Archiv für Januar 2017

35 freie Wohnungen!

Demnächst in der Weisestr. 47
Interessiert?

Ein exemplarisches Beispiel von Leerstand und Wohnraumvernichtung ist die Weisestr. 47 im Schillerkiez in Nord-Neukölln. Über 10 Jahre hat die Henning Conle GmbH & Co. KG das Haus fast komplett leerstehen lassen. Seit September 2016 wird das Haus Weisestr. 47 saniert und bewohnbar gemacht. Das ist gut! Denn viele Menschen in dieser Stadt brauchen Wohnungen, vor allem gering Verdienende, Wohnungslose und Geflüchtete.
Deshalb fordern wir den Besitzer auf, sein Haus nach vollendeter Sanierung diesen Menschen zur Verfügung zu stellen.
10 Jahre Leerstand sind genug! Wir wollen darüber reden!

Dienstag, 31. Januar 2017 um 20 Uhr
Nachbarschaftstreff Schillerkiez, Mahlower Str. 27

im Rahmen des offenen Stadtteiltreffens im Schillerkiez.

Infos und Artikel zu dem Haus unter: Weise47 übernehmen

35 Wohnungen frei Weise 47

Update vom 2. Februar 2017:

Bei dem Treffen waren ca .25 Menschen anwesend. Es wurden Informationen und Erfahrungen ausgetauscht und bei einem weiteren Treffen am Dienstag, den 28. Februar um 20 Uhr am gleichen Ort sollen konkrete Schritte angegangen werden.

Aktionen gegen Nazis in Neukölln

Nach einer Reihe von Nazi-Anschlägen in Neukölln in den letzten Monaten werden Nazis und AFD aus ihrer Anonymität geholt.

Vor einer Woche wurde das Haus Lichtenrader Str. 37 im Schillerkiez mit Parolen versehen. Hier wohnt Jörg Kapitan, der Vorsitzende der AFD-Fraktion in der Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung (BVV).

Lichtenrader Str. 37 Jörg Kapitän

Lichtenrader Str. 37 Jörg Kapitän

Nach einem Bericht von indymedia gab es am 19. Januar [B] Besuch bei Rock‘n Schröders .

„Am Donnerstag, den 19.01.2017 haben wir der am 02.09.2016 eröffneten rechtsoffenen Kneipe „Rock‘n Schröders“ in der Silbersteinstraße 63 einen Besuch abgestattet und für einen hoffentlich großen finanziellen Schaden gesorgt.“
Anscheinend flogen Steine gegen die grossen Glasscheiben, die aber nur paar Spuren hinterliessen.

Am gestrigen Freitag (20.1.2017) besuchten engagierte Antifaschisten den NPD-Nazi Thom an seinem Wohnort, siehe Besuch bei Nazi am Käthe-Dorsch-Ring 10.

„Nach den Nazi-Attacken der letzten Wochen in Berlin-Neukölln wurde heute abend einer der Urheber, der Neonazi und NPD-Aktivist Sebastian Thom, im schönen Rudow besucht. In seinem Wohnumfeld (Käthe-Dorsch-Ring 10) wurden Flyer gesteckt und Plakate mit seinem Konterfei geklebt. Außerdem wurde sein Wohnhaus markiert. Nach kurzen Redebeiträgen löste sich die Gruppe von rund 50 Aktivist_innen wieder auf.

Sebastian Thom ist für diverse Aktivitäten der NPD und des ­„Nationalen Widerstands Berlin“ In Neukölln verantwortlich. Seine Neonazikarriere begann vor knapp 10 Jahren. Damals war er ein zentraler Akteur der jungen Rudower Neonaziszene. Später schloß er sich der NPD an. Im Fokus dieser damals noch jungen Neonaziszene, lag die in Britz gelegene Jugendeinrichtung der Falken. Im Jahr 2011 wurde das „Anton-Schmaus Haus“ durch zwei schwere Brandanschläge schwer beschädigt. Vor drei Monaten brannte ein Auto einer Mitarbeiterin und nun in der Nacht vom 13. auf den 14. Januar 2017 gab es erneut einen Brandanschlag auf die Falken. Diesmal traf es das Auto einer Gruppenleiterin, die auch für die SPD in der Bezirksverordnetenversammlung sitzt.“

Nazi Thom Neukölln

Kundgebung gegen AFD-Stadtrat am Mittwoch, den 25. Januar 2017
Aufstehen gegen Rassismus – Auch Neukölln braucht keine AfD
um 16 Uhr Vorplatz Rathaus Neukölln

Andrej Holm, die Stadt Berlin und der Hass

Was sollen wir sagen? Diese Stadt hungert förmlich nach einem Aufstand – denn diese korrupte Politiklandschaft ist nicht reformierbar.

