Archiv für Juni 2014

Räumung verhindern – Flüchtlinge unterstützen – jetzt!

Heute vormittag hat die Berliner Polizei begonnen, die von Flüchtlingen besetzte Gerhart-Hauptmann-Schule in der Ohlauer Strasse zu räumen. Der gesamte Bereich ist weiträumig von der Polizei abgesperrt, Viele Unterstützer sind schon da, je mehr dorthin kommen, umso mehr kann gemacht werden. Presse wird ausgesperrt und auch Abgeordnete werden abgewiesen. 900 Polizisten , teilweise mit Maschinenpistolen, im Einsatz um einen „freiwilligen Umzug“ zu gewährleisten und heute abend feiern dann die Kreuzberger „Grünen“ ihr Sommerfest

Kommt alle und unterstützt die Flüchtlinge!
Solidemo heute 24. Juni um 19 Uhr, Kottbusser Tor!

Infos im Tagesspiegel, laufend aktualisiert Flüchtlinge kritisieren den Polizeieinsatz

Aktuelles über twitter: #ohlauer

JUNIPARK: Stadtplanerische und –politische Entwicklungen am 22. Juni

Die Nachbarschaftstage im JUNIPARK gehen weiter. Am kommenden Sonntag, den 22. Juni geht es um 15:30 Uhr im Talk 3 um „Stadtplanerische und –politische Entwicklungen“.

Im Programm zum Talk 3 der Aktionsgruppe Rederei heisst es:
„Der homo habitans, also der wohnende Mensch, eigentlich wichtigste Figur im städtischen Raum, spielt nur am Rande mit. Investorenfirmen und eine wegen Steuereinnahmen freundlich gesinnte Stadtpolitik übernehmen das Feld. Sie koppeln Wohnraum an den Geldmarkt und beugen sich vor (oder verstecken sich hinter) dem Phänomen der Gentrifizierung, der Veredelung von Stadtteilen. Wir wollen wissen, was dahintersteckt, und die verschiedenen Positionen zur Diskussion stellen. Damit wollen wir der Angstpolitik auf dem Wohnungsmarkt entgegentreten und diesen als einen Raum zum Leben zurückerobern. Kotti & Co. sprechen über ihre Protestformen und Erfahrungen, Akteur_innen aus dem Schillerkiez erzählen von ihrem Kampf gegen Zwangsräumung. Auch Immobilienfirmen, Einzelunternehmer_innen und Gastro-Betreiber_innen sind angefragt und sollen zu Wort kommen.“

Ob die angefragten Vertreter von Immobilienfirmen wirklich kommen, werden wir dann ja sehen.

Ort: St. Thomas Kirchhof zwischen Tempelhofer Feld und Hermannstrasse (ca. 100 Meter hinter dem östlichen Ende der südlichen Landebahn des Ex-Flughafens)

TUWAT Hauswand Nord-Neukölln

Hauswand Flughafenstrasse, kurz vor der Hermannstrasse

JUNIPARK: Wohnutopien am 20. Juni

Nachbarschaftstage im JUNIPARK .
Am Freitag, den 20. Juni , ist um 16 Uhr der TALK 2 zu „Wohnutopien und -realitäten in den Berliner Kiezen“

Dazu schreibt die Aktionsgruppe Rederei :
„denn nicht erst morgen leben wir …
Das Stadtforum hat sich als partizipatives Begegnungsformat zwischen Entscheidungsträger_innen und Bürger_innen in Fragen der Stadtentwicklung und -politik in den letzten Jahren etabliert. Wir drehen den Spieß um. Die vier Stationen unseres jungen Forums werden besetzt von Utopist_innen und Realist_innen aus Hausprojekten, Architekten, solidarischen Lebensgemeinschaften, Baumhausbewohner_innen und urbanen Nomaden, die Politiker_innen und Nachbar_innen der Nord-Neuköllner Kieze von ihren Träumen und realen Versuchen und Bedürfnissen erzählen. Gemeinsam mit der Nachbarschaft werden so die Fragen des städtischen Zusammenlebens, der Anforderungen an den Wohnraum und konkrete Bedürfnisse und Wünsche der jungen Berliner_innen diskutiert und visualisiert.“

Weitere Infos hier: Talk 2
Ort: St. Thomas Kirchhof zwischen Tempelhofer Feld und Hermannstrasse (ca. 100 Meter hinter dem östlichen Ende der südlichen Landebahn des Ex-Flughafens)

Musterhaus im Junipark Neukölln

Musterhaus mit Aussicht im JUNIPARK

Protest gegen „12053″ und Ziegert

Der Neubau von 119 Eigentumswohnungen unter dem Titel „12053″ auf dem Gelände der ehemaligen Kindl-Brauerei geht weiter. Mit einer Pressemitteilung vom 12. Juni zur „gestiegenen Nachfrage nach Wohneigentum in der Umgebung des Tempelhofer Feldes“ äußert sich die Firma Ziegert Bank und Immobilienconsulting auch erfreut zu den weiteren Aussichten und prognostiziert, dass der Volksentscheid zur Steigerung von Nachfrage und Preisen führt:

„Ein sprunghaft gestiegenes Käuferinteresse beobachtet Ziegert auch im benachbarten Neukölln beim Projekt „12053“. Der erste Wohnungsneubau in Nordneukölln seit über zehn Jahren liegt keine 500 Meter vom Tempelhofer Feld entfernt. Die Wohnungen dort sollen soweit als möglich an Selbstnutzer verkauft werden, hat Ziegert den Anwohnerinitiativen in der Umgebung zugesichert. Das Konzept schient aufzugehen. Seit Ende November wurden 35 der ersten 49 Wohnungen vergeben. „Die Käuferadressen haben zu jeweils einem Drittel eine 109xx oder eine 120xx als Postleitzahl“, sagt Ziegert. „Dahinter stehen Menschen, die ihren Kiez nicht verlassen und als Wohnungseigentümer an der Entwicklung Neuköllns partizipieren wollen.“ Etwas Schöneres könne es bei einem solchen Projekt nicht geben.“

Viele Menschen aus der Nachbarschaft sind da nicht so begeistert. Schon vor einer Woche musste sich der Showroom unter Polizeschutz begeben: 12053 Showroom braucht Polizeischutz . Inzwischen sind auch einige der bunten Planen verschwunden, mit denen der Baustellenzaun verdeckt ist. Auf anderen wurden die Werbetexte mit kritischen Anmerkungen ergänzt, wie die folgenden Bilder zeigen.

12053 Null Stress

12053 Enteignen

12053 Unsozial

Weitere Artikel hier auf dem Blog Texte zum Projekt 12053 .

Mietrebellen am 18. Juni

In den letzten Jahren hat sich die Hauptstadt rasant verändert. Wohnungen, die lange als unattraktiv galten, werden von Anlegern als sichere Geldanlagen genutzt. Massenhafte Umwandlungen in Eigentumswohnungen und Mietsteigerungen in bisher unbekanntem Ausmaß werden alltäglich. Die sichtbaren Mieterproteste in der schillernden Metropole Berlin sind eine Reaktion auf die zunehmend mangelhafte Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum.

Der Film ist ein Kaleidoskop der Mieterkämpfe in Berlin gegen die Verdrängung aus den nachbarschaftlichen Lebenszusammenhängen. Eine Besetzung des Berliner Rathauses, das Camp am Kottbusser Tor, der organisierte Widerstand gegen Zwangsräumungen und der Kampf von Rentnern um ihre altersgerechten Wohnungen und eine Freizeitstätte symbolisieren den neuen Aufbruch der urbanen Protestbewegung.

Am 18. Juni um 19.30 Uhr wird der Film in der Villa Neukölln, Hermannstr. 233 mit Filmemachern und Mieteraktivisten aus Neukölln aufgeführt.

Die Mietrebellen




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