Archiv für Juli 2011

Jetzt reichts!

Aufruf zur Mietenstopp-Demonstration am 3. September 2011

Jetzt reichts! Gegen Mieterhöhung, Verdrängung und Armut

Plakat Mietenstopp-Demonstration 3. September 2011

Die Mieten steigen rasant in Berlin. Für viele Mieterinnen und Mieter sind sie bereits zu hoch. In der ganzen Stadt werden Menschen mit geringem Einkommen aus ihren Wohnungen und ihrer Nachbarschaft verdrängt. Migrantinnen und Migranten trifft es zuerst, aber auch die Rentnerin von nebenan genauso wie den Hartz-IV-Empfänger oder die Alleinerziehenden. Es betrifft uns alle, egal woher wir kommen!

Jetzt ist Wahlkampf. Die Parteien versprechen uns viel, aber wir glauben ihnen kein Wort. In Wahrheit haben sie den Sozialen Wohnungsbau abgeschafft, öffentliches Eigentum wie die Wasserbetriebe verhökert, die städtischen Wohnungsbaugesellschaften verscherbelt oder auf Gewinn getrimmt. Ganz offensichtlich nehmen Politikerinnen und Politiker in Kauf, dass Leute mit kleinem Einkommen aus ihrem Zuhause verdrängt und ihren sozialen Zusammenhängen gerissen werden. Deshalb: Parteien und ihre Symbole haben auf der Demo nichts zu suchen.

Wir nehmen das Problem jetzt selbst in die Hand!

Wir Mieterinnen und Mieter organisieren Stadtteilversammlungen, Kiezspaziergänge und Aktionen. Stadtteilgruppen entstehen gerade stadtweit und rufen jetzt gemeinsam zu dieser Großdemonstration auf. In Initiativen zusammengeschlossene Mieterinnen und Mieter aus allen Stadtteilen und Stadtteilgruppen werden die Demonstration anführen. Ob in Prenzlauer Berg, Zehlendorf, Moabit, Wedding, Schöneberg, Mitte oder Friedrichshain – die Probleme sind bezirksübergreifend. Neukölln, Alt-Treptow und Kreuzberg, durch die die Demonstration führen wird, stehen mit ihren Problemen beispielhaft für die Verdrängungsprozesse in der ganzen Stadt.

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Befragung Nord-Neukölln

Seit Mitte Juli führt das Büro TOPOS Stadtforschung eine Befragungsaktion in Nord-Neukölln durch. Im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung werden an 9000 zufällig ausgewählte Haushalte vierseitige Fragebogen verteilt. Gefragt wird nach Mieten und Wohnungsausstattung , zur Nachbarschaft und den eigenen Vorstellungen und Wünschen zum Leben im Kiez und auch zu Löhnen, Beruf und Ausbildung. Die Antworten sollen anonym zurückgeschickt werden.
In dem Begleitschreiben heisst es:
„Das Wohnen in Nord-Neukölln wird von vielen, besonders von jungen Menschen, als attraktiv angesehen. Dies zeigen die aktuellen Zuwanderungen. Andererseits sind Probleme im Stadtteil – z.B. Arbeitslosigkeit und mangelnde Berufsqualifikation – keineswegs beseitigt.
Die neueren Entwicklungen können auch zu Auswirkungen auf die Bezahlbarkeit von Wohnraum führen.“
Mit der Umfrage sollen Veränderungen der Bevölkerungszusammensetzung und der Wohnbedingungen ebenso wie die Meinungen der Bewohner dazu ermittelt werden. Die Vorlage der Ergebnisse wird für November 2011 angekündigt.

Grillen für Strassenfest

Vegane Vokü + Tresen am 14.7 in der Lunte, Weisestr.53 , ab 20 Uhr

Grillen fürs Strassenfest

Am 13. August findet in der Weisestraße zum zweiten Mal das selbstorganisierte Straßenfest statt. Es beteiligen sich verschiedene Initiativen, Kollektive und Kneipen aus dem Kiez. Wir wollen mit der Vokü das Fest unterstützen. Deshalb gibt es unter dem Motto „Wir bleiben hier“ Gegrilltes gegen „soziale Kontrolle“, rassistische Ausgrenzung und für mehr Solidarität.

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Randnotizen im Juli 2011

RandNotizen 5 Cover
Seit heute ist die fünfte Ausgabe der „Randnotizen – Stadtteilzeitung aus dem Schillerkiez“ erhältlich. Sie wird demnächst verteilt oder kann in der Lunte, dem Syndikat usw. abgeholt werden. Die Themen sind u.a. Mietspiegel, Tourismusindustrie, Widerstand gegen Modernisierung, Entwicklungen Tempelhofer Park, Streik an der Charite, Überwachung und Kontrolle und Bürgerarbeit.
Online als Randnotizen 5, PDF-Dokument, 1,3 MB

Vorwort RandNotizen 5
Seit gut einem Jahr ist nun das Tempelhofer Feld für die Allgemeinheit geöffnet. Bei schönem Wetter strömen jetzt regelmäßig Tausende herbei und es eröffnen bereits die ersten Ausflugslokale – nicht direkt am Zaun, weil es in der Oderstraße keine Ladenräume gibt, sondern ein paar Meter in den Kiez hinein: das Engels in der Herrfurth-/Ecke Lichtenrader Straße etwa. Der Schillerkiez wird zum Naherholungsgebiet und zur Touristenattraktion. Mit dem Thema Tourismus beschäftigen wir uns deshalb im Heft noch einmal genauer.
Geht man vom Engels ein paar Meter weiter in die Schillerpromenade findet man an der Ecke Kienitzer Straße das Promenaden Eck, das als ehemals normale Eckpinte zum Trendcafé mutierte. Mit Cafés dieser Art müssen wir wohl in Zukunft vermehrt leben. Unglücklicherweise ist Neukölln von der Presse zum Inbezirk erklärt worden. Von der selben Presse, die vor noch gar nicht langer Zeit unseren schönen Stadtteil als schlimmsten Slum Deutschlands und gefährliche No-go-Area beschimpfte. Eigenartigerweise scheint die Wirklichkeit tatsächlich der medialen Inszenierung hinterherzuhecheln.
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