Andrej Holm ist gerade zurückgetreten worden. Die SPD ist was sie schon immer war: ein verkommener neoliberaler Scheißverein. Und der Müller macht den Wowereit. Seine hohles Machtwort, warum Holm nicht tragbar sei, wirft ein Bild auf die Koalition und den Koalitionsvertrag. Die Stadt und die SPD kann es sich noch nicht einmal leisten einen kritischen Reformer in die Regierung zu ertragen.
„Seine Interviews und Aussagen in dieser Frage (Stasimitgliedschaft Anm. Red.) zeigen mir, dass er zu dieser Selbstprüfung und den dazugehörigen Rückschlüssen nicht ausreichend in der Lage ist“, so Müller. Wischiwaschi-blabla. Andrej war von Anfang an auf verlorenen Posten. Er war zu sehr Mensch, zu wenig Taktiker, zu wenig Machtpolitiker, zu wenig Parteiarsch oder kühler Verwaltungshengst. Das haben diejenigen gespürt, die ihn als Hassobjekt für sich brauchten. Was immer er verlauten ließ, es hatte eh keinen Sinn. Die hassschäumende Stasiopfergemeinde …

Die hassschäumende Stasiopfergemeinde waren mit dem Fallbeil unterwegs – die nützlichen Idioten machten es der Bauwirtschaft, den Investoren und dem SPD-Filz leicht, die kaum dirigierend eingreifen mussten (aber es dennoch taten und manchmal dabei Gesicht zeigen mussten, nicht aber deren Hintermänner!). Diese SPD, ein neoliberaler Wahlverein, der sich einen Scheiß um die Wurzeln sozialer Probleme kümmert, hat nur einmal mehr hinlänglich bewiesen wo er steht. Als die ersten Kommentare vor Weihnachten aus der SPD kamen, die Holm`s Rücktritt forderten, da schweig Müller und pfiff seine Fußtruppen nicht zurück.
Und die „Linke“? Die hat Holm in diese Situation manövriert, schutzlos den Hyänen ausgesetzt und als Staatssekretär berufen. Dabei war klar, das Andrej zerfleischt werden wird. Wenn nicht an der Stasigeschichte, dann später an anderen Fragen. Eine „Linke“, die in der Wohnungsfrage eh schon bekanntermaßen acht Jahre lang neoliberale Politik mit der SPD in der Regierung umsetzte, was ist von der zu erwarten? Etwas das sie etwa zurücktritt und jetzt die Koalition platzen lässt, weil keine soziale Mietpolitik mit der Regierung möglich ist? Lächerlich. Man will die Macht. Wozu ist man sonst Partei?
Schlimm auch waren diese ganzen Petitionen gewesen, dieses „unser Andrej muss bleiben“, dieser Diener vor dem Amt des Staatssekretärs und somit vor einer Regierung. Als würde Holm sich gegen die Betonfraktionen und Parteitaktiken durchsetzen können, gegen die SPD verfilzte Bauverwaltung, gegen eine „Linke“ und ihrer Realpolitik. Als ist der Staatsekretär die Lösung des Problem in dieser Stadt (an der Mietfrage). Als könne er überhaupt etwas in Bewegung bringen, wo es kaum Bewegung gibt und Teile der Mieter*innenbewegung eher Richtung einer korrumpierten Machtpolitik aus schlägt. Als gäben die Verhältnisse das her. Als wäre mit der Wahl ein Paradigmenwechsel eingetreten wie einige aus Macher*innen, die mit der Politik kuscheln, herbei halluzinierten…
Es gab nie Paradigmenwechsel. Ohne Kampf, ohne Widerstand, ohne der Wut der Beherrschten gegen die Obrigkeit, gegen die Investoren und Knalltüten in den Verwaltungen wird alles so bleiben wie es ist. Staatsekretär Holm hin oder her.
Andrej, glaub uns, lieber eine Ende in Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Wir sind froh das Du den Scheißhaufen namens Regierung verlässt, die schmutzigen Machtkämpfe und die Machtpolitik, in der Du zum Spielball wurdest. Klar geht man aus so einer Schlammschlacht erst mal beschädigt raus, auch emotional. Aber Du wirst dran wachsen. Auch wenn Dein Ausflug in die große Politik ein Irrweg war, eine Versuchung die Dir vermeintliche „Genossen“ angetragen haben und die Du angenommen hast, wir haben Dir einen Platz freigehalten! Nimm es mit Würde. Lach über diesen hässlichen Ausflug, zahle es ihnen mit der Aufrichtigkeit Deiner Arbeit heim. Und wir brauchen Deine Expertise hier draußen! Für einen außerparlamentarischen Widerstand.
Für uns hat sich nix geändert – Der Kampf geht weiter!
Niemand wird allein gelassen!
Onkel Hubert, Omi und ihre Enkelin (Gastkommentar)
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übernommen von karlapappel

Andrej Holm, die Stadt Berlin und der Hass

Ein weiterer lesenswerter Kommentar findet sich bei indymedia.linksunten:
Der Traum ist aus Die Causa Holm ist Ausdruck eines desaströsen Realitätsverlustes der Berliner Linken.

Strategischer Leerstand

in der Weisestr. 2

Strategischer Leerstand Weisestr. 2

In diesem Haus stehen vier Wohnungen leer, die Immobilienagentur Wacker Immobilien bezeichnet dies in einer Verkaufsannonce „Altbau MFH mit Ausbaupotential im Neuköllner Schiller-Kiez an der Tempelhofer Freiheit!“ mit dem zynischen Begriff „Strategischer Leerstand“. Weitere 3 Wohnungen würden demnächst leer werden. Und warum? Das Haus soll für 5.125.000 € verkauft werden, und je weniger Mieter, desto besser lässt sich das Haus verkaufen. Zumal Eigentumswohnungen entstehen sollen, die Abgeschlossenheitsbescheinigung gab es schon im März 2016 und die Teilungserklärung im November 2016. Soviel zum Thema Milieuschutz und seine Wirksamkeit.
Den Link zur Annonce gibt es explizit nicht.




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