Archiv für Oktober 2015

Ohne QM

Das Quartiersmanagement (QM) Schillerpromenade bleibt ungeliebt im Schillerkiez. Immer mehr Graffitis „Ohne QM“ sind mittlerweile in der Gegend zwischen Hermannstrasse und Tempelhofer Feld zu finden.

Ohne QM

Ohne QM

Ein wütender Text gegen das QM vom Ende September ist sogar auf der Facebook-Seite des QM zu finden.
Daraus der letzte Absatz:
„Schaut euch mal in der Gegend um und denkt nach – an fast jeder Wand und Ecke sind „ohne QM“ Stencils. Keiner entfernt sie, keiner verdeckt sie. Doch sicher nicht, weil wir einen Kiez mit QM für möglich halten. Ihr seid eine reine Besatzungsmacht. Taucht aus dem Nichts auf, breitet euch aus, drängt uns eure Sitten und Regeln auf und seid dann baff, dass man euch nicht dafür noch lobt. Kaum zu glauben, dass ihr echt seid bzw dass so etwas wie ihr heutzutage möglich ist. „Verschönert“ euch selbst, bevor ihr ungefragt unseren Lebensraum „verschönern“ wollt. Denn „Asoziales Zentrum“ trifft es genau auf den Punkt.“

Ein grundsätzlicher Text zum QM Quartiersmanagement, Nein Danke!

weitere Texte zum QM auf diesem Blog

30 Jahre Syndikat im Schillerkiez

Manche Kneipen sind verschwunden, das „Syndikat“ hat überlebt. Die linke Kollektivkneipe „Syndikat“ in der Weisestrasse 56 feiert ihr 30jähriges Bestehen mit einer Fete am 31. Oktober im „Clash“ im Mehringhof ab 21 Uhr. Mit dabei Smelly Family und Slamtilt.

30 Jahre Syndikat Neukölln

Das Herrfurth-Eck ist weg

Das „Herrfurth-Eck“ war eine der letzten traditionellen Eckkneipen im Schillerkiez. Direkt hinter der Genezarethkirche gelegen, war sie ein Ort für die, die sich in den neuen „Szenekneipen“ nicht willkommen fühlen. Eine Alternative zur hippen Gastronomie auf der Rennstrecke zum Tempelhofer Feld. Im September wurde der Laden zugemacht, es gab ein Treffen für potentielle Nachfolger. Einige Menschen aus dem Kiez wollten die Kneipe weitermachen, aber das grosse Geld hat leider gewonnen. Wahrscheinlich wird nun ein neuer Touri- und Yuppie-Schuppen entstehen. Die Kneipenschilder wurden entfernt und wir werden sehen, was kommt.

Herrfurth-Eck Schillerkiez 4.10.2015

4. Oktober 2015

Herrfurth-Eck Schillerkiez 25.10.2015

25. Oktober 2015

Einen interessanten Einblick in die Geschichte vermittelt ein Artikel aus dem Focus, der vor genau 14 Jahren am 15.10.20o1 erschien, eine Gegenüberstellung von Helmholtzplatz und Herrfurthplatz.
Reportage: Absturz West, Aufbruch Ost
„Berlin, zerrissene Hauptstadt: hier Armut, Alkohol und leere Läden. Dort coole Bars, teure Lofts und Szenevolk. Die Geschichte zweier Plätze zwölf Jahre nach der Wende“

Der letzte Abschnitt des Focus-Textes: Prophezeiung, Drohung, Realität?
„Das Auf und Ab der Kieze ist das Pulsieren der Stadt. Vielleicht erreicht die Szene-Karawane eines Tages auch die Schillerpromenade. Vielleicht stehen dann die Eventmanager und Werbefritzen staunend auf der Hermannstraße und sagen: Das ist das Brooklyn von Berlin. Das ist Leben, chaotisch, anstrengend, schön. In der Metropolis scheint alles möglich. Neues Spiel, neues Glück. Eines Tages kehrt vielleicht sogar Niggemann wieder zurück.“

Wie werde ich Zeuge?

