Archiv für März 2010

Gefahren der Aufwertung

Im Gegensatz zum QM Schillerpromenade erlaubt sich die Zeitung des QM Körnerpark auch kritische Artikel zu Themen wie Aufwertung. In der aktuellen April-Ausgabe der Körnerpost (PDF-Dokument) gibt es ein Interview mit Andrej Holm zu dem Thema „Die Gefahren der Aufwertung“ , was sich besonders mit der Entwicklung in Nord-Neukölln und auch den Quartiersmanagements selber beschäftigt. Das ganze Interview ist auf dem gentrificationblog unter Die Gefahren der Aufwertung nachzulesen.

Lass uns bleiben

Autonom bleiben

Wandbild an einer Brandmauer neben dem Kinderspielplatz in der Lichtenrader Strasse

Stadtteilzeitung aus dem Schillerkiez

Titelbild Randnotizen 1

Gestern ist die erste Ausgabe der neuen Stadtteilzeitung „Randnotizen – Stadtteilzeitung aus dem Schillerkiez“ erschienen. Die Zeitung hat 24 Seiten, wird die nächsten Tage verteilt und kann auch im Stadtteilladen Lunte abgeholt, gelesen und verteilt werden.
Randnotizen Ausgabe 1 ohne 3 Fotoseiten als PDF-Dokument, 4,7MB.

Aus dem Vorwort:

Wir leben in kriegerischen Zeiten. Der „soziale Frieden“ wird zunehmend mit wachsender Repression und Kontrolle aufrechterhalten. In Afghanistan führt eine „Task Force 47“ Krieg gegen Aufständische. In Neukölln nimmt die „Task Force Okerstraße“ (TFO) bestimmte Bevölkerungsgruppen ins Visier. „Task Force“ sei kein militärischer Begriff, sondern einer der Sozialarbeit, erklärte Kerstin Schmiedeknecht, Leiterin des QM Schillerpromenade. Was ist das für eine „Sozialarbeit“?, fragen wir (Seite 12, „Task Force Okerstraße – Eine Kriegserklärung“). Die gegenwärtige Situation Neuköllns ist soziale Realität. Die „Mißstände“ sind Zustände, und die gilt es zu kritisieren und zu verändern. Wir sagen: Probleme müssen an ihrer Wurzel bekämpft werden, weshalb für uns die Kritik der kapitalistischen Verhältnisse nach wie vor zwingender Bestandteil von Stadtteilinitiativen bleibt.
Die Zeitung entstand im Zuge der unabhängigen Stadtteilversammlungen, die zunächst in Reaktion auf die Veröffentlichung des „TaskForce“ Strategiepapiers organisiert wurden. Nach einigen Protesten riefen die vermeintlichen Friedensengel des Bezirkes Buschkowsky und Felgentreu zur Besinnung. Auch der Regierende Bürgermeister Wowereit höchstpersönlich sah sich gezwungen, Solidarität mit dem Quartiersmanagement Schillerpromenade zu üben. In dieser Zeitung wollen wir unsere Gründe genauer darlegen, warum die TFO und das QM kein Instrument zur allgemeinen Verbesserung der Lebensqualität in diesem Kiez sind (Seite 4, „Quartiersmanagement – Was steckt dahinter?“). Die Zusammenhänge der TFO mit dem Quartiersmanagement, die Aufwertung der Stadtteile und die sozialen Verhältnisse, machten es notwendig, auch unsere Themenfelder entsprechend auszuweiten.

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Kein Ort für Nazis in Neukölln

Agitation für den „Langen Tag gegen Nazis“

Fahne vor der Lunte

Gestern in der Weisestrasse vor dem Stadtteilladen Lunte

Hauswand Weisestr. /Herrfurthstr

Hauswand an der Weisestrasse Ecke Herrfurthstrasse

Plakat Kein Ort für Nazis

Plakat „Kein Ort für Nazis“

Radiofeature zu Gentrification in Nord-Neukölln

Der Norden Neuköllns verändert sich rasant. Die Mieten steigen, Kneipen und Cafés eröffnen. Zahlungskräftigeres Publikum zieht her. Damit einher geht auch eine beginnende Verdrängung der bisherigen Bevölkerung. Gentrification, so nennt sich das stadtpolitische Phänomen, das ähnlich und zum Teil weiter fortgeschritten auch in anderen Berliner Bezirken wie Prenzlauer Berg, Friedrichshain und Kreuzberg beobachte werden kann. Maßnahmen des Berliner Senats wie die Quartiersmanagements und die Ausrufung von Sanierungsgebieten schieben diesen Prozess an und begleiten ihn.

Um auf diese Situation aufmerksam zu machen hat sich die Avanti-Sozial-AG Ende letzten Sommers in Neukölln umgeschaut und ein Radiofeature produziert, das über die aktuelle Situation aufklären und die wichtigen Akteure benennen will. Es wurden u.a. Interviews mit dem Quartiersmanagement Reuterkiez und dem Vorsitzenden von Haus und Grund Neukölln geführt. Wir wollen so noch einmal nachdrücklich auf die Entwicklung nicht nur in Nordneukölln, sondern in Gesamtberlin aufmerksam machen: denn überall innerhalb des S-Bahn-Rings steigen die Mieten.Radiofeature zum runterladen: Nordneukölln in den Kollwitzplatz verwandeln? (53 min. bzw. 49 MB).

Begleitend zum Radiofeature gibt es ein kleines Booklet (pdf) mit vielen Informationen und einer stadtpolitischen Positionierung der AVANTI-GRuppe in Berlin.
Das Radiofeature gibt es auch als CD.




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