Archiv für August 2015

Veranstaltung zum Mietenvolksentscheid – 25.8.2015

„Für die Armen gedacht, für die Reichen wie gemacht.“ (RBB v.17.6.15)
Vortrag mit Diskussion zum Mietenvolksentscheid

Investoren ergreifen die Stadt

Der Gesetzentwurf (GE), den rund 50.000 Berliner*innen mit ihrer Unterschrift bisher unterstützt haben, soll angeblich eine Wende in der sozialräuberischen Berliner Wohnungspolitik einleiten. Das behaupten jedenfalls seine Initator*innen. Aber das ist reine Propaganda, meint Karl-Heinz Schubert, der sich intensiv mit dem Gesetzentwurf befasst hat. In seinem Vortrag wird er den GE vorstellen und aufzeigen, dass nicht die proletarischen Mieter*innen einen Nutzen haben werden, wenn der Entwurf in einer Volksabstimmung angenommen wird, sondern Staat und Kapital.

Eine Veranstaltung der Onlinezeitung TREND

Dienstag, den 25. August 2015 um 19 Uhr,
Lunte, Weisestr. 53, 12049 Berlin

Lesehinweise:

Diese Kröten sind nicht zu schlucken!
Den Gesetzentwurf über die Neuausrichtung der sozialen Wohnraumversorgung in Berlin kann mensch nur ablehnen!

Der revolvierende Fonds.
Ein gewöhnlicher Vorschlag für die Profitmacherei mit Wohnraum.

Der „gläserne Sozialbaumieter“
Objekt der kapitalistischen Kostenstruktur.

Protest gegen Ahoj-Bauprojekt in Rixdorf

Für heute wurde zum Protest gegen das Bauprojekt „Ahoj“ im Richardkiez aufgerufen Investoren „begrüssen“ am 20. August in Rixdorf . Die ersten Besucher waren in Uniform und postierten sich mit mehreren Wannen vor und im Umkreis des Geländes. Mehrere Dutzend Menschen gelangten ungestört mit Protestschildern auf den Bauplatz, an dessen Ende ein Buffet aufgebaut war. Dann wurde es den Investoren zuviel und sie blockierten mit der Polizei den Zugang, gaben es dann aber auf und gewährten den ungehinderten Zugang. Eine Sambaband und Clowns machten Stimmung , Sprechchöre erschallten, Protestschilder wurden geschwenkt und ein Transparent machte klar, worum es ging. Etwa 100 Menschen waren da, die meisten gegen das Projekt. Nachdem das Buffet fast alle war, gab es den Versuch einer Spontandemo, die aber am Ausgang des Geländes von der Polizei gestoppt wurde. Nur einzeln gelang es nach und nach das Gelände zu verlassen. Auf der Strasse nervten dann die Polizisten und versuchten Ansammlungen zu unterbinden, was ihnen dann auch gelang, weil sie auch mehr Einsatzkräfte herangezogen hatten. Eine kleine Gruppe wurde von 30 Polizisten fast ne Stunde an einer Hauswand eingekesselt.

hier einige Fotos:

Protest gegen Ahoj-Bauprojekt Rixdorf

auf dem Weg zum Buffet ganz hinten auf dem Gelände

Protest gegen Ahoj-Bauprojekt Rixdorf

Protesttransparent: Den Profiteuren der Verdrängung auf die Pelle rücken

Protest gegen Ahoj-Bauprojekt Rixdorf

Protestschild

Protest gegen Ahoj-Bauprojekt Rixdorf

Polizisten in Uniform und zivil( 1x schwarze Hose, schwarzes T-Shirt/ 1x helle Hose, graues T-Shirt) und einer der Investoren ( dunkle Hose, lila T-Shirt) wollen Zugang verhindern, den sie später freigeben

Protest gegen Ahoj-Bauprojekt Rixdorf

ein sehr stinkender Willkommengruss am Eingang

Protest gegen Ahoj-Bauprojekt Rixdorf

Protest auf dem Ahoj-Baugelände

Update vom 21.8.2015:

weiteres Foto auf Twitter

Mieterecho Online, 21.9.2015 Tschüss für AHOJ – MieterInnen nutzen Nachbarschaftsfest für Protest gegen Gentrifizierung in Rixdorf

Update vom 23.8.2015:

Kurzer Bericht mit Fotos vom Kiezforum Rixdorf, 22.8.2015 Ahoj-Bauplatzbesetzung am 20.08.15

Update vom 24.8.2015:
Das Online-Magazin neukoeller.net informiert mit etlichen Fotosam 24.8. :
Ahoj Gentrifizierung!

