Archiv für Mai 2010

Teure Mieten im Schillerkiez

Beim Durchsehen der Angebote für 1-2 Zimmerwohnungen bis 50 qm lassen sich hier kaum noch Wohnungen finden, die für Hartz4-Bezieher bezahlbar sind. Am 19. Mai wurde auf immobilienscout24 eine „Großzügige 1-Zimmer-Wohnung in Neuköllns Süden“ angepriesen, die sich in der Weisestr. 10 im 1. Obergeschoss des Seitenflügels befindet. Für die 49 qm verlangt die Firma Schick-Immobilien eine Kaltmiete von 441 Euro, macht pro qm 9 Euro. Zur Kaltmiete kommen noch die Nebenkosten von 70 Euro und die Heizkosten , die ca 60 Euro betragen dürften. Auch sonst wird für 1 bis 2 Zimmer-wohnungen von 30 bis 50 qm überwiegend eine Kaltmiete von 7 Euro/qm und mehr verlangt.

Kiezspaziergang am 30.Mai im Schillerkiez

Weisestrasse

Aufwertung und Verdrängung durch Veränderung der Vermieterstruktur.
Nach unserem ersten Kiezspaziergang, wo wir die geförderten Projekte des Quartiersmanagements besichtigten, wollen wir diesmal ein paar Häuser aufsuchen, die öfter den Besitzer gewechselt haben, durch hohe Mieten oder sonstwie auffallen. Anschliessend machen wir wieder ein gemeinsames Kaffeetrinken in der Lunte. Wir hoffen auf gutes Wetter und soviel Interessierte wie beim letzen Mal.

Sonntag, 30. Mai 2010
Treffpunkt: 14 Uhr Stadtteilladen Lunte Weisestr. 53

AG Stadtteiluntersuchung
Vorbereitungsgruppe Stadtteilversammlung im Schillerkiez

Vorankündigung:
Die nächste Stadtteilversammlung ist am Donnerstag, den 1. Juli ab 20 Uhr in der Kneipe „Lange Nacht“, Weisestr. 8.

Edelbezirk-Nein Danke

Ein neues Plakat ist immer häufiger im Schillerkiez zu sehen:

Plakat Edelbezirk - Nein Danke

Tolle Bewegungsfreiheit!

Ein weiterer Bericht zur gestrigen „Öffnungsfeier“ des „Tempelhofer Parks“.
Gestern wurde das Tempelhofer Feld „geöffnet“, es nennt sich jetzt Park. Geändet hat sich bisher aber anscheinend wenig, denn von der viel beschworenen Bewegungsfreiheit war gestern kaum etwas zu spüren. Einige Hundertschaften der Berliner Polizei, haufenweise Zivis und eine Horde Hooligans, die sich selbst Sicherheitsdienst nannten, sorgten dafür dass die wenigen Menschen die auf das Feld gelangten sich wohl wie im Juni vergangenes Jahres fühlten, wo die Polizei bereits eine selbstorganisierte Öffnung des Geländes mit Gewalt verhinderte.

Die Initiativen die sich kritisch mit der Entwicklung des ehemaligen Flughafens und den agrenzenden Gebieten auseinandersetzen, hatten keine Möglichkeit die BesucherInnen des Feldes über die Problematik der Senatsplanung zu informieren. Die Grün Berlin GmbH – die Betreiberfirma des „Parks“ sprach mehrere Hausverbote an Personen aus, die unliebsame Informationen an die Menschen auf dem Feld verteilten. Auch Infostände wurden von der Grün Berlin GmbH mit tatkräftiger Hilfe der Berliner Bullen verhindert. So nahmen die Führungskräfte der Parkverwaltung die Flyer der Initiative „reclaim Tempelhof“ unter die Lupe und entschieden sich nach eingängigem Studium für die Zensur. Ob in Zukunft auch bestimmte Literatur im Park verboten sein wird, bleibt abzuwarten. Nachdem es den kritischen Initiativen aus dem Kiez jedenfalls nicht möglich war einen Infostand oder ähnliches durch zu führen, wurden dann auch die Leute vom Gelände geschmissen, die einfach nur selbst gemachte Flyer verteilen wollten.
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Makler im Schillerkiez

In der taz hat am 4. Mai eine neue Serie taz-Serie Schillerkiez begonnen. In einer Art Langzeituntersuchung will die taz die Veränderungen im Schillerkiez in den nächsten Jahren beobachten. Den Auftakt bildete ein Artikel Ein Stadtviertel vor dem Abheben mit einem Überblick.
“ Die Öffnung des Tempelhofer Flugfeldes als Park wertet den angrenzenden Schillerkiez auf. Bisher gilt er als Problemviertel mit hoher Arbeitslosigkeit. Nicht alle Anwohner freuen sich über die Entwicklung.“
Besonders interessant ist ein heute erschiener Text Makler entdecken Schiller.
Er schildert am Beispiel der Lichtenradener Str. 32, wie Verdrängung funktioniert, Bewohner aus dem Haus geklagt werden und wie Immobilienfirmen, in diesem Fall die Tarsap, ihr Geschäft machen.
Wie die Zukunft für den Schillerkiez aussehen soll, bringt der Neuköllner Stadtbaurat Thomas Blesing (SPD) im Tagesspiegel Tempelhof bleibt Volkswiese bis 2017 auf den Punkt:
„Für das Neuköllner Quartier wünscht sich der dortige Baustadtrat Thomas Blesing (SPD) eine „hochwertige, lockere Bebauung“, die Wohlhabende anlocken und auf den Schillerkiez abstrahlen soll.“




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