Archiv für Mai 2013

Der Schillerkiez wird sauber

Der Schillerkiez soll attraktiver und sauber werden. Da stört naturlich eine bunte Hauswand wie an der Herrfurthstrasse Ecke Weisestrasse, die viel beachtet wird und nützliche Informationen und Hinweise bringt. So sah es noch vor zwei Wochen aus:

Hauswand Schillerkiez mit Infos

Am Anfang der Woche entfernten Handwerker (wohl im Auftrag der Hausbesitzer) alle Plakate , die Tage darauf gab es einen neuen Anstrich und nun präsentiert sich eine saubere und ordentliche Wand. Mal sehen, wie lange.

Hauswand Schillerkiez ohne Infos

Macht Lärm am 18. Mai

Kotti und Co veranstaltet die 18. Lärmdemo:

Hallo und guten Tag zusammen,

… so langsam dringt der Sommer durch und auch unser Protest-Gecekondu lädt wieder zu draußen sitzen bei Tee und Sonnenlicht ein. Viele Menschen haben in den letzten 2 Monaten immer wieder nach der nächsten Lärmdemo gefragt. Wir haben ja etwas pausiert in Sachen Demos – jetzt gehts wieder los! Wie oft und wie regelmässig können wir noch nicht sagen. Aber jetzt fangen wir am 18. Mai einfach mal an. Und diese Demo ist auch gleich was besonderes – sie wird von der neu gegründtetn Kotti & Co Jugendgruppe organisiert.

Also: Gegen steigende Mieten, Verdrängung, sinkende Löhne, Zwangsräumung, Rassismus und verfehlte Wohnungspolitik. Und ein Recht auf Stadt für alle!

weiter unter Jetzt kommt der Sommer und die 18. Lärmdemo : )

Macht Lärm am 18.5.2013 Kotti und Co

SPD-Bürgerbüro verdrängt

Das Bürgerbüro der Neuköllner SPD am Herrfurthplatz 6 hat seine Pforten geschlossen. Darüber informiert ein Aushang. Anscheinend ist nun auch die SPD ein Opfer der steigenden Mieten im Schillerkiez geworden, aber immerhin hat sie Zuflucht bei Stadt und Land gefunden, dem städtischen Wohnungsunternehmen, das Sozialdemokraten schon immer mit offenen Armen empfang.

SPD am Herrfurthplatz verdraengt

Statt Kunst nun Eis

In dem benachbarten Haus Herrfurthplatz 5 ist der Kunstladen Turbulenzen nach fast 10 Jahren ebenfalls verschwunden. Nachdem die Kunst ihre Schuldigkeit getan hat, den Kiez interessant gemacht hat, kommen nun die Absahner. Der Laden wird umgebaut und demnächst nicht als Eisladen ( aber nein, das ist doch eine viel zu primitive Bezeichnung) sondern als Gelateria eröffnet.

Eisladen statt Kunstladen Herrfurthplatz

Pfeifen auf die A100 am 8. Mai

Eine Einladung des Aktionsbündnis A100 stoppen!

Liebe Leute,

kommt alle zu unserer Protestaktion Protest statt Party: Wir pfeifen auf die Verlängerung der Stadtautobahn A100! Bringt Trillerpfeifen etc. mit. Auch Transparente und Lärm-Ohrenschützer sind prima!

Wir versammeln wir uns um 12:00 Uhr auf dem Gelände Neuköllnische Allee 33 (Ecke Grenzallee) an der von Robin Wood besetzten Pappel, ziehen gegen 12:30 Uhr zur Grenzallee/ Ecke Bergiusstraße, werden dort die Verantwortlichen dieser Fehlplanung mit einem Pfeifkonzert empfangen und im Anschluss ab 13:00 Uhr am offiziellen Spatenstich teilnehmen.

Kein Witz: Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt hat uns persönlich zum 1. Spatenstich der Verlängerung der A100 von Berlin-Neukölln zum Treptower Park eingeladen – und wir werden kommen!
Die an uns gerichtete Einladung auf www.A100stoppen.de

Falls die Einladung nicht ernst gemeint sein sollte, werden wir auch während des offiziellen Spatenstichs auf die A100-Verlängerung pfeifen!

Infos zur Demo und die Einladung zum offiziellen 1. Spatenstich auf Aktionsbündnis A100 stoppen!

Pfeifen auf die A100 8. Mai 2013

Glasbruch in Neukölln

Am Spätabend des 1. Mai gingen an der Karl-Marx-Strasse Ecke Werbellinstrasse mehrere Scheiben zu Bruch. Das wurde erst in den Online-Tickern der Berliner Zeitungen berichtet, danach aber verschwiegen. Auf der Internetseite Directaction ist dazu der Text Scherbendemo und Barrikaden errichtet – H&M, Santander Bank und Rossmann entglast zu finden.

Glasbruch H+M Karl-Marx-Strasse

Hier der Text zur Dokumentation:
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Folgendes Schreiben erreichte uns:
„Am späten Abend des ersten Mai kam es in der Karl-Marx-Starße in Neukölln zu einer kurzen und entschlossenen Scherbendemo mit 40-50 Leuten. Dabei wurde die Straße mit Baumaterialien verbarrikadiert. Bei H&M und der Santander Bank wurden die Schaufenster eingeworfen, so das sie komplett offen standen und für proletarisches spät-shopping frei zugänglich waren bis sich die Büttel davor positioniert hatten. Bei ersterem wurde dazu „Remember Savar“ an die Fassade gesprüht. Savar, die Ortschaft in Bangladesch wo am 24. April 304 TextilarbeiterInnen bei einem Fabrikeinsturz ihr leben verloren. Nachdem auch noch einige Steine auf eine Rossmann Filiale flogen verschwand der Mob genauso schnell wie er gekommen ist wieder.

Die Presse schweigt weitestgehend zu diesem Ereignis. Obwohl gestern fast alle größeren Zeitungen in ihrem Live-Ticker davon berichtet haben, ist heute nichts mehr davon zu hören. Hat man sich doch schon darauf geeinigt das es der friedlichste erste Mai seit 87 war. Es passt weder in das Bild der üblichen Suffrandale noch will irgendwer daran erinnert werden, dass ArbeiterInnen in der dritten Welt dafür verrecken müssen damit der Traum der Warenwelt hier gefeiert werden kann.“

aus dem Morgenpost-Ticker 23.46 Uhr: Scheiben in Neukölln zerstört An der Karl-Marx-Straße in Höhe der Werbellinstraße haben Vermummte unmittelbar nacheinander eine Bankfiliale (Santander), einen H&M-Laden und eine Rossmann-Filiale angegriffen. In zwei Fällen gehen Scheiben zu Bruch, bei der Rossmann-Filiale gelingt es den Randalierern nicht, die Scheiben zu zerstören.
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