Archiv für September 2014

Sauberer Kiez

Das Haus Weisestrasse 47 im Schillerkiez steht bis auf zwei Wohnungen seit Jahren als Spekulationsobjekt leer. Die Politik sieht sich trotz Zweckentfremdungsverbot-Verordnung machtlos Leerstand bleibt- Politik kann nix tun . Aber die Hauswand wird von unerwünschten Texten gesäubert.

Weisestr. 47 säubern

Heute in der Weisestrasse

Sauber Machen Herrfurthstrasse

Auch anderswo , in der Herrfurthstr. kurz vorm Tempelhofer Feld, wird öfter gesäubert (Foto vom August 2014)

Bleiberecht und Wohnraum für Alle – Demo 27.9.

United Neighbours
Bleiberecht und Wohnraum für Alle!

Demo United Neighbors 27.9.2014

Die Proteste um den Oranienplatz, um die besetzte Schule in der Ohlauer Straße und nun in der Gürtelstraße haben den Kampf gegen Rassismus und Kapitalismus in der Stadt auf eine neue Ebene gehoben. Wir, Geflüchtete und stadtpolitische Aktive, kämpfen gemeinsam gegen Verhältnisse, in denen unser Bedürfnis nach Wohnraum, Bewegungsfreiheit, nach Solidarität und einem selbstbestimmten Leben von Politik und Polizei unterdrückt wird.

Der Widerstand gegen das ausgrenzende Lager- und Asylsystem soll offenbar gebrochen werden: Im Falle der Gürtelstraße sind Politik und Polizei bis zum äußersten gegangen und haben den Geflüchteten jegliche Anerkennung als Menschen entzogen. Ähnliches müssen Roma-Familien erleben, die auch von öffentlichen Orten wie dem Görlitzer Park vertrieben und stetig drangsaliert werden. Auch in anderen stadtpolitischen Kämpfen wie dem gegen Mietsteigerung, Verdrängung und Zwangsräumungen gibt es Versuche, die betroffenen Menschen einzuschüchtern und eine ständige Kriminalisierung der Proteste – damit die neoliberale Stadtentwicklung widerstandslos ablaufen kann.

Wir lassen uns nicht brechen, nicht spalten und nicht trennen.

Wir wollen ein Leben ohne Angst vor Zwangsräumungen, ohne Lager, Abschiebungen und Verdrängung!

Wir kämpfen – denn es lohnt sich, wie der Widerstand gegen die Räumung der Schule und abgewendete Zwangsräumungen zeigen.

Gegen eine Stadt der Repression, der kapitalistischen Konkurrenz und des Rassismus – für eine Stadt der Menschlichkeit und Solidarität.

Kommt zur Demo am 27.9.,15 Uhr, Spreewaldplatz

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19.Sept. : Demo wg. Räumung Cuvrybrache

Kommt alle zur Demo: Heute 18 Uhr | Schlesische Straße/CuvryBrache/FreeCuvry

Pressemitteilung von Camp Cuvrystrasse

Aus unbekannten Gründen brannte gestern, Donnerstag am 18.09. eine Hütte auf der Free Cuvry (Cuvrybrache) in Kreuzberg nieder. Der Eigentümer der Fläche, die Polizei sowie die Stadt Berlin haben diesen Vorfall genutzt, um die ca. 150 Bewohner_innen von der Fläche in die Obdachlosigkeit zu treiben.
Bereits in der Nacht des Feuers mussten Bewohner_innen, darunter Familien mit Kindern, aus ihren Häusern auf die Strasse, obwohl ihre Häuser von dem Brand nicht betroffen waren. Allen Bewohner_innen wurden in der Nacht mehrmals von Einsatzkräften der Polizei und Feuerwehr versichert, dass sie nach den Löscharbeiten in Ihre Häuser zurück können und eine Räumung ausgeschlossen sei.
Doch seit heute morgen ist klar, dass die Bewohner_innen nicht mehr in ihre Unterkünfte zurück dürfen. Im Gespräch mit Bezirksamtsmitarbeiter Jörg Fläming wurde klar, dass der Bezirk keinerlei Unterkünfte für die Bewohner_innen anbieten kann. Fläming verteilte lediglich eine Liste der vorhandenen Notunterkünfte in den verschiedenen Bezirken, die allerdings auch alle voll seien.
Somit sind jetzt 150 Menschen obdachlos, um den Weg frei zu räumen für Luxuswohnungen am Spreeufer. Besonders gravierend ist die Situation für die etwa 60 Roma und ihre Kinder, die bereits mehrmals von unterschiedlichen Flächen in der Stadt vertrieben worden. Sie sind regelmäßig Opfer von Diskriminierung und Verfolgung in der Stadt.
In vielen Medien wird berichtet, dass für Unterkünfte der Bewohner_innen gesorgt würde, aber dies ist hochgradig irreführend. Tatsächlich gibt es keinen Plan, noch Platz, um die Bewohner_innen unterzubringen.
Die Bewohner_innen brauchen jetzt Unterstützung. Um 17 UHR KUNDGEBUNG Cuvry/Schlesische Strasse. Ab 18.00 UHR DEMO durch den Wrangelkiez.
Wenn Ihr könnt, kommt jetzt! Ansonsten folgt den Informationen auf twitter #cuvrybrache.

Ziegert-Immobilien nervt Kunst

Am 13. September eröffnete das neue Kindl-Zentrum für zeitgenössische Kunst auf dem Gelände der ehemaligen Kindl-Brauerei im Rollberg-Viertel mit einer Installation im ehemaligen Kesselhaus. Dies nahm die Firma Ziegert – Bank- und Immobilienconsulting GmbH zum Anlass auf ihren teuren Neubau von 119 Eigentumswohnungen unter dem Namen „12053″ gleich nebenan aufmerksam zu machen. Im neuesten Newsletter für seine Kunden macht Ziegert mit dem Titel „Zeitgenössische Kunst zum Abheben“ Werbung für die Ausstellung und Eröffnung und will sich damit ein gutes Image bei seinen Kunden verschaffen. Das kam allerdings bei den Ausstellungsmachern nicht gut an, wie die Berliner Zeitung in ihrer Ausgabe vom 13. 9. 2014 unter Ein Flugzeug hängt kopfüber in Neukölln berichtet:

„Kurator Fiedler wird nun gefragt, was er denn mit dem Immobilienunternehmer Ziegert zu tun habe, ob dieser womöglich die Vernissage am Sonnabend finanziell unterstütze. „Wir haben mit Immobilienunternehmen in der Umgebung nichts zu tun“, stellt Fiedler klar. „Wir feiern am Sonnabend hier unserer Vernissage. Aber für einen Immobilienstand ist da kein Platz.“

Nichtsdestrotrotz hat Ziegert seinen Showroom am Samstag länger als üblich geöffnet, um Besucherinnen der Vernissage anzulocken. Dort tummelt sich schliesslich sein Zielpublikum.

Weitere Artikel hier auf dem Blog Texte zum Projekt 12053 .

Gentrification is class war

Gentrification is class war

Some information for English-speaking people in Northern Neukölln

Are you a gentrifier?

Source: Gentrification is class war




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