Archiv für Oktober 2016

Kiezspaziergang Schillerkiez 6. November

Vor 3 jahren gab es den letzten selbstorganisierten Kiezspaziergang im Schillerkiez. Seitdem hat sich einiges verändert und es ist an der Zeit, darüber zu informieren und sich auszutauschen. Denn:

Es geht aufwärts im Schillerkiez!

Die Mieten steigen immer weiter.
Die Reichen werden mehr.
Wer nicht zahlen kann, muss gehen.

Kiezspaziergang Schillerkiez 6.11.2016

Kiezspaziergang

Sonntag, 6. November 2016, 15 Uhr
Treffpunkt : Lunte, Weisestrasse 53
(U-Boddinstrasse)

proudly presented by
Schillerkiez Hypo Investment Tours

27. Oktober: Kundgebung gegen AFD

Neukölln braucht keine AfD!

Rassismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.
Kommt zur Kundgebung „Aufstehen gegen Rassismus.
Neukölln braucht keine AfD! Niemand braucht die AfD!“

Kundgebung gegen AFD

Image Details:
Am 27.10. wählt das neue Neuköllner Bezirksparlament (BVV) die Stadträte. Die AfD wird mit acht Sitzen in die BVV einziehen; und damit wird sie einen Stadtrat in Neukölln stellen.

In der AfD arbeiten Nationalkonservative mit völkischen Rassist*innen Hand in Hand.

Diese Partei stempelt Migrant*innen, Muslime und Geflüchtete zu Sündenböcken. Die Folgen dieses Rassismus spüren die Betroffenen bereits heute durch zunehmende gewaltsame Angriffe und verbale Anfeindungen. Die geistigen Brandstifter dieser Übergriffe sind u.a. in der AfD – und damit nun auch in der BVV.

Die Hetze der AfD richtet sich auch gegen alleinerziehende Frauen und queere Menschen. Sie passen nicht in das Weltbild der AfD, die weiter von einem Deutschtum träumt, welches 1945 den Krieg verloren hat, aber spätestens 1968 endgültig untergegegangen ist.

Wir wollen ein Berlin, in dem Homosexuelle, Muslime, Juden, Sinti und Roma und Geflüchtete – kürzer gesagt alle Menschen – ohne Angst leben können. Wir wollen in einer weltoffenen Großstadt leben und nicht in einer völkischen 40er Jahre Eintopfgesellschaft.

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Aufruf vom Bündnis Neukölln

Räumungsprozess gegen Friedel54

Am 20. Oktober um 9:00Uhr findet im Amtsgericht Neukölln im Raum 2.13 der Räumungsprozess gegen den Kiezladen in der Friedelstr. 54 statt.

Seit Wochen versucht unser Anwalt den Termin zu verschieben, da er an dem Vormittag bereits einen anderen Termin hat, aber dem Gericht geht die Verdrängung in Neukölln offenbar nicht schnell genug. Würde die dubiose Eigentümerin „Pinehill s.a.r.l.“ den rechtskräftigen Räumungstitel an diesem Donnerstag erhalten, könnte in nur 3 Wochen ein*e Gerichtsvollzieher*in, die Friedel räumen lassen.

Aber wir geben den Kampf nicht auf, deshalb machen wir am 20. Oktober ab 8:30 Uhr eine Kundgebung vor dem Amtsgericht Neukölln (U-Bahnhof Rathaus Neukölln). Wir rufen alle Leute, die es satt haben, immer weiter verdrängt zu werden, dazu auf, zur Kundgebung vor das Amtsgericht Neukölln zu kommen oder im Raum 213 die Verhandlung zu verfolgen. Beachtet dazu, dass es im Gericht Einlass- und Ausweiskontrolle gibt.

Dieses Mal trifft es uns in Berlin. In Hamburg trifft es gerade das Kollektive Zentrum. Beim nächsten Mal wieder Gefährt*innen vom M99, von der Rigaer94 oder Nachbar*innen wie LeBrecht, Unser Block Bleibt oder all die namenlosen und ungezählten Menschen, die keine starke Hausgemeinschaft finden, und die wir schon in ein paar Wochen nicht mehr in unserer Nachbarschaft sehen werden.

Wir wollen selber entscheiden, ob wir gehen oder bleiben. Ob mit Pass, Staatsbürgerschaft und Mietvertrag oder ohne.
Wir bleiben Teil der antifaschistischen Struktur im Kiez gegen Rechtspopulismus, Neonazismus und Rassismus.
Wir wollen selbstverwaltet und unkommerziell unseren Alltag gestalten und unseren Interessen nachgehen.
Wir wollen den Vermieter*innen nicht unsere Löhne geben, mit der einzigen Begründung, dass sie jetzt schon zu viel Geld und Eigentum haben.

Deshalb fordern wir die „Pinehill s.a.r.l.“ dazu auf, die Räumungsklage zurückzuziehen und der Hausgemeinschaft Friedelstraße 54 das Haus zu verkaufen!

Für alle, die uns unterstützen wollen, einige Termine in naher Zukunft:

  • 20.10. ab 8:30 Uhr – Kundgebung vorm Amtsgericht Neukölln (U-Rathaus Neukölln)
  • 25.10. ab 20 Uhr – Offenes Unterstützer*innentreffen im Kiezladen. Alle Infos zur aktuellen Situation und Strategien für den Kampf dagegen
  • 29.10. ab 19 Uhr – Party in der Friedel54. Programm folgt bald.
  • 19.11. um 16:30 Uhr – Kiezdemo gegen Gentrifizierung und die Räumung des Kiezladens Friedel54. Mehr Infos folgen bald.

Mehr Infos über den Kiezladen hier:
Blog | Facebook | Twitter

Unterstützt selbstverwaltete Freiräume in eurer Nähe!
Die Häuser denen, die drin wohnen!

Friedel54 kämpft

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ein Aufruf aus der Friedel54

Zukunft Neukölln

Es geht voran!

Die Wahlen sind vorbei und in Neukölln wird alles gut. Die SPD und die Grünen in der Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung (BVV) haben sich Sonntagabend nach langen Verhandlungen auf eine Zählgemeinschaftsvereinbarung in der BVV verständigt:
„Unter dem Titel “ Sozial.Weltoffen.Innovativ“ sind 150 Vorhaben für Neukölln für 2016-2012 in 14 Kapiteln vereinbart worden.“
Das teilte Bürgermeisterin Giffey per Facebook mit Es ist geschafft .

Die Realität zeigen diese Bilder.

Abriss Heidelberger Str. 15-18

Foto vom 10.10.2016
Der Abriss preiswerten Wohnraum in der Heidelberger Str. 15-18 geht weiter. Dazu auch den Text auf diesem Blog Abriss Heidelberger Str. 15-18

Bauprojekt Ahoj

Foto vom 10.10.2016
Der Aufbau teurer Eigentumswohnungen in der Böhmischen Strasse 53 in Rixdorf schreitet voran, trotz Protest gegen Ahoj-Bauprojekt in Rixdorf vor einem Jahr.

Kein Bock auf Hipster-Party-Pack

Also kein Wunder, dass manche keinen Bock mehr haben. Protestplakat auf der Schillerpromenade.

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wer noch Zahlen braucht zu Verdrängung und Aufwertung in Berlin, findet interessante Infos beim RBB:
Datenanalyse zum Berliner Mietwohnungsmarkt

Abriss Heidelberger Str. 15-18

oder die Vernichtung billiger Wohnungen

Menschen suchen dringend bezahlbaren Wohnraum in Berlin. Alle reden von Wohnungsnot, der man dringend begegnen muss. In Norden Neuköllns, an der Grenze zu Alt-Treptow geht es jetzt voran. Mehrere Häuser mit ingesamt 66 Wohnungen , die für Menschen mit wenig Geld bezahlbar waren, werden abgerissen, um Platz für einen teuren Neubau zu schaffen. Die dort entstehenden Wohnungen werden die wenigsten der bisher dort Lebenden bezahlen können. Sie haben sich jahrelang gewehrt, am Anfang des Jahres waren noch mehrere Wohnungen bewohnt. Die Letzten haben sich rauskaufen lassen. Es gab Aufrufe zu Besetzungen, aber niemand wollte. Es gab die Idee , wenigsten vorübergehend Flüchtlingen dort Wohnraum zu geben, aber das wollten die verbliebenen Mieter nicht.
Nun hat seit einigen Tagen der „Abriss“ oder vielmehr die Zerstörung bezahlbaren Wohnraums begonnen.

Heidelberger Str 15-18 Abriss Wohnraum

Heidelberger Str 15-18 Abriss Wohnraum

Artikel zur Heidelberger Strasse 15-18 und den Hintergründen bei der Stadtteilinitiative Karla Pappel und hier auf dem Blog Texte zur WBV




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