Der Stammtisch der Emserianer ( Mieterinitiative aus dem Emser Kiez ) hat sich am 26.9. mit dem Thema „Zeugen bei Wohnungsbegehungen“ befasst. Der Mietrechtsanwalt Klaus Poschmann informierte zu : „Zeugen bei Wohnungsbegehungen durch Eigentümer und Vermieter – Wie verhalte ich mich richtig?“.
Es geht um den Aufbau eines Netzwerks von Menschen, die sich als Zeugen bei Wohnungsbegehungen zur Verfügung stellen und sich so gegenseitig unterstützen. Denn Vermieter können nicht einfach die Wohnung begehen, da müssen schon triftige Gründe vorliegen. Und es ist immer besser, dabei nicht alleine zu sein.

In einem Protokoll wurden alle Informationen zusammengefasst. Es kann als PDF-Datei heruntergeladen werden:
Emserianer StammesePost, Okt. 2015

Hier das Wichtigste:

Begehungen sind nur bei berechtigten Interesse erlaubt:

> Hausverkauf (neue Verwaltung verschafft sich Überblick)
> Gefahr in Verzug (unverzüglicher Wohnungseintritt erlaubt)
> zur Planung bei Modernisierungsmaßnahmen (immer versuchen zu verzögern, denn jeder gewonnene Monat heißt ein Monat weniger Miete)
> zur Einordnung in Mietspiegel

Lasst Euch nicht an der Wohnungstür überrumpeln. Die Begehung sollte eine Woche vorher schriftlich mit Begründung angekündigt werden, damit Zeit ist, sich über die Rechtmässigkeit klar zu werden und Menschen als Zeugen zu mobilisieren.

Verhalten bei der Begehung
- Kooparationsbereitschaft signalisieren, diplomatisch wirken
- nicht auf suggestive Fragen eingehen und NICHTS zustimmen! z.B. bei Fragen wie: „So ein paar gedämmte Fenster würden Ihnen doch auch gefallen, oder?“
> mögliche Ausweichantworten: „Ich nehme das zur Kenntnis.“ / „Bitte in Schriftform.“ / „ Ist das
Thema der Besichtigung?“ / „ Ich dachte das wäre eine Besichtigung und keine
Vertragsverhandlung.“ / „Dazu kann ich nichts sagen – ich überlege mir das in Ruhe.“
- Mängel bei der Begehung melden mit dem Hinweis: „Gut dass sie hier sind, das wollte ich Ihnen auch schon mitteilen.“
- so wenig wie möglich von sich preis geben – der Vermieter soll möglichst viel von sich erzählen
- machen die Besichtiger einfach Fotos, sofort rausschmeißen oder Polizei hinzuziehen, weil dies eine drastische Verletzung des Persönlichkeitsrechts des Mieters darstellt!

Kontakte und Infos:
Website der Emserianer
Wer Zeuge sein will, sendet einfach eine Mail an: emserianer@posteo.de

Die andere Werbung

Mal wieder Neues aus der Reihe „Beiträge zur politischen Meinungsbildung im Neuköllner Norden“

CDU und SPD für Asylverschärfung

Adbusting in Berlin-Neukölln kritisiert aktuelle Asylgesetzverschärfung ,
BVG-Haltestelle am Hermannplatz

Werbetafel Ahoj-Baugruppenprojekt Rixdorf

Die Werbetafel für das Ahoj-Baugruppenprojekt in Rixdorf ( Böhmische Str. 53 )wurde umgestaltet.
Foto aus Twitter Eigentumswohnungs-Neubau „Ahoj“ in der Böhmischen Str. 53 in #Neukölln #Rixdorf: unerwünscht!
weitere Texte zu diesem Bauprojekt

Keine Werbung, aber hilfreiche Hinweise an der Oderstrasse im Schillerkiez

Du willst nicht wissen

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Bleib Dumm / Oderstrasse




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