Archiv für Dezember 2010

Aus Kreuzkölln wird Prenzlkölln

Unter diesem Titel veröffentlicht das „Mieterecho“ der Berliner Mietergemeinschaft in seiner Dezember-Ausgabe einen Artikel von Peter Novak, der über den Kiezspaziergang im Schillerkiez am 24. Oktober berichtet. Wir drucken ihn hier auch ab.
Die komplette Mieterecho Ausgabe 344 Dezember 2010 gibt es als PDF-Dokument zum Download .

Aus Kreuzkölln wird Prenzlkölln
von Peter Nowak

Während es in Neukölln für ALG-II-Beziehende kaum noch bezahlbare Wohnungen gibt, boomt der Sektor für 1-Euro-Jobs

Trotz nasskaltem Wetter trafen sich am 24. Oktober fast hundert Personen zum Kiezspaziergang vor dem Neuköllner Stadtteilladen Lunte. Der Spaziergang war von Stadtteilinitiativen vorbereitet worden und sollte über Umstrukturierung und steigende Mieten im Schillerkiez informieren. Schon nach wenigen Metern verwies ein Aktivist der Vorbereitungsgruppe auf mehrere leer stehende Läden. „Hier war ein Eiscafé, dort ein Laden mit afrikanischen Spezialitäten, sie mussten wegen der steigenden Mieten schließen“, erklärte er. Dafür hätten in der letzten Zeit in der Gegend Beschäftigungsgesellschaften für 1-Euro-Jobs geöffnet. Die BBJ Servis gGmbH betreibt im Kiez eine Werkstatt für Möbel und Fahrräder. Die Beschäftigungsgesellschaft Tandem BQG berät Jugendliche, die sich auf Stellensuche befinden. Gleich mehrere Projekte im Schillerkiez unterhält die Bequit-Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft, beispielsweise 1-Euro-Jobber/innen, die als Aufsichtskräfte für mehr Sicherheit und Sauberkeit eine tägliche Tour durch den Kiez machen.
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Handwerk nix Kunst

Temporäres Bauwerk in der Weisestrasse vor dem Syndikat. So sah es gestern aus, heute ist das Schild schon weg und der Regen wird auch seine Wirkung entfalten.

Handwerk mit Schnee Weisestrasse

Handwerk mit Schnee Weisestrasse

Newsletter gegen steigende Mieten

Am 5. Dezember ist die 6. Ausgabe eines Newsletter gegen steigende Mieten erschienen. Aus der Ankündigung:

„Berlin für Alle – Leben ohne Angst – Steigende Mieten stoppen!
Seit Jahren steigen in großen Teilen vor allem der Berliner Innenstadt die Mieten rasant. Gleichzeitig nimmt die
gesellschaftliche Ungleichheit zu, es gibt immer mehr Armut. Gegen diese Entwicklung gibt es zunehmend Protest
und Widerstand auf verschiedenen Ebenen. Über diesen Widerstand möchte dieser Newsletter so umfassend wie
möglich berichten.“

Die Ausgabe ist nachzulesen unter Mieten, Makler, Widerstand (Berlin)

Bauen auf dem Feld

Die geplante Bebauung der Kleingartenkolonie am Columbiadamm gegenüber des Tempelhofer Feldes ist gestoppt. Siehe auch den Text auf dem Blog von „Tempelhof für Alle“ Columbia-Quartier gestoppt? Damit scheint wohl das geplante Columbia-Quartier erst mal in weite Ferne gerückt zu sein. Umso aktueller wird dann das Neukölln-Quartier „Adresse für städtisches Wohnen am Park“, das die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung entlang der Oderstrasse errichten will. Hier sind alle Parteien bis auf die Linke für eine Bebauung. Die SPD hat auf ihrem Landesparteitag einen entsprechenden Beschluss verabschiedet:

Die vorgesehene Bebauung westlich des Schillerkiezes bietet die Chance einer sozialen Stabilisierung der Neuköllner Wohngebiete. Der neu geschaffene Wohnraum soll für breite Schichten der Bevölkerung bezahlbar sein, insbesondere aber sozialstabilisierende Bevölkerungsteile ansprechen und auch genossenschaftliche Wohnformen oder günstiges Wohneigentum für breitere Bevölkerungsschichten beinhalten.“
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