator Kollatz-Ahnen hat bezüglich des Kaufs bereits abgewunken, wie uns Baustadtrat Biedermann gegenüber erklärte.
Dabei steht für solcherart Aufkäufe der Fonds Sondervermögen Infrastruktur der wachsenden Stadt (Siwana) zur Verfügung. Und die Zeit drängt, da die Zwei-Monatsfrist zur bezirklichen Prüfung des Kaufvertrages bereits schon am 18.03.18 enden könnte.
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Wuchermieten bei Akelius

Die Immobilienfirma Akelius verlangt Wuchermieten von 25 € pro m² Kaltmiete für eine 25,8 m² grosse Wohnung in der Sonnenallee 99 im Norden Neuköllns. Die passende Antwort steht auf einer Hauswand von Akelius im Schillerkiez.

Akelius enteignen!

weitere Infos zu Akelius .

Neues von den Wänden

und von den Häusern

Aus der Reihe „Beiträge zur politischen Meinungsbildung im Neuköllner Norden“, hier im Schillerkiez und Reuterkiez.

sterile Ordnung

Eure Welt aus Ordnung, die ist uns zu steril / Weisestrasse

Das Viertel bleibt dreckig

Das Viertel bleibt dreckig / Allerstrasse

An dem Haus Friedelstr. 54 in Neukölln mit dem geräumten Kiezladen Friedel54 hängt seit Freitag wieder ein Transparent:
WIR BLEIBEN ALLE! Soziale und widerständige Orte schaffen und erhalten! / Friedelstr. 54

Warum steht hier : Warum hängt an der Friedelstraße 54 wieder ein Transparent?!

Update vom 12.2.2018:

Die Geschwindigkeit, mit der gerade explizit politische Parolen von den Wänden entfernt werden, kann mittlerweile als Gradmesser für Gentrifizierung angesehen werden. Die Immobilienfirma Akelius , der das Gebäude Weisestr. 18 gehört, liess bereits heute das Übermal-Kommando anrücken, damit die sterile Ordnung auch gewahrt bleibt.

Kiezladen Friedel54 in Aktion

Donnerstag, 8.2.2018 , Stadtteilladen Lunte , Weisestr.53

Tresen der Friedel54 im Exil mit dem üblichen Programm:
19.00 Uhr: Mietrechtsberatung
20.00 Uhr: Warmes Essen, kalte Getränke, Dosenbier und Punkrock

Freitag, 9.2.2018 die UnvermietBar öffnet wieder – 18 bis 20 Uhr –

Auch im neuen Jahr öffnen wir wieder die UnvermietBar direkt vor der Friedel54.

Wir laden alle Menschen ein, die mit uns gegen Verdängung und für selbstverwaltete Räume den Becher erheben wollen. Es gibt kaltes Bier und wärmenden Glühwein und eine nicht-alkoholische Alternative. Dazu beschallen wir euch mit konservierter Musik und verteilen ausgewählte Broschüren. Zieht euch warm an und trinkt mit uns auf das Weiterbestehen der Friedel54!

Dieses Mal gibt es sogar etwas zu feiern. Was, verraten wir noch nicht.

Unvermietbar Friedel54

Akelius baut aus

Die Immobilienfirma Akelius besitzt im Neuköllner Norden immer mehr Häuser. Bisher ist sie mit besonders dreisten Neuvermietungsmieten bekannt geworden. Da werden z.B. im Schillerkiez für kleine Wohnungen schon mal Kaltmieten von mehr als 20 Euro pro QM verlangt, siehe auch diverse Artikel auf diesem Blog über Akelius .

Nun schaffen sie auf einmal Wohnraum, wo vorher Gewerberaum war, und zwar in dem Eckhaus Allerstr. 30 / Lichtenrader Str. 38. Dort war zwischen 2015 und 2016 ein italienischer Pub, der aber nicht lief und schon im Sommer 2016 dicht machte. Danach stand der Laden leer, im Oktober 2017 begann das Entrümpeln und Entkernen der Räume. Jetzt sind die Türen zugemauert und neue Fenster eingesetzt. Entstehen sollen drei Wohnungen ( wahrscheinlich nur 1-Zimmerwohnungen), die nach Fertigstellung irgendwann zu den bekannten Höchstpreisen vermietet werden, denn mit den Wohnungen lässt sich viel mehr Proftit erzielen wie mit dem Gewerberaum.

Derzeit bietet Akelius in dem Haus folgende Wohnung an:
1 Zimmer mit Duschbad 700 € Kaltmiete für 46 m² , macht 15,28 € pro m²

Allerstrasse 30




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