Investoren „begrüssen“ am 20. August in Rixdorf

Abriss Böhmische Str. 53

Böhmische Str. 53 im Richardkiez: Das bestehende Gebäude wurde abgerissen, um Neubauten für Gutverdiener Platz zu machen

ahoj-Eigentumswohnungen sorgen für Mieterhöhungen und Verdrängung in unserem Kiez!

In der Böhmischen Straße 53 entstehen derzeit 68 Eigentumswohnungen für Wohlhabende, die sich Wohnungen für 414.000 Euro leisten können. Da sich so etwas „Aufwertung“ nennt und hier deswegen weiter exklusive Geschäfte und Bars aufmachen werden, werden auch unsere Mieten weiter steigen. In den letzten 4 Jahren lagen deswegen die Mieterhöhungen im Kiez bei 44%! Wir als Bewohner und Bewohnerinnen müssen ausziehen, unsere Nachbarschaft wird zerstört, wohnen sollen hier nur noch diejenigen, die angeblich das Straßenbild verschönern.
In dieser Situation laden die Investoren und Projektentwickler der Böhmischen Straße 53 zu einem „Nachbarschaftsfest“ und zum „Kennenlernen“ ein, um uns ihr Luxusbauprojekt namens „Ahoj“ vorzustellen (www.ahoj.berlin) und uns mit Kuchen zu füttern.
Aber wenn wir hier weiter wohnen bleiben und leben wollen, sollten wir uns darauf nicht einlassen. Wir wollen unseren Kiez selbst gestalten – deshalb lasst uns ihnen zeigen, was wir von ihren Plänen halten – nämlich nichts!

Macht Lärm, zeigt Euren Unmut und kommt am
Do, 20.08.15, 17 Uhr vor die Böhmische Straße 53.

SIE SAGEN AHOJ, WIR SAGEN: NICHT MIT UNS!

Neuköllner Nachbar_innen

weitere Infos zu dem Bauprojekt:
„Gut für den Kiez“?! – Zum Neubau in der Böhmischen Str. 53/54

Disconnect – keep the future unwritten!

mal was anderes: für die Freunde von Handys, Smartphones und dem ganzen digitalen Überwachungskram gibt es ein neues Poster an der Infowand in der Herrfurthstrasse:

Selfie verweigert

An die Nicht-Leser_innen!

Zuallererst, dich wird diese Nachricht sowieso nicht erreichen, da du ohne Kabel und Funkwellen gar nicht mehr leben kannst.

Bei dir ist das Erleben des Sozialen schon längst zur reinen Information reduziert. Was keinen mathematischen Berechnungsvorschriften folgt und vorsortiert wurde, kann für dich gar nicht von Interesse sein. Für dich bedeutet E=mc² : Existenz ist gleich Mensch mal Computer im Quadrat und so ist dir die Welt am liebsten. Berechenbar. Alles lässt sich in

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abbilden und der letzte Technokick aus dem Tal der weißen Männer ist für dich erstmal ein großes JA.

NEIN, es ist wirklich zu schade, dass du deine Phantasie dem Silicon Valley schenkst.

Die Machtkonzentration der Datenbündelung, die Steuerung von Datenströmen und die Erfassung jedweder Lebensäußerung beunruhigen dich nicht. Du bist schon so stumpf wie ein Roboter. Dann lass dich auch an und ausschalten. Deine Vorstellungen von Zukunft kommen aus der Filmindustrie und deine Realität nimmst du nur noch über Bilder war. Doch, dich rührt das Bild wenn Kinderhände in seltenen Erden wühlen. Mach ein selfie vielleicht weißt du dann wer du bist.

Die Maschine ist nicht sozial. Du glaubst in der Bewegungslosigkeit verharrend mit der Fernbedienung in der Hand in der Welt zu sein. Du bewegst dich virtuell im Raum, aber bedenke: Wer Auto fährt, ist ein Produkt der Automobilindustrie, daran ändert sich auch nichts wenn jemand bei dir mitfahren darf.

Disconnect – keep the future unwritten!

Unzureichende Selbstverteidigung – jetzt aus der Zukunft ausbrechen!

Eine lesenwerte und wichtige Broschüre:
Disconnect – keep the future unwritten!




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