Archiv für Mai 2016

Offene KiezGesellschaft #4 am 1. Juni

Offene Kiezgesellschaft 4

Weitere Infos beim facebook-Event

28. Mai: Kiezspaziergang Rixdorf

Kiezspaziergang Rixdorf 28. Mai 2016

Schwerpunkt sind diesmal die Themen Verdrängung und Verdichtung. Wir drehen eine kleine Runde durchs Dorf und schauen uns die aktuellen Entwicklungen in Rixdorf bezüglich Mietensituation, Neubau hochwertiger Eigentumsanlagen auf den letzten verbliebenen Freiflächen, Luxusmodernisierung, Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen und – man mag es kaum glauben – gewolltem Leerstand, an. Doch Wohnraum sollte keine Ware sein! Also kommt alle zum Kiezspaziergang!

Wir freuen uns auf Euch,
das Rixdorfer Kiezforum

Infowand protestiert gegen Säuberung

Der Kampf um die beliebte Infowand an der Herrfurthstrasse Ecke Weisestrasse im Neuköllner Schillerkiez geht weiter. Am Dienstag ( 25. Mai) sah sich die Hausverwaltung nach der letztem Komplettsäuberung vom 18.5. veranlasst, das Grossplakat gegen die AFD zu entfernen. Die Wand sah am Dienstag so aus:

Infowand Schillerkiez 24.05.2016

Heute morgen bot sich dann dieser Anblick

Infowand Saubere Wände

Saubere Wände höhere Mieten

und um die Ecke in der Weisestrasse prangt ein Kommentar:

 Weisestr. 16 : Fresse

26. Mai: Veranstaltung zu Ferienwohnungen

Veranstaltung: Berlin und Airbnb ... was sagen die Zahlen?

Donnerstag, 26. Mai 2016, 19:00 bis 22:00 Uhr in Berlin

Berlin und Airbnb … was sagen die Zahlen?
Informations- und Diskussionsveranstaltung zur Ferienwohnungsproblematik im Kiez

„Willkommen zu Hause“ – so wirbt Airbnb für über 11.000 Wohneinheiten für Touristen in Berlin. Bei circa 1,9 Millionen Wohnungen im Stadtgebiet entspricht dies 0,4 % aller Berliner Wohnungen. Diese
Übernachtungsmöglichkeiten befinden sich vor allem in den Kiezen und Straßenzügen, die in den letzten Jahren von Aufwertungsprozessen und besonders hohen Mietsteigerungen betroffen waren, möchten doch die Nutzerinnen und Nutzer von Airbnb dort Urlaub machen, wo das Leben tobt. So tragen Ferienwohnungen eine Mitschuld an der Verknappung von bezahlbarem Wohnraum in den angesagten Innenstadtvierteln Berlins.
Gleichzeitig wohnen in diesen Kiezen auch jede Menge Menschen, die ihr prekäres Leben durch gelegentliches Untervermieten eines Zimmers über „Sharing-Portale“ wie Airbnb aufbessern müssen.
Ab 30. April 2016 soll nach dem Willen des Senats Schluss sein mit den aus dem Boden sprießenden Ferienwohnungen. „Zweckentfremdungsverbot“ heißt das auf Behördendeutsch. Dass es zu dieser Maßnahme überhaupt kam, ist eine Folge davon, dass die Wohn- und Mietsituation das zentrale stadtpolitische Thema in Berlin ist.

Vor der Diskussion, wie mit Ferienwohnungen umzugehen ist, wollen wir erstmal Daten und Fakten liefern. Hierfür haben wir Alsino Skowronnek und Jonas Parnow vom Datenprojekt airbnbvsberlin.de eingeladen. Die Mietsituation in den betroffenen Kiezen erläutert Dr. Andrej Holm (Stadtforscher HU-Berlin).

Moderation: Nina Scholz (freie Journalistin)

Kosten: 2,00 Euro; ermässigt 1,00 Euro ( eine Veranstaltung des Verein Helle Panke e.V.

