Solidarität mit der Fuldastr. 40 am 18. Dezember

Unsere WG ist kein Gewerbe

Unsere WG ist kein Gewerbe!
Kommt zahlreich und unterstützt uns vor Gericht…

Wann ?
Donnerstag, 18. Dezember | 11:45 Uhr
im Landgericht Berlin
(Tegeler Weg 17-21, 10589 Berlin Saal I/151)

Das Haus, um das es geht, befindet sich in der Fuldastraße 40 in Neukölln. Im Oktober 2013 wurde es an die Firma BerlinWert Immobilien GmbH verkauft, die gleichzeitig ankündigte die bestehenden Mietwohnungen in Eigentumswohnungen umzuwandeln. Zuvor wurde geschickt durch den Vor-eigentümer, der betroffenen WG ein Gewerbemietvertrag untergeschoben. Den Umstand machte sich die BerlinWert Immobilien GmbH zunutze um Kündigungen auszusprechen.

Worum geht es genau?

Berlin-Neukölln Fuldastraße 40
Mit diesem kleinen Beitrag möchten wir auf ein weiteres Beispiel in der immer schneller drehenden Spirale aus Aufwertung, Verdrängung und Immobilienspekulation aufmerksam machen, die derzeit in Nordneukölln und berlinweit tobt und das Recht auf Wohnraum untergräbt.
Das Haus, um das es geht, bestehend aus Vorder/Hinterhaus, Seitenflügel und Fabrikgebäude, befindet sich in der Fuldastraße 40. Im Oktober 2013 wurde es an die Firma BerlinWert Immobilien GmbH mit Hauptsitz in Wien verkauft, die sogleich ankündigte, die bestehenden Mietwohnungen in Eigentumswohnungen umzuwandeln und gewinnbringend verkaufen zu wollen.
Wenige Monate zuvor hatte der vorherige Eigentümer einigen BewohnerInnen des hintersten Gebäudes, einer ehemaligen Fabrik, bei einem persönlichen Treffen einen Gewerbemietvertrag untergeschoben. Hinzuzufügen ist, das bis dahin Jahre lang ein sehr guter Kontakt zum Alteigentümer bestanden hatte, es hatte zuvor keinerlei Komplikationen oder Schikanen gegeben, weshalb ihm vertraut wurde.
Die BerlinWert Immobilien GmbH machte sich diesen vermutlich vorab ausgekungelten Umstand umgehend zunutze und sprach gegenüber allen GewerbemieterInnen sogleich Kündigungen aus. Um auch die übrigen MieterInnen zum Auszug zu drängen (leere Wohnungen lassen sich leichter verkaufen und hinterher teurer neuvermieten), engagierte sie die dubiose Entmietungsfirma Spreeboard, später dann Theobald Immobilien, die den
Mietparteien Auszugsprämien in unterschiedlicher Höhe anbot und mit sanftem Druck durchblicken ließ, dass sich nach erfolgten Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen ohnehin niemand von den AltmieterInnen das weitere Wohnen würde leisten können.
Bis heute ist der größte Teil der BewohnerInnen des Hauses ausgezogen. Viele haben den Deal angenommen bzw. sich dazu drängen lassen.Etliche jedoch wollen weiterhin dort wohnen bleiben und sich dabei gegenseitig unterstützen und nicht dem Druck der Gentrifizierung nachgeben. Bei einer der Mietparteien steht nun ein Gerichtsprozess an, welcher am 18.12.2014 um 11:45 Uhr im Landgericht Berlin stattfindet.
Dabei geht es um den schon erwähnten Gewerbemietvertrag, welcher in Wahrheit keiner ist. Die Firma BerlinWert GmbH versucht damit, diese MieterInnen vor die Tür zu setzen und notfalls räumen zu lassen, was schon hätte Anfang Mai 2014 passieren sollen.

Lasst uns gemeinsam unsere Unterstützung und Solidarität zeigen, Verdrängung geht uns alle an!
Zwangsräumung? Niemals!
Eigentümer kommen und gehn, Fulda40 bleibt bestehn!
Wichtig: [18.12.2014 – 11:45 Uhr | Landgericht Berlin | Tegeler Weg 17-21, 10589
Berlin | Saal I/151]
Kommt alle
!

Update: 18.12.2014

Ein ausführlicher Bericht über die Hintergründe auf Mieterecho Online vom 16.12.2014:
„Uns wurden Gewerbemietverträge untergeschoben“





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