Archiv für Januar 2014

Von der Mitmachfalle bis zur Verdrängung

Infoveranstaltung Partizipation – Von der Mitmachfalle bis zur Verdrängung .
Thomas Wagner, der Autor des Buches „Die Mitmachfalle“ wird über „Einbindungstechniken“ berichten, wie bei Stuttgart 21, der BürgerInnenplattform Neukölln oder bei der neoliberalen Stadtteilentwicklung (wie in Hamburg-Altona, BMW Guggenheim Lab in Berlin).

VertreterInnen aus Stadtteilgruppen in Neukölln werden über „Einbindungstechniken“ beim Quartiersmanagement oder beim Tempelhofer Feld berichten. Wie steht es mit der „Aufwertung“ in Neukölln? Welche Rolle spielt dabei die kreative Klasse? Und wie werden arme Bevölkerungsschichten verdrängt?

Veranstaltung Mitmachfalle Jan 2014

Volksentscheid Tempelhofer Feld kommt!

Letzte Woche haben SPD und Teile der Medien noch mal kräftig Stimmung gegen die Unterschriftensammlung für ein freies Tempelhofer Feld gemacht. Da wurde von Fälschungen geredet, aber nichts bewiesen. Statt politischer Auseinandersetzung nun Diffamierung und Verleumdung, da sind einige Herrschaften richtig sauer auf das Ergebnis. Und sie werden sich weiter ärgern.

Die Landesabstimmungsleiterin teilt in ihrer Pressemitteilung von heute Volksbegehren über den Erhalt des Tempelhofer Feldes mit:
Endgültiges Ergebnis ermittelt: Volksbegehren zustande gekommen
Danach waren am letzten Tag der Eintragungsfrist, am 13. Januar 2014, 2 487 385 Personen stimmberechtigt. Für ein Zustandekommen mussten sieben Prozent der Stimmberechtigten, also 174 117 Personen, dem Volksbegehren zustimmen. Ingesamt liegen 185 328 gültige Zustimmungserklärungen vor – das sind 11 211 Unterschriften mehr als die erforderliche Anzahl. Eingereicht wurden insgesamt 237 063 Unterschriften.
Die Landesabstimmungsleiterin, Dr. Petra Michaelis-Merzbach:
„Ich stelle fest, dass die für das Volksbegehren geltenden Vorschriften beachtet worden sind und dass das Volksbegehren über den Erhalt des Tempelhofer Feldes zustande gekommen ist.“

Im weiteren Verlauf des Textes wird auf die Vorwürfe der letzen Tage eingegangen:
„Aus dem politischen Raum wurden Vorwürfe laut, es könnte bei den Unterstützungsunterschriften zu massiven Manipulationen gekommen sein.Dafür liegen mir keine Anhaltspunkte vor.

Die Berliner Bezirkswahlämter haben mir mitgeteilt, dass ihnen keine Hinweise auf gefälschte Eintragungen vorliegen.“

Zur weiteren Einschätzung siehe auch den Kommentar auf dieser Website vom 14. Januar Der Kampf für ein freies Tempelhofer Feld geht weiter!

100% Tempelhofer Feld

Protest gegen Ziegert

Die ersten Protestplakate gegen den Luxus-Neubau „12053″ mit seinen geplanten Eigentumswohnungen auf dem ehemaligen Gelände der Kindl-Brauerei in Neukölln sind in der Mainzer Strasse zu sehen.

Rollbergkiez gegen Ziegert

Ziegert Loft 12053 verhindern

Weitere Hintergründe zu dem Projekt in dem Text Von Kindl-Residenzen zum Aufblühenden Neukölln und hier Neues vom Aufblühenden Neukölln: jetzt 12053

Dezente Immobilienwerbung 12053

Ganz zurückhaltend macht die Firma Ziegert-Immobilien Werbung für das Bauprojekt „12053 Neukölln“ auf dem Gelände der ehemaligen Kindl-Brauerei im Rollberg. Ziegert ist hier zuständig für die Vermarktung der geplanten Eigentumswohnungen. Bisher waren grosse Banner mit fettem Firmenlogo üblich, aber hier in der Mainzer Strasse, direkt gegenüber des Eingangs zum Jobcenter Neukölln, steht nur ein schlichtes „12053″ auf dem Transparent und keiner weiss, worum es da eigentlich geht. Es käme wohl auch nicht so gut an, wenn die Besucher des Jobcenters beim Rausgehen da lesen würden: „Hier entstehen Eigentumswohnungen ( die ihr euch nicht leisten könnt)“.

In dem (Werbe)Artikel des Blogs neuköllner.net Ein Ufo im Rollbergkiez zu dem geplanten Neubau sind dann auch die Bedenken potentieller Wohnungskäufer zu lesen:
„In unmittelbarer Nähe liegt das Jobcenter. Grund genug, für einige Kunden, Bedenken zu äußern. „Ich wurde beispielsweise gefragt, ob die Arbeitslosen dann hier vorbeilaufen und ihre Pulle Bier trinken“, erinnert sich der Makler und räumt ein, „dass das sein kann. Das kann niemand verhindern“.“

12053 Aufblühendes Neukölln Ziegert Werbung

Weitere Hintergründe zu dem Projekt in dem Text Von Kindl-Residenzen zum Aufblühenden Neukölln und hier Neues vom Aufblühenden Neukölln: jetzt 12053

Neuer Nachbarschaftstreff Schillerkiez

Seit einigen Jahren gibt es auf Initiative des Quartiersrates Schillerpromenade Bestrebungen für einen offenen Treffpunkt für Menschen im nördlichen Schillerkiez. Am 25. Januar 2014 werden die Räume in der Mahlower Strasse 27 offiziell eröffnet . Träger ist das Nachbarschaftsheim Neukölln in Kooperation mit dem Verein Kiez in Aktion , der das Ganze mit vorangetrieben hat. Dann besteht die Möglichkeit, die Räume für Veranstaltungen und Treffen zu nutzen, Beratungsangebote wie z.B. die Mieterberatung wahrzunehmen und selbst Ideen einzubringen.

Aus der Einladung des Nachbarschaftsheim Neukölln :
„am 25. Januar wird der neue Nachbarschaftstreff im Schillerkiez feierlich seine Türen öffnen. Wir laden Sie ganz herzlich ein, dieses freudige Ereignis mit uns zu feiern.
Der Nachbarschaftstreff geht auf die Machbarkeitsstudie des Quartiersmanagements Schillerpromenade und die Initiative engagierter Bewohner/innen zurück, die heute im Verein „Kiez in Aktion“ zusammen geschlossen sind. Träger der neuen Einrichtung ist das Nachbarschaftsheim Neukölln e.V. Es entsteht ein neuer Ort an dem sich Menschen treffen können,um Ideen für ihren Kiez weiter zu entwickeln und umzusetzen, eine Drehscheibe für Information und Kooperation in der Nachbarschaft, mit bunten und vielfältigen Angeboten für Jung und Alt.
14:00 Uhr Ankommen
14:15 Begrüßung
14:20 Eröffnungsakt durch Herrn Bernd Szczepanski, Bezirksstadtrat für Soziales
14:30 Vorstellung aller Akteure des neuen Treffs
anschließend Bühnenprogramm, Musik, Café“




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