Die Schiller-Läden

Der neu entstehende gastronomische Komplex aus Schiller-Burger, Schiller-Backstube und demnächst Schiller-Bar hat vor paar Tagen eine ungewöhnliche Bemalung bekommen. In ihrer PR-Arbeit dazu bemühen sich die Betreiber , sich als arme kleine Jungunternehmer darzustellen, die hier ihr letztes Erspartes investieren würden. Dem ist nicht so.
Schon am Jahresanfang, als die Bauarbeiten begannen , gingen Informationen durch den Kiez, dass die Betreiber der Kreuzberger Morena Bar da am Werke sind. Der Laden läuft und um Steuern zu sparen, müssen die Gewinne investiert werden. In der Berliner Zeitung von heute sind die Namen der Betreiber der Schiller-Läden zu lesen: Juliane Gerroldt, Philipp Entekhabi und Zekerijat Purkovic. Dank der Suchmaschine Google lassen sich da einige Informationen finden.

Zekerijat Purkovic ist einer der Inhaber des lange existierenden Cafe M in der Goltzstrasse in Schöneberg. Das Geschäft betreibt er zusammen mit Ali Cengiz und Rainer Seidler. Diese beiden wiederum sind Inhaber der Firma Rainer Seidler und Ali Cengiz – Buchführung in Schwielowsee. In der Wiener Strasse ist die Morena Bar , die 2009 von Christian Brandenburger und drei anderen als Ein-Euro-GmbH: Das Unternehmen fürs kleine Geld übernommen wurde. Rainer Seidler und Ali Cengiz sind Mitbesitzer.

Frau Gerroldt ist die Inhaberin der Verve Gallery for Contemporary Art and Fashion/Design mit Sitz in der Käthe-Niederkirchner-Straße 11. An der gleichen Anschrift wird ein Lovely furnished Apartment für 50 Euro pro Tag zum Langzeit-Mieten von Juliane Gerroldt angeboten. In der Wiesenstrasse am Humboldthain ist sie die Ansprechpartnerin für ein Familienapartment als Ferienwohnung. Die Morena Bar mag sie auch, wie dieser Facebook-Eintrag belegt.

In dem ersten Kommentar zu dem Text auf linksunten.indymedia.org Angriff auf Cocktailbar ist folgendes zu lesen:
„Der Betreiberwechsel von Lokalitäten im Schillerkiez sieht so aus, das potentielle Investoren und Hausbesitzer schon lange vor dem Ausstieg der alten Betreiber verhandeln. So hat z.B. Juliane Gerroldt schon Monate vor der Kündigung des Kiezbäckers einen Vorvertrag mit der Hausverwaltung geschlossen, dass sie bereit ist eine bestimmte Miete zu entrichten, wenn ab einem bestimmten Zeitpunkt das Gewerbe frei ist. Dem Kiezbäcker wurde dann die Wahl zwischen einer saftigen Mieterhöhung und einer Abfindung gelassen.“


2 Antworten auf „Die Schiller-Läden“


  1. 1 Wer hat Angst vorm Schiller? | neukoellner.net | Berlin-Neukölln Pingback am 24. Juni 2012 um 8:30 Uhr
  2. 2 Kunst gegen Schillerbar « Nachrichten aus Nord-Neukölln Pingback am 16. April 2013 um 13:34 Uhr
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