Archiv für Februar 2010

Aktionen gegen das Quartiersmanagement

Unter diesem Titel veröffentlichte das Berliner Abendblatt am 20. Februar einen Artikel auf seiner Titelseite. Da die Zeitung Online nur als komplettes Heft im PDF-Format zum Download bereitsteht, dokumentieren wir hier den Text:

Aktionen gegen das Quartiersmanagement
Linksautonome wollen Verbesserungen im Schillerkiez verhindern
und sprechen von „repressiver Umstrukturierung “

Neukölln. Am Mittwoch voriger Woche klingelte ein junger Mann im Büro des Quartiersmanagements in der Schillerpromenade. Eine Mitarbeiterin öffnet, und schon sind zehn Leute im Laden – alle in roten Kapuzenpullovern und mit weißen Masken verkleidet, damit man sie nicht erkennen kann. Dann wird begonnen, Wände und Ausstellungstafeln zuzukleistern, damit man Plakate draufkleben kann, man will der Mitarbeiterin einen vergammelten Blumenstrauß als „Preis für Rassismus“ verleihen und gefilmt wird das Geschehen auch. Nach fünf Minuten folgt der schnelle Abgang samt der Ankündigung, immer wieder kommen zu wollen. Wahrscheinlich gilt die Aktion nur als Hausfriedensbruch, aber sie steht für eine lange Reihe sich offensichtlich steigernder Aktionen aus der linksautonomen Szene gegen das Quartiersmanagement Schillerpromenade.

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Stadtteilversammlung am 15. Februar

Protokoll der 4. Stadtteilversammlung. 15.02.2010

Joachim Öllerich von dem Mietergemeinschaft war eingeladen, um über steigende Mieten, das Hauptthema der 4. Stadteilversammlung, zu berichten. Sein Beitrag sowie die beantworteten Fragen werden hier zusammengefasst.
Als Vormerkung betonte J. Öllerich, dass er eigentlich wenig über steigende Mieten erzählen kann, denn der Mietspiegel rechtfertigt lediglich die Senatspolitik. In seinem Beitrag fokussierte er also auf den Wohnungsmarkt und die Wohnungspolitik.

Wohnungsmarkt.

Die Nachfrage an Wohnungen bezieht sich auf die Zahl der in Berlin lebenden Haushalte. Nach einer negativen Entwicklung der Bevölkerung in den 90er Jahren ist diese in den letzten 3-4 Jahren permanent gestiegen. 2007 lebten 3,41 Millionen Menschen in Berlin, das heisst quasi dieselbe Zahl wie im Jahr 1991.
Die Zahl der Haushalte seinerseits ist regelmässig gestiegen und liegt bei 1,94 Millionen. Deren Erwerbstätigkeit (und dementsprechend deren Einkommen) ist stark gesunken und liegt jetzt bei 1,3 Millionen.

In der Stadt gäbe es derzeit 1,9 Millionen Wohnungen (es gäbe keine vernünftige Statistik dazu) und 18-19000 Wohnungen sollten jedes Jahr ersetzt werden. Wobei viel weniger gebaut wird.
Konzequenz : es entsteht eine Lücke, die immer grösser wird. Derzeit gäbe es 100 Haushalte für 98,5 Wohnungen. Wobei in Wohngemeinschaften mehrere Haushalte leben.

Preiswerte Bestände für kleine Haushalte und Haushalte mit geringen Einkommen werden immer knapper. Laut der Mietspiegel sind die Preise für kleine Wohnungen am starksten gestiegen.

Tatsache ist, dass es in Neukölln einen gewissen Leerstand gibt. Warum ist unklar.

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Ein Kiez verändert sich

Hier kommen Informationen zu Entwicklungen in Nord-