Veranstaltungsort:
Regenbogenfabrik
Lausitzer Straße 22
10999 Berlin

Unser Block bleibt!

Wir haben vor einer Woche über die geplante Zwangsversteigerung im Reuterkiez berichtet. Die Bewohner beginnen sich zu wehren, es gibt eine Website Unser Block bleibt! auf der eine Pressemitteilung abgedruckt ist, die hier auch veröffentlicht wird.

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Monopoly – Neuköllner Häuserblock wird verschachert
Mieter der Häuser sehen nicht tatenlos zu

(22.05.16) Neukölln – vor kurzem noch ein No-Go für viele Berliner – ist in den letzten Jahren in den zweifelhaften Ruf eines von Immobilienspekulanten besonders ins Visier genommenen Bezirks Berlins gekommen. Die Preise sind in den Himmel geschossen, es werden Preise weit über den Ertragswerten der Häuser mit teils sehr alten, gewachsenen Mieterstrukturen und entsprechenden Mietverträgen von häufig 40- oder auch 50-jährigem Bestand gezahlt – der Markt ist überhitzt, wie man so schön sagt.

Im Herzen Kreuzköllns wird in Kürze ein ganzer Wohnkomplex zwangsversteigert. Insgesamt 14 Häuser in der Framstraße, Nansenstraße und Pannierstraße, die bisher einer Erbengemeinschaft gehörten, sollen einer Teilungsversteigerung mit ungewissem Ausgang anheimfallen. Drei weitere Häuser in der Pflügerstraße sollen unter Umständen auch versteigert werden. Ebenfalls betroffen ist eine Gewerbefläche im Innenhof. Hier arbeitet seit vielen Jahren eine Gruppe von Künstlerinnen und Künstlern in ihren Ateliers.
Die Bewohnerschaft der Häuser stellt noch ein Stück nicht-gentrifiziertes Neukölln dar. Hier leben neben regulär Erwerbstätigen ältere Leute – oft mit niedriger Rente, Familien mit Kindern, Studierende, Hartz 4-Empfänger, prekär Beschäftigte und Künstler in guter und stabiler Hausgemeinschaft miteinander.

Die etwa 300 Mieterinnen und Mieter, die teilweise seit 40 oder 50 Jahren in ihren Wohnungen leben, haben nur zufällig von der Versteigerung erfahren. Gerüchte machen die Runde, wer der neue Eigentümer werden wird. Bei einem Objekt dieser Größe und einem gerichtlich angesetzten Verkehrswert von insgesamt ca. 15 Millionen Euro darf man ruhig das Schlimmste befürchten. Wird es ein „global player“ werden? Wird der Milieuschutz, der seit Februar 2016 für den Reuterkiez gilt, greifen? Und was folgt danach?

Die Mieterinnen und Mieter der betreffenden Häuser sind alarmiert und waren sich in einer sehr kurzfristig einberufenen Häuserversammlung einig: Wir lassen uns nicht vertreiben! In Windeseile haben sie sich zu Arbeits- und Aktionsgruppen zusammengefunden und suchen nun den Dialog mit Senat und Politik. Doch die Situation ist schwierig. Bei einer Zwangsversteigerung fallen einige Rechte weg. So ist, anders als bei regulären Verkäufen, auch das Vorkaufsrecht der Stadt ausgehebelt.

Dennoch lassen sich die Bewohnerinnen und Bewohner nicht entmutigen. Sie hoffen, durch ihr Engagement auf einen guten Ausgang hinarbeiten und auch in Zukunft in einer so guten und funktionierenden Nachbarschaft wohnen zu können.

Weitere Infos und Aktionen folgen in Kürze!

Die Mieterinnen und Mieter der Häuser Fram | Nansen | Pannier | Pflügerstraße

Unser Block bleibt!

Update vom 25.5.2016:

Artikel in der Berliner Zeitung vom 25.5.2016:
Neukölln Häuserblock im Reuterkiez könnte zwangsversteigert werden




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