Archiv für August 2010

Gelungenes Strassenfest

Transparent Strassenfest Weisestrasse

Das unabhängige Strassenfest Weisestrasse war ein voller Erfolg. Bei Sonnenschein und herrlichem Sommerwetter tummelten sich viel mehr Menschen auf dem Fest als erhofft. Viele unterschiedliche Menschen, gute Musik, Redebeiträge zur Entwicklung im Kiez und Aktivitäten in der Stadt, viele Infostände, interessante Gespäche und Diskussionen, kein Stress mit Polizei oder Ordnungsamt. Die veranstaltenden Projekte und Initiativen freuen sich, danken allen Besuchern und müssen sich nun erholen. Deshalb erstmal nur paar Fotos.

Strassenfest Weisestrasse

Strassenfest Weisestrasse

Strassenfest Weisestrasse

Strassenfest Weisestrasse

Update am 23. August:
Weitere Fotos auf den Seiten von Umbruch Bildarchiv: Neukölln feiert feste gegen Umstrukturierung

Neukölln soll schöner werden

Unter diesem Titel wurde am 14. August auf indymedia ein Artikel zu Entwicklung im Neuköllner Schillerkiez veröffentlicht

Die Karawane der Aufwertung zieht weiter
Zur Entwicklung im Neuköllner Schillerkiez – von der „Bronx“ zum angesagten Viertel,

Jetzt ist sie auch im Schillerkiez angekommen.. Ehemals leere Läden verwandeln sich in schicke Gallerien. Viele neue junge unentdeckte Künstler zieht es in den Bereich. Neue Kneipen lassen auch nicht lange auf sich warten. Der tolle Nebeneffekt ist, dass die Mieten steigen. Bei Neuvermietungen werden teilweise Kaltmieten von beachtlichen 8-9 € pro qm verlangt. Auch wenn es von vielen politisch Verantwortlichen noch geleugnet wird, sind diese Mieten für viele nicht mehr bezahlbar.

Es gibt bei Neuvermietungen kaum noch kleine Wohnungen, die mit Hartz IV bezahlbar sind. Aber für Herrn Felgentreu ( SPD Abgeordneter für den Bezirk NeuKölln ) führen Mietsteigerungen nach dem Mietspiegel von 7-10 % nicht zur Verdrängung. Hippe Artikel in Stadtmagazinen wie Tip tragen dazu bei, dass der Kiez noch angesagter wird. Mensch muß sich schon wundern, wer denn bei den in vielen Fällen niedrigen Einkommen hier in Berlin ( Berlin – die Hauptstadt der Prekären) trotzdem noch diese hohen Mieten zahlen kann. Die Nachfrage steigt, zu Wohnungsbesichtigungen kommen zwischen 20 bis 40 interessierte Menschen.“

Den ganzen Artikel auf indymedia lesen Berlin: Neukölln soll schöner werden

Überwachungskameras im Schillerkiez

Überwachungskameras im Schillerkiez
Nicht nur öffentliche Einrichtungen und grosse Geschäfte haben uns mit ihren Überwachungskameras immer mehr im Blick, um uns unter Kontrolle zu haben. Auch im beschaulichen Schillerkiez finden sich Kameras. Darüber informierten schon am 7. Mai diesen Jahres Menschen vom Seminar für angewandte Unsicherheit [SaU] bei einem Spaziergang durch das kameraüberwachte und quartiersgemanagte Neukölln. Danach enstand diese Karte mit den Standorten der Kameras, die auch auf Ergänzungen wartet.
Ein Bericht über diesen Spaziergang erschien am 11.Juni in der „tageszeitung“ Die kleinen Brüder von Neukölln .

Wer will Aufwertung?

Wer da so was von sich gibt

Zitate zur Aufwertung:

Für das Neuköllner Quartier wünscht sich der dortige Baustadtrat Thomas Blesing (SPD) eine „hochwertige, lockere Bebauung“, die Wohlhabende anlocken und auf den Schillerkiez abstrahlen soll.
Tagesspiegel, 5. Mai 2010
Artikel „Tempelhof bleibt Volkswiese bis 2017“

Kerstin Schmiedeknecht,Quartiersmanagement Schillerpromenade sagt:
„Wenn hier 70 Prozent der Menschen sozusagen von Hartz IV oder ergänzenden Sozialleistungen leben, und in dem Sinne Arbeit als Erwerb gar nicht kennen, dann ist hier irgendwas stark gekippt und diese Vorbildwirkung, die ist dann auch nicht mehr vorhanden. Und das können Mittelschichtsfamilien oder Familien, die eben einer regulären Arbeit und den damit verbundenen Anforderungen nachgehen, durchaus mitbringen.“
RBB-Sendung „Klartext“ vom 12. Mai 2010

Aus dem Artikel „Makler entdecken Schiller“,erschienen am 6.5.2010 in der tageszeitung:
„Es ist traurig für die Leute, aber die Zeiten solch niedriger Mieten sind vorbei“, sagt Uwe-Andreas Piehler,Vertretungsbevollmächtigter für das Haus. Bei vielen Wohnungen im Kiez werde die einstige Warmmiete jetzt als Kaltmiete veranschlagt. Tarsap verdient an den Veränderungen im Kiez, weil sie im richtigen Moment ins Immobiliengeschäft eingestiegen ist: Die vorher nur als Hausverwaltung tätige Firma handelt seit fünf Jahren mit Immobilien im Schillerkiez.

Aus der Sitzung des Wirtschafts- und Stadtentwicklungsausschuss der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Neukölln vom 11. Mai 2010:
Franz Wittke (FDP Neukölln):
„Gegen ein bisschen Gentrifizierung hätte man nichts einzuwenden. Wir würden es begrüßen, wenn Leute dorthin ziehen, die keine Probleme bereiten.“
Internet-Blog: „Das gemeine Wesen“ vom 13. Mai 2010




Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: