Archiv für Juli 2012

Solidarität Stille Strasse

Solidaritätserklärung der Gruppen des Stadtvernetzt-Bündnis für die kämpferischen Seniorinnen, die ihre Seniorenfreizeitstätte in Pankow seit fast 4 Wochen besetzt halten.

Liebe Besetzerinnen und Besetzer der Stillestraße 10,

die Stadtvernetzt-Gruppen finden Euch toll. Ihr habt unsere volle Solidarität. Wir sind in verschiedenen Stadteilen und Häusern aktiv gegen Mieterhöhungen, Umwandlung in Eigentum, Verdrängung und zunehmende Armut. Wir glauben, dass Eure Probleme dieselben Ursachen haben wie unsere Kämpfe im Kiez: Die Stadt befindet sich im Ausverkauf, Investoren werden hofiert, die Bewohnerinnen und Bewohner sollen wegziehen, wenn das Einkommen, Hartz-IV-Bezüge und Rente nicht mehr reichen. Euer Kampf ist unser Kampf. Wir haben Euch in der Vergangenheit unterstützt und werden Euch weiter unterstützen. Wir sind da, wenn Ihr uns braucht.

Euer Stadtvernetzt-Bündnis

Website Solidarität Stille Strasse

Solidarität mit Pankower Seniorinnen

Solidariätsplakat am Eckhaus Weisestrasse/Herrfurthstrasse

Ziegert versteckt sich

Ziegert versteckt sich vor den Mietern in seinen Büroräumen.

Am 24 Juli fand in der Schlüterstraße 54 eine Kundgebung unter dem Motto „Den Profiteuren von Mietsteigerungen auf die Pelle Rücken“ mit empörten Mieter/innen und Mitstreiter/innen aus Stadtteilgruppen statt. Leider verwies die holde Polizei die Kundgebung auf die andere Straßenseite, an die Ecke einer Kreuzung. Die Polizei war gleich mit mehreren Fahrzeugen vor dem Bürohaus von Ziegert und in der Seitenstrasse angerückt. Das hielt alle Beteiligten nicht davon ab, Ziegert lauthals ihre Meinung zu sagen. Verschiedene Menschen berichteten über ihre Erfahrungen mit der Firma Ziegert im Grafekiez, Schöneberg , Kreuzberg und Neukölln. Frau Cengiz, die selbst von Zwangsräumung bedroht ist, informierte über eine am 2. August geplante Kundgebung Ob Nuriye,ob Kalle, wir bleiben alle .
Während der Kundgebung sperrte die Polizei den Eingang der Imombilienhaie Ziegert, die lugten verschämt hinter ihren Gardinen aus dem Fenster und trauten sich erst nach Abschluss der Kundgebung unter dem verbleibenden Schutz der Polizei zum Rauchen vor die Tür. Diese Kundgebung war erst ein Anfang, danach mit mehr Beteiligtem und noch lautstärker. Dabei wird es nicht bleiben, auch unangekündigtem Besuche werden wir in der Zukunft nicht ausschließen, damit wir dann ungestört den Profiteuren von Mietsteigerungen und Umwandlung unsere Meinung sagen können.

Kundgebung gegen Ziegert 24.7.2012

Kundgebung gegen Ziegert 24.7.2012

Kundgebung gegen Ziegert 24.7.2012

Protest im Hinterhof

Farbflecken Allerstrasse 18 Schillerkiez
Am vergangenen Wochenende spazierten Menschen durch Hinterhöfe im Neuköllner Schillerkiez, um zu sehen, was sich da so tut. Dabei fanden sie neue Farbgestaltungen in dem Haus Allerstrasse 18/Ecke Lichtenrader Str. 39. Auf frisch gestrichener Fassade waren frische Farbflecken zu sehen. Das Haus gehört seit letztem Jahr der Wiener Immobiliengesellschaft Spreeinvest und wird „betreut“ von der Berliner Firma Ziegert. Sie wandeln die Mietwohnungen in Eigentumswohnungen um und verdrängen die dort lebenden Menschen aus ihren Wohnungen. Darin dürfte wohl auch die Ursache der lila Farbtupfer liegen.

Farbflecken Allerstr. 18 Schillerkiez

Kundgebung gegen den Entmietungsspezialisten Ziegert

Den Profiteuren von Mietsteigerung und Verdrängung auf die Pelle Rücken!

