Archiv für Januar 2014

Das ist Neukölln

Musikvideo von EXXAR und KIDDKEY zu dem Lied „Das ist Neukölln“ aus dem „Crossover Neukölln“ Projekt (2013) in Kooperation mit cosima eV.

Neue Wohnungsschnäppchen

Die grosse Koalition aus CDU und SPD möchte noch bis zum Sommer 2014 ein Gesetz für eine Mietpreisbremse verabschieden. Dann dürften die Mieten bei Wiedervermietung nur noch höchstens zehn Prozent über die ortsübliche Miete steigen. Inzwischen bemühen sich die Immobilienverwerter im Schillerkiez noch mal kräftig zuzulangen. Während Bestandsmieter noch unter 4 Euro Kaltmiete pro m² bezahlen, wird für Neuvermietungen teilweise 3 mal soviel verlangt.
Hier einige neue Beispiele aus der Reihe Schnäppchenmarkt Schillerkiez Die Angaben stammen aus dem Onlineportal Immobilienscout24 vom 21. Januar 2014.

Die Immobilienfirma Lotz Consulting ist mal wieder Spitzenreiter mit einer „Traumwohnung mit Balkon/Garten am Herrfurthplatz“ laut Inserat. Dabei ist die Wohnung im Ergeschoss des Hinterhauses Herrfurthstr. 8, 30 m2 für 399 Euro, macht eine Kaltmiete von 13,30 Euro pro m².

Die Immobilienfirma Akelius versucht weiterhin ihre Wohnungen in der Weisestr. 34 und Okerstr.40 loszuwerden:
Weisestr. 34: 3-Zimmerwohnung mit 80,74 qm für 999 € Kaltmiete, das sind 12,37 € pro qm.
Okerstr. 40: 2-Zimmerwohnung mit 53,76 qm . Im November noch für 649 € Kaltmiete angeboten, jetzt für 599 € = 11,14 pro qm.

Weitere Angebote:
Okerstr. 12: 2-Zimmer-Altbauwohnung mit 60,35 m² für 754,38 € Kaltmiete, macht 12,50 € pro m²
Okerstr.6: 3-Zimmer-Wohnung im Ergeschoss mit 71,96 m² für 864 €, macht 12 € pro m²
Anbieter dieser Wohnung ist eine Holtz Immobilien GmbH, die von ihren Interessenten Alles wissen will. Deswegen das Zitat aus dem Inserat im Immobilienscout24 (www.immobilienscout24.de/72896856):

„Damit Sie die Einheit anmieten können, benötigen wir folgende Unterlagen von Ihnen:
a) die Selbstauskunft (wir haben hierfür ein Formular für Sie vorbereitet)
b) die Kopie des Personalausweises
c) die Schufa-Eigenauskunft (nicht älter als 3 Monate)
d) die Mietschuldenfreiheitsbescheinigung durch den jetzigen Vermieter
e) einen Nachweis über derzeitige Einnahmen
f) eine betriebswirtschaftliche Auswertung Ihres Steuerberaters
g) eine Gewerbeanmeldung / Handelsregisterauszug
h) 6 Nettokaltmieten als Kaution
i) Eine notariell beglaubigte Zwangsvollstreckungsunterwerfung“

Eine Kontrolle am Hermannplatz

19.01.2014
Presseinformation von Betroffenen und BeobachterInnen der eskalierten Fahrscheinkontrolle vom 17. Januar 2014
Geflüchtete trotz gültiger Fahrscheine von der BVG und Presse kriminalisiert

Richtigstellung zu den gestrigen Vorfällen am U-Bahnhof Hermannplatz mit einer Gruppe der Geflüchteten vom Oranienplatz

Am 17. Januar 2014 geriet eine Gruppe der Refugees vom Oranienplatz in der U7 an der Haltestelle Hermannplatz in eine Fahrscheinkontrolle. Einer der Geflüchteten hatte nur ein 10-Uhr Monatsticket, die Kontrolle fand aber um kurz vor 10 Uhr statt. Daraufhin wurde die gesamte Gruppe – nicht nur der Mann mit dem 10-Uhr-Ticket aufgefordert, auszusteigen. Entgegen der unzutreffenden Darstellung in den Medien (Ausnahme: die Polizeipressestelle) besaßen alle anderen Mitglieder der Gruppe gültige Fahrausweise. Einzig erkennbarer Grund für die unbegründete Aufforderung der Kontrolleure an die gesamte Gruppe war offenbar die Hautfarbe der Geflüchteten.

Weil die Gruppe nicht aussteigen wollte, versuchten die BVG-MitarbeiterInnen sie mit Gewalt aus der U-Bahn zu entfernen und riefen die Polizei hinzu. Auf die Erklärungsversuche der Geflüchteten, dass sie keine Zeit verlieren dürften, weil sie einen Termin mit der Integrationssenatorin Dilekt Kolat hätten, gingen die Kontrolleure nicht ein.

ZeugInnen bestätigen, dass die herbeigerufenen PolizeibeamtInnen und Sicherheitsbedienstete der BVG ohne jeglichen Versuch der Deeskalation oder Klärung der Situation die gesamte Gruppe mit Gewalt aus dem U-Bahn-Zug holte, schrien, schubsten und mit Schlagstöcken schlugen. Auf wiederholte Nachfrage, wer der Einsatzleiter wäre, weigerten sich alle befragten PolizistInnen, den Namen zu nennen. Als AugenzeugInnen das brutale Vorgehen der Polizei filmten, drohten die BeamtInnen mit Beschlagnahmung des Handys.

Auf dem Bahnsteig wurden dann zwei der Refugees von einer Gruppe von Polizisten brutal zu Boden geworfen und festgenommen, über diesen Vorfall kursiert ein Video im Internet. Ein weiteres Video, das zeigt, wie brutal Polizei und BVG-Sicherheitsdienst die Geflüchteten aus der Bahn stoßen und zerren, hat lediglich die rbb-Abendschau aufgegriffen Heftige Rangelei zwischen Kontrolleuren und Flüchtlingen . In allen anderen Medien, von Tagesspiegel bis B.Z. wird der Vorwurf des Fahrens ohne gültigen Fahrschein für die gesamten Gruppe einfach in die Welt gesetzt, ohne den Sachverhalt zu prüfen. Nicht zum ersten Mal werden so die Refugees vom Oranienplatz in den Medien verunglimpft. Entgegen Meldungen von der Polizei und Teilen der Medien wurde eine Frau vom Oranienplatz nicht sofort wieder aus dem Gewahrsam entlassen, sondern erst nach 18.00 Uhr. Sie musste sich anschliessend wegen diverser Verletzungen im Krankenhaus behandeln lassen. Eine Anzeige wegen Körperverletzung im Amt sowie rassistische Beleidigung und weitere Delikte im Polizeigewahrsam wird derzeit geprüft und erarbeitet.

Wir fordern eine rasche Aufklärung des Geschehens seitens der BVG und das Ende der Kriminalisierung der Geflüchteten vom Oranienplatz in den Medien.

von Betroffenen und BeobachterInnen

Mähren-Gruppe überwacht Mieter

Die Immobilienfirma Mähren-Gruppe will ihre Mieter im Haus Weisestr. 18 im Schillerkiez im Blick haben und setzt nun auch Videoüberwachung ein. Über die bisherigen Schikanen gegen Hausbewohnen, siehe hier: Mobilmachung in der Weisestrasse und hier Mähren-Gruppe und die Weisestr. 18 .

Wer seit Samstag an dem Haus vorbei läuft, sieht vielleicht ein kleines Schild an der Haustür mit dem Hinweis, dass dieses Objekt videoüberwacht wird. Zudem steht seit Tagen ein Auto der Mähren-Gruppe vorm Haus. Die Kamera befindet sich in der Einfahrt und überwacht die Haustür und somit jeden,der das Haus betritt oder verlässt. Die Mieter des Hauses wurden natürlich nicht in Kenntnis gesetzt.

Dabei ist diese Art der Überwachung illegal. Im Herbst 2012 versuchte die Firma Tarsap eine gleiche Aktion in der Allerstr.37 und musste kurz darauf die Kamera abbauen Videoüberwachung gegen Mieter , denn das Anbringen einer Kamera oder auch einer Attrappe ist nur mit Zustimmung aller Mieter und Mieterinnen erlaubt. Das ergibt sich aus einem Urteil des AG Schöneberg vom 08.06.2012 – AZ 19 C 166/12. Darüber berichtet das Mieterecho der Berliner Mietergemeinschaft in der September-Ausgabe 2012 Installation einer Videoüberwachungsanlage und Verletzung von Persönlichkeitsrechten : Die Kernausage des Urteils ist:
„Die nachträgliche Installation einer Videoüberwachungsanlage im Eingangsbereich eines Wohnhauses bedarf der Zustimmung aller Mieter.“

Es ist zu hoffen, dass die Mähren-Gruppe Hausverwaltung die Kamera abbaut, bevor sie gerichtlich dazu gezwungen wird.

Veranstaltung Betriebskostenabrechnungen am 22. Januar 2014

Veranstaltung Betriebskostenabrechnung Januar 2014




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