Archiv für Dezember 2012

Gründe

Ein Gedicht von Erich Fried

Gründe

Weil das alles nicht hilft
Sie tun ja doch was sie wollen

Weil ich mir nicht nochmals
die Finger verbrennen will

Weil man nur lachen wird;
Auf dich haben sie gewartet

Und warum immer ich?
Keiner wird es mir danken

Weil da niemand mehr durchsieht
sondern höchstens noch mehr kaputt geht

Weil jedes Schlechte
vielleicht auch sein Gutes hat

Weil es Sache des Standpunktes ist
und überhaupt wem soll man glauben?

Weil auch bei den anderen nur
mit Wasser gekocht wird

Weil ich das lieber
Berufeneren überlasse

Weil man nie weiß
wie einem das schaden kann

Weil sich die Mühe nicht lohnt
weil sie alle das gar nicht wert sind

Das sind Todesursachen
zu schreiben auf unsere Gräber

die nicht mehr gegraben werden
wenn das die Ursachen sind

Unterschreiben für das Tempelhofer Feld

Die Unterschriftensammlung für die Einleitung eines Volksbegehrens für ein freies und unbebautes Tempelhofer Feld ist gestartet.

Es gilt nun, idealerweise bis Ende Januar, Anfang Februar 20.000 Unterschriften zusammenzubekommen, um in einer 2. Phase Unterstützung für einen berlinweiten Entscheid sammeln zu können. Dieser Entscheid soll mit der Bundestagswahl 2013 zusammen stattfinden, deshalb müssen wir uns ins Zeug legen!

Das Volksbegehren zielt darauf ab, dass das Feld zu einem Ort werden kann, den Ihr selbst mit euren Ideen gestaltet und nicht mit einer Landesbibliothek oder Luxuswohnungen bebaut wird.

Die Unterschriftenliste für 5 Unterschriften findet ihr hier:
Unterschriftenliste 100% Tempelhofer Feld

Bitte denkt daran, dass die 2 Seiten dringend doppelseitig auf ein und dasselbe Blatt Papier ausgedruckt werden müssen.

Hier ist ein Erläuterungsvideo, das euch alles verständlich erklärt:
Info-Video auf Youtube

Besprecht das Thema auch mit Freund*innen, postet Links in sozialen Netzwerken!

Ausführliche Informationen findet Ihr auf der Website der Bürgerinitiative 100% Tempelhofer Feld!
100% Tempelhofer Feld

Nachtrag vom 3. 1. 2013:

Laut Website der Initiative sollen bis zum 14. Januar möglichst viele Unterschriften gesammelt und an die Sammeladresse geschickt werden. Erhofft sind bis dahin 23 000 Unterschriften, um den Volksentscheid gemeinsam mit der Bundestagswahl im September zu machen.

Wiese bleibt Wiese Tempelhofer Feld 28.4.2012

Zwangsräumung Neukölln polizeilich durchgesetzt

Ein grosses Polizeiaufgebot setzte heute morgen die Zwangsräumung einer Wohnung in der Boddinstrasse im Norden Neuköllns durch. Dafür wurden von der Polizei 7 Mannschaftswagen und 5 weitere Pkws und Kleinbusse rangekarrt. Dazu erklärt das Bündnis gegen Zwangsräumungen:

Pressemitteilung vom 14.12.2012:
Solidarität mit Protesten gegen Zwangsräumung in Neukölln
Am heutigen Freitag, 14.12.12 wurde in der Boddinstraße 60 in Berlin-Neukölln eine Zwangsräumung mit massivem Polizeiaufgebot und unter Einsatz von Gewalt vollstreckt. Gegen die kurzfristig bekannt gewordene Räumung einer 2-Personen-Wohngemeinschaft protestierten über 50 Nachbar*innen, Freund*innen und Mietaktivist*innen mit einer Blockade vor der Tür des Hauses. Weder der Geschäftsführer der Immobilienfirma „Martin-Opitz-Str. 23 Grundstücks GmbH“, Herr Sunin, noch die Gerichtsvollzieherin Frau Schneider waren bereit, die notwendigen Mittel zur Aussetzung der Zwangsvollstreckung zu ergreifen. Das Bündnis Zwangsräumungen verhindern begrüßt den Protest. Es wird deutlich, dass sich immer mehr Menschen gemeinsam gegen steigende Mieten und Zwangsräumungen wehren. Dadurch wird es für Eigentümer*innen in Berlin zunehmend schwieriger, das Recht auf Profit gegen das Recht auf Wohnraum durchzusetzen.

Bündnis Zwangsräumungen verhindern

Artikel in der „tageszeitung“ Blockade weggeschoben
Bericht auf linksunten.indymedia mit Fotos Bericht über die Zwangsräumung einer WG in der Neuköllner Boddinstraße

Zwangsräumung Boddinstrasse 14.12.2012

Die ersten beiden Wannen und die Blockade

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Wieder Lärmdemo 15.Dezember

Kotti und Co – die Mietergemeinschaft am Kottbusser Tor machen mal wieder Aktion, die Winter-Lärmdemo am kommenden Samstag, den 12. Dezember.

Lärmdemo Kotti und Co 15.12. 2012

Quartiersrat Reuterplatz gegen Verdrängung

Offener Brief des Quartiersrats Reuterplatz:

Sehr geehrter Herr Buschkowsky,
sehr geehrte Mitglieder aller Fraktionen der Bezirksverordnetenversammlung Neukölln,

der Quartiersrat des QM Reuterplatz und die UnterzeichnerInnen dieses offenen Briefes fordern Sie dringend auf, ein Handlungskonzept gegen die Verdrängung vieler einkommensschwacher Nachbarn aus unserem Lebensquartier in Neukölln zu erarbeiten und nachhaltig zu realisieren.
Laut aktuellster Studie „Sozialstrukturentwicklung in Nord-Neukölln“ von TOPOS Stadtforschung (12/2011) im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung „zeigt sich im Gebiet Reuterplatz in den letzten Jahren eine deutliche Gentrifizierungsentwicklung.“ 1 (…) Die Entwicklungsrichtung des Gebiets zeigt sich auch in der starken Zuwanderung von Gentrifiern.2
Wir erleben die Ergebnisse der Studie täglich: Der Umzugswagen ist in unserem Quartier die Regel und nicht die Ausnahme. Langjährige Nachbarn ziehen fort, die Wohnung wird schnell saniert, viel teurer vermietet oder verkauft als Eigentumswohnung mit Quadratmeterpreisen von über 3000 €/m².
„Die enorme Dynamik der Mietenentwicklung zeigt sich in den Mietpreisen, die bei Neuvermietung gefordert werden. Diese übersteigen in den verschiedenen Kategorien die Mietspiegelmittelwerte um 15% bis zu 35%.“ 3 „Erhöhungen der Bestandsmieten ohne Wohnwertverbesserungen – in der Regel mit Bezug auf den Mietspiegel – hat es für 40% aller Wohnungen während der letzten drei Jahre gegeben.“ 4
Das hat zur Folge, dass viele Menschen mit niedrigem Einkommen aus dem Reuterquartier verdrängt werden!
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