Kundgebung gegen den Entmietungsspezialisten Ziegert
Dienstag, 24. Juli 2012 um 16 Uhr
Schlüterstrasse 54 (nahe S-Bhf. Savignyplatz)

Es gibt viele Arten mit Wohnungen Profite zu machen. Z.B. exorbitante Mieterhöhungen nach Luxusmodernisierung oder bei Neuvermietung, Umwandlung in Eigentumswohnungen, oft verbunden mit der Verdrängung der MieterInnen. Dabei wird die Angst der MieterInnen skrupellos ausgenutzt. Überrumpelung, mehr oder weniger subtile Drohungen, Entmietung und lächerlich niedrige Abfindungen sind an der Tagesordnung.
Hier kommt die Firma Ziegert ins Spiel, sie verdienen damit ihr Geld:

„Von der starken Nachfrage profitiert auch das Berliner Unternehmen Ziegert Bank- und Immobilienconsulting, das sich in den letzten Jahren zu einem führenden Wohnungsmakler in der Hauptstadt entwickelt hat. Im ersten Quartal dieses Jahres verbuchte die Firma ein Umsatzplus von 40%. 220 Wohnungen konnte das Team von Ziegert an den Mann und die Frau bringen. 63,3 Mio. Euro Umsatz erzielten die Vermittler durch die Verkäufe.“ (Immobilienzeitung, 26.4.2012)

Das alles ist legal, politisch gewollt und in einer Gesellschaft mit kapitalistischem Wohnungsmarkt völlig normal. Die Profite zahlen alle MieterInnen, aber besonders trifft es Menschen mit niedrigem Einkommen, geringer Rente oder Hartz IV. Und wenn wir es nicht mehr bezahlen können, werden wir eben vertrieben, aus unserer Nachbarschaft und unseren sozialen Beziehungen.
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Stadtvernetzt zu Parteien

*Stadtvernetzt-Stellungnahme zur Zusammenarbeit mit Parteien*

Nach der Privatisierung von 180.000 Wohnungen in den vergangenen 15 Jahren, der faktischen Abschaffung des Sozialen Wohnungsbaus und der Preisgabe sämtlicher wohnungspolitischer Instrumente beginnen einzelne Berliner Parteien wieder, die „Mietenfrage“ als neues Beschäftigungsfeld zu entdecken. In jüngster Vergangenheit präsentieren ihre Vertreterinnen und Vertreter eine vermeintliche Offenheit und suchen Anschluss an Initiativen und Bewegungspolitik.

Wir stellen hierzu klar:

Stadtvernetzt ist ein Zusammenschluss verschiedener Stadtteilinitiativen, Hausgemeinschaften und Basisgruppen. Wir arbeiten in so unterschiedlichen Stadtteilen wie Mitte, Kreuzberg, Neukölln, Schöneberg, Friedrichshain, Zehlendorf, Moabit oder Treptow. Wir organisieren Stadtteil- und Hausversammlungen, entwerfen Plakate, Flugblätter und Stellungnahmen zur Wohnungspolitik, führen Demonstrationen durch oder besuchen auch mal Eigentümerinnen und Eigentümer. Einige Initiativen reden mit Parteien, andere lehnen die Zusammenarbeit ab. Wir lernen von- und miteinander und unterstützen uns gegenseitig. Was uns eint, ist der Kampf gegen steigende Mieten, Umwandlung in Eigentum, Verdrängung und zunehmende Armut. Und als Zusammenschluss verstehen wir uns als konsequent außerparlamentarisch.
Das bedeutet:

* Parteiorganisationen und von Parteien abhängige Gruppen können kein Teil von Stadtvernetzt sein.
* Vertreterinnen und Vertreter von Parteien sind auf den Stadtvernetzt-Treffen nicht erwünscht.
* Wir freuen uns über die Unterstützung durch Parteiangehörige der Basis. Fahnen, Logos, eine vereinnahmende Werbung auf Flyern und Internetseiten oder die Anwesenheit von führenden Parteimitgliedern bei unseren Aktionen werden wir nicht dulden.
* Unabhängige und selbstorganisierte Basisgruppen, deren Aktive zum Teil Parteimitglieder sind, können bei Stadtvernetzt selbstverständlich mitmachen.




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