Archiv für Oktober 2013

Demos am Wochenende

Demonstration vom „Bündnis gegen Rassismus“ zum 2. Jahrestag der Aufdeckung der NSU-Morde Aufruf des Bündnisses gegen Rassismus – zwei Jahre nach der Selbstenttarnung des NSU ab Platz der Luftbrücke um 12 Uhr.

Demo gegen Rassismaus

Lärmdemo vor dem Energie-Volksentscheid Unsere Miete, unsere Energie, unsere Stadt – in unsere Hand , Treffpunkt Kottbusser Tor um 14:30 Uhr.

Unsere Energie Unsere Stadt

Ferienwohnungen vernichten Wohnraum!

Auch in Neukölln floriert das Geschäft mit Ferienwohnungen. Dabei werden dringend benötigte Wohnungen, dem „normalen“ Wohnungsmarkt entzogen.
Das Onlineportal Airbnb listet insgesamt 1276 Unterkünfte für Neukölln und alleine 76 nur für den Schillerkiez im Umkreis der Schillerpromenade( Stand vom 17. Oktober 2013). 26 entfallen in die Kategorie Privatunterkünfte, wo Menschen Zimmer in ihrer Wohnung für Gäste zur Verfügung stellen, der Rest sind Wohnungen, die komplett vergeben werden. Einige Anbieter geben vor, wegen eigener Reisetätigkeit oder sozialen Motiven die Wohnung zu vermieten, aber bei der Mehrheit ist klar, dass es rein kommerzielle Absichten sind, zumal etliche Menschen gleich mehrere Wohnung inserieren.
Einige Beispiele aus den Online-Anzeigen von Airbnb:

Herrfurthstrasse 4: Ralph vermietet „Bildhübsche 80 qm DG-Wohnung“ für 90 € pro Nacht
https://www.airbnb.de/rooms/1548880

Schillerpromenade 7: Pierre (Diplom-Biologe) und Jessy bieten gleich 4 Ferienwohnungen zu Preisen zwischen 39 und 89 € pro Nacht an.
https://www.airbnb.de/rooms/168666

Weisestr. 13: Clemens will für „Gemütliche Zwei-Zimmer-Wohnung“ 50 € pro Nacht (900 € im Monat, eigene Miete ca 400 €)
https://www.airbnb.de/rooms/759887

Eine andere Variante sind sogenannte möblierte Wohnungen. Das geschieht Herrfurthplatz 3 Ecke Schillerpromenade 37 . Dort wurden Mieter gekündigt, die Wohnungen ziemlich schnell renoviert und mit Möbeln eingerichtet. Jetzt werden dort etwa 6 möblierte Wohnungen in Vorderhaus und Hinterhaus (zb. 32 m² für 680 Euro mtl.) angeboten. Die Mindestmietdauer liegt zwischen 2 und 12 Monaten.

Ferienwohnungen vernichten Wohnraum

weitere Informationen:
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Rettet die Schwalben!

Rettet die Schwa(l)ben!

zu sehen auf der Hertabrücke im Norden Neuköllns

Der Joghurt war gut

– was hat meine Wohnung eigentlich mit dem Kapitalismus zu tun?

Im Kapitalismus werden Häuser und Wohnungen nicht gebaut, damit Menschen darin leben, sondern weil sie verkauft oder vermietet werden können: Weil sie eine Ware sind. Das gleiche gilt übrigens auch für Äpfel, für Medikamente, für Kleidung – für fast alles eigentlich. Dass ich einen Apfel essen kann, wenn ich Hunger habe, oder ein Medikament nehme, falls ich krank bin oder eben in eine Wohnung einziehe, wenn ich keine habe, ist so etwas wie die Nebenwirkung des eigentlichen Zwecks, des Verkaufs einer Ware.

Jetzt könnte man meinen, dass das ja nicht so schlimm sei, wenn wenigstens die Nebenwirkung den eigentlichen Zwecks unsere Bedürfnisse befriedigt. Aber das passiert nur, wenn wir auch dafür bezahlen können. Ein Bedürfnis, das sich nicht in Geld ausdrückt, ist im Kapitalismus bedeutungslos. Deshalb gibt es trotz des immensen Reichtums auf der Welt noch immer Menschen die verhungern, während woanders massenweise Nahrung weggeworfen wird. Und deshalb gibt es auch Menschen ohne Dach über dem Kopf, während gleichzeitig Häuser leer stehen und langsam verrotten. In Spanien lässt sich das gerade besonders gut beobachten: zigtausende Menschen wurden seit Beginn der Krise zwangsgeräumt, also aus ihren Wohnungen geworfen, während im Land über eine Millionen Neubauwohnungen und Häuser leerstehen. Dass jetzt kein Mensch mehr in den Wohnungen lebt – könnte man meinen – nützt eigentlich niemandem. Aber so läuft es halt im real existierenden Kapitalismus. Die Logik, dass nur essen und wohnen darf, wer dafür zahlt, muss um jeden Preis aufrecht erhalten werden, denn sonst funktioniert der Kapitalismus nicht. Die Besitzenden der Wohnungen und Häuser können damit machen was sie wollen. Und alle anderen gucken in die Röhre.
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Niemand hat die Absicht

Häuser in Neukölln zu besetzen!

leeres Haus
Emser Strasse 112 fast leer

fast leeres Haus
Weisestrasse 47 leer bis auf zwei Wohnungen

leerer Laden
leerer Laden Schillerpromenade Ecke Kienitzerstrasse




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