Archiv für Juni 2014

Solidarität mit den Besetzerinnen der Schule Ohlauerstrasse

Unterstützt die Forderungen der Refugees vom Dach der Gerhard-Hauptmann Schule!

Wir sind schockiert über das Vorgehen gegenüber den Geflüchteten, die zunächst am Oranienplatz und dann auch in der Gerhard-Hauptmann-Schule auf friedliche Weise für ihre legitimen Rechte kämpfen.

Solidarität mit den Refugees Ohlauerstr.

Transparent in der Hermannstrasse

Dilek Kolat (Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen) hatte den Refugees vom Oranienplatz einen Transfer der Zuständigkeit ihrer Asylanträge nach Berlin versprochen, eine Duldung für sechs Monate, Zugang zum Arbeitsmarkt, zu Bildung und Deutschunterricht.

Momentan sind keine dieser Versprechen erfüllt worden und mehr als 10 Menschen, die auf der Liste des Oranienplatz-Papiers stehen haben bereits Abschiebebescheide. Abschiebungen von Menschen dieser Liste konnten nur durch politische Kampagnen und eigene Anwält_innen verhindert werden. Kolats „Angebot“ war wirkungslos.

Zwei Monate später hat niemand einen Transfer bekommen und die Duldung wird von der Ausländerbehörde ignoriert.

Der Bezirk hat bis heute keine nachvollziehbare Erklärung für die Räumung der Schule abgegeben.

Die Bewohner_innen haben trotz der schwierigen Umstände kontinuierlich Strukturen geschaffen um sich gegenseitig zu unterstützen und die Lebensbedingungen für Alle zu verbessern.

Es gab z.B. verschiedene, selbstorganisierte Bewohner_innen gruppen und den „Womens Space“ wo unter anderem Beratungen statt fanden. Es gab Deutschkurse und eine Theatergruppe. Es gab und gibt sehr viele unterstützende Gruppen, Institutionen und Einzelpersonen die bereit waren und sind diese Strukturen zu stärken und auszubauen.

Wir verstehen nicht, warum der Bezirk sich nicht solidarisch mit den unterstützenden Gruppen und den Bewohner_innen eingesetzt hat, um das einzigartige Potenzial zu nutzen.
(mehr…)

JUNIPARK: Fotos

Transparente auf dem Junipark-Gerüst in Neukölln. Das Projekt fand gestern seinen Abschluss, demnächst beginnt wohl der Abbau der Metallkonstruktion.

Junipark Neukölln

Junipark Neukölln

Junipark Neukölln

Weitere Infos:
JUNIPARK
Aktionsgruppe Rederei
Junipark Stadtschreiber

Solidemo für Flüchtlinge 28. Juni

Demonstration zur Unterstützung der Bewohner*innen der Gerhart-Hauptmann-Schule
Samstag, 28. Juni 2014, 16 Uhr Hermannplatz

Dach Ohlauer Juni 2014

„You can’t evict a movement!“

Seit Tagen belagerte die Polizei die besetzte Schule und hat damit die Situation an der Schule eskalieren lassen. Ein ganzes Quartier wurde in eine polizeistaatliche Zone verwandelt. Der Protest der Geflüchteten, die nicht mehr und nicht weniger als eine gleichberechtigte Teilhabe an dieser Gesellschaft fordern, wird von einem notstandsähnlichen Repressionapparat unterdrückt.

Die damit befassten Politiker*innen wollen das als normal und angemessen verkaufen. Sie verweigern der Presse den Kontakt mit den Bewohner*innen. Sie verkaufen ihre erpresserische Strategie gegenüber den Geflüchteten als “Angebot”. Dieses Angebot aber geht über das übliche Asylverfahren in keiner Weise hinaus. Es ist nicht mehr als eine Frechheit und das Eingeständnis der Politik, bloße Bürokratie zu sein: Recht und Ordnung statt gesellschaftliche Entwicklung und Emanzipation. Dies geht soweit, dass sich die Politiker_innen zurückziehen und die Polizei die Politik und Maßnahmen an der Schule bestimmen lässt. Der staatliche Rassismus zeigt sich in Berlin in seiner ganzen Brutalität.

Zeigen wir, dass die Geflüchteten nicht alleine sind, zeigen wir der Politik, dass wir auf ihre machtversessenen und unmenschlichen Figuren verzichten können, zeigen wir der Polizei, dass ihre Gewalt nicht stärker als unsere Hoffnung ist und zeigen wir uns, dass unsere Solidarität sich nicht wegräumen lässt!

Die angemeldete Demonstration wird vom Herrmanplatz über den O-Platz laufen und an der Schule enden. Geht auch jetzt zur Schule und blockiert mit wegen der akuten Räumungsgefahr.

Die Demonstration unterstützt die Forderungen der Bewohner*innen:
Bleiberecht und Rückzug der Polizei!
Anwendung des Paragraphen 23 und die Gerhart-Hauptmann Schule als selbstverwaltetes Refugee-Center!

Kommt alle und zeigt euch solidarisch!
Demo // Sa 28.6. // 16 Uhr // Hermannplatz

Aktuelle Infos über Twitter Ohlauerinfo und den Infoblog Ohlauerinfopoint

JUNIPARK: Tempelhofer Feld – Wat nu? am 29. Juni

Die Nachbarschaftstage im JUNIPARK gehen am kommenden Sonntag zu Ende. Nachdem am vergangenen Mittwoch, dem 25. Juni, das Gesetz zum Erhalt des Tempelhofer Feldes ThF-Gesetz in Kraft getreten ist, soll nun über die Folgen debatiert werden.

Sonntag, 29. Juni 15 Uhr

Im Programm zum Talk 4 der Aktionsgruppe Rederei heisst es:

„Wir wollen nicht nur diskutieren, wie es weitergeht, sondern auch das, was bisher geschah. Die Aktion SQUAT TEMPELHOF zeigt, wie wichtig ziviler Ungehorsam und das Engagement sind – ohne sie hätten wir das Tempelhofer Feld wohl nie nutzen können. Die Arbeit der Bürgerinitiative hat dazu geführt, dass eine ganze Stadt „Nein!“ zur Politik gesagt, diese herausfordert und ihr Recht auf Stadt, ihr Recht auf Mitbestimmung einfordert. Davon spricht man weit über die Grenzen Berlins hinaus. Wie geht es weiter? Eine Ausstellung der Fotogruppe des Mädchen-Kiezladens Schilleria zeigt ihre schon vor Jahren begonnene Auseinandersetzung mit dem Tempelhofer Feld. Mit ihren Bildern und Worten schildert die Gruppe eindrücklich, was das Feld für den Kiez und seine Bewohner_innen bedeutet. Vertreter_innen der Bürgerinitiative, Aktivist_innen des Stadteilladens und Kiezlebens sind da, rekapitulieren und diskutieren über das weitere Vorgehen mit dem Publikum, den Anwohner_innen.“

Ort: St. Thomas Kirchhof zwischen Tempelhofer Feld und Hermannstrasse (ca. 100 Meter hinter dem östlichen Ende der südlichen Landebahn des Ex-Flughafens)

Hoffest gegen A100 am 29. Juni

Einladung So 29. 6. 2014 / 14.00 Uhr
Ein Hoffest für Alle!

Die Beermannstraße feiert!! – Und lädt alle A100 Gegner*innen ein!

Wir haben uns für ein Hoffest in der Beermann-str.22 entschieden, weil die A100 uns alle betrifft. Die 7 Häuser der Nr. 20 und 22 sollen entmietet werden, um sie ab-zureißen. Und vier Jahre später wird dann mit Nr. 18 und 16 nachgelegt, weil – hopplahopp – eine weitere Ausfahrt fällig wird. So versucht uns ein korrupter Senat scheibchen-weise zu verarschen. Und wie es dann hier aussieht, das wagt sich keiner wirklich auszumalen.

Doch wer nicht aus seiner Wohnung gehen will – der wird von uns und anderen Initiativen aktiv unterstützt werden! „100%Tempelhof“ hat gezeigt, das sich viele Menschen nicht für Doof verkaufen lassen.

Ein großer Grill wartet auf Dich/Euch. Bringt gerne was mit. Kaffee und Kuchen ist da. Mit kleinem Kinder-pro-gramm. Es gibt einen Schnupperkurs zum Klettern für Groß und Klein. Ein Musiker spielt für uns.

Wir bleiben alle! – und Beermannstr. 20 und 22 gehören bewohnt!

Die Bewohner*innen der Beermanstaße 2 – 22
mit Unterstützung von Karla Pappel – Stadtteilinitiative
gegen Mieterhöhung & Verdrängung und Robin Wood.




Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: