Archiv für April 2014

Grundsteinlegung „12053″ ohne Werbetafel mit Farbflecken

Heute vormittag wurde der Grundstein für den Neubau von teuren Eigentumswohnungen direkt gegenüber dem Jobcenter Neukölln gelegt. Etliche Polizisten und Security-Personal waren dazu aufgeboten worden, um die Show der Investoren Peters von der Casada GmbH und dem Vermarkter Ziegert Immobilienconsulting zu sichern. Die grosse Werbetafel, die gestern noch das Projekt anbot, war nicht mehr zu sehen, das Gerüst abgebaut. Nahe des Eingangs zum Showroom im Gebäude Sudhaus 2 zeigten sich Farbflecken , mit einer Werbeplane verhüllt . Um die Ecke war eine Fensterscheibe durchlöchert.
Die Berliner Morgenpost Online vom 24. 4.2014 schreibt: Werbetafel und Gebäude mit Farbkugeln beworfen

Auf linksunten.indymedia gibt es eine Erklärung dazu:
3.912€ pro m²? – Verpisst euch! Angriff auf Ziegert-Neubau in Neukölln

Die beiden Fotos bekamen wir noch:

Ziegert Werbetafel 12053 am 23.4.2014

So prangte die Werbung noch am 23. April auf einem grossen Schild:

Werbetafel 12053 abgebaut

Heute ohne Werbetafel. Den Anblick von Farbflecken auf der Tafel wollten sie ihren Gästen wohl nicht zumuten.

Nachtrag vom Abend:

Ein gewisser Herr Buschkowsky, seines Zeichens Bürgermeister von Neukölln, durfte natürlich auch nicht fehlen. Ist es doch sein Herzenswunsch, dass mehr gutverdienende Menschen nach Neukölln ziehen, Geld in die Bezirkskasse bringen und mit dafür sorgen, dass die Ärmeren wegziehen.

Buschkowsky Grundsteinlegung 12053

Screenshot von der RBB-Abendschau am 24.4.2014

Nachtrag vom 4. Mai:

Es gibt einen weiteren Bericht von der Grundsteinlegung: Grundsteinlegung auf dem Kindl-Gelände: Ziegert & Casada haben Angst vor Protest

Nazis blockieren am 26.April

Berlin Nazifrei

aus der Pressemitteilung vom 18. April 2014 des Bündnis Berlin Nazifrei :

Gleich zweimal will die NPD am 1. Mai sowie 26. April im Vorfeld der Europawahl in Berlin marschieren. Um dies zu verhindern, gründete sich Mitte April das Bündnis “Berlin Nazifrei”. Rund 20 Vereine, Parteien und politische Gruppierungen haben sich hier zusammengeschlossen. “Die Nazis haben in der Vergangenheit wiederholt unter Beweis gestellt, dass der Propaganda immer wieder auch gewalttätige Taten folgen. Deshalb rufen wir zu Blockaden der Aufmärsche am 26. April und 1. Mai auf”, erklärt Katharina Roth, Pressesprecherin des Bündnis. Am 26. April hat die NPD angekündigt mitten durch Kreuzberg zu laufen. Am 1. Mai ist die neueröffnete Geflüchteten-Unterkunft in der Neuen Späthstraße in Neukölln das Ziel. “Die Routen sind als pure Provokation zu verstehen; das werden wir so nicht zulassen! Wer kurz vor dem 1. Mai seine rassistische Hetze in Kreuzberg und Neukölln verbreiten will, wird Ärger bekommen! “, so Roth. Wie auch in den vergangenen Jahren hofft das Bündnis durch eine breite Beteiligung, die Naziaufmärsche stoppen zu können. Dabei erklärt es seine Solidarität mit allen, die dieses Ziel teilen.

Derzeitige Treffpunkte:

- 10 Uhr Moritzplatz (Anlaufpunkt für alle Menschen aus Kreuzberg)

- 10 Uhr U-Bahnhof Heinrich-Heine-Straße (Anlaufpunkt für alle Bezirke außer Kreuzberg und Neukölln )

- 10 Uhr U-Bahnhof Herrmannplatz (Anlaufpunkt für alle Menschen aus Neukölln)

Der Aufruf des Bündnisses Racism not welcome anywhere. 26.04. Und 1.05. Berlin Nazifrei .

Weitere Infos auf der Website Bündnis Berlin Nazifrei und am 26. April auf dem Ticker sowie auf Twitter .

Neuer Film: Die Mietrebellen

Mietrebellen: Neue Doku über Mieter_innenwiderstand gegen Verdrängung in Berlin

Filmpremiere // Do, 24.4.14 // 18.30h // Moviemento Kino // Kottbusser Damm 22

Die Mietrebellen der Film

In den letzten Jahren hat sich die Hauptstadt rasant verändert. Wohnungen, die lange als unattraktiv galten, werden von Anlegern als sichere Geldanlagen genutzt. Massenhafte Umwandlungen in Eigentumswohnungen und Mietsteigerungen in bisher unbekanntem Ausmaß werden alltäglich. Die sichtbaren Mieterproteste in der schillernden Metropole Berlin sind eine Reaktion auf die zunehmend mangelhafte Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum.

Der Film ist ein Kaleidoskop der Mieterkämpfe in Berlin gegen die Verdrängung aus den nachbarschaftlichen Lebenszusammenhängen. Eine Besetzung des Berliner Rathauses, das Camp am Kottbusser Tor, der organisierte Widerstand gegen Zwangsräumungen und der Kampf von Rentnern um ihre altersgerechten Wohnungen und eine Freizeitstätte symbolisieren den neuen Aufbruch der urbanen Protestbewegung.

Ab dem 24. April wird Mietrebellen in den Berliner Kinos Moviemento und Lichtblick zu sehen sein, ab Mai auch im Filmrauschpalast. Einzelne Aufführungen wird es im Kino Central und an anderen Orten geben. Alle Infos zu (auch bundesweiten Vorführungs-) Terminen gibts auf Die Mietrebellen oder Die Mietrebellen auf Facebook

Stillstand beim Neubau

Das im November 2013 gross angekündigte Neubauprojekt „12053″ auf dem Gelände der ehemaligen Kindl-Brauerei an der Werbellinstrasse kommt nicht so richtig in die Gänge. Geplant sind dort 119 hochpreisige Eigentumswohnungen , die von der Firma Ziegert-Immobilien vermarktet werden. Wir berichteten hier in mehreren Artikeln:
Von Kindl-Residenzen zum Aufblühenden Neukölln und hier Neues vom Aufblühenden Neukölln: jetzt 12053 und hier Dezente Immobilienwerbung 12053 .

Der Investor Jan Peters mit seiner Casada-GmbH hatte für Januar 2014 den Baubeginn der Tiefgarage an der Mainzer Strasse direkt gegenüber dem Jobcenter Neukölln angekündigt. Mitte Februar 2014 wurde dann der östliche Strassenabschnitt der Mainzer Strasse abgesperrt und das brachliegende Gelände mit einem Bauzaun umgeben. Dazu kam noch eine grosse Werbetafel, gegenüber dem Show-Room von Ziegert am Sudhaus 2 , wo die Infotermine für die Kaufwilligen stattfinden. Jetzt sieht es immer noch so aus und die Autofahrer ärgern sich über die sinnlose Absperrung. Das Gelände, das immerhin im Januar vom Asphalt befreit wurde, könnte jetzt für Urban Gardening benutzt werden.

Absperrung Mainzer Strasse Kindl-Gelände

Absperrung der Mainzer Strasse gegenüber dem Jobcenter Neukölln

Neubau-Gelände 12053 Neukölln

Das Gelände für den Neubau von hochpreisigen Eigentumswohnungen „12053″

Werbetafel 12053

Die jetzt nicht mehr dezente Werbetafel für den Neubau

Die Kleinstadt kommt

in den Schillerkiez? Das vermutet dieses Graffiti in der Schillerpromenade an der Mauer zum Schulhof der Karl-Weise-Schule.

Die Kleinstadt kommt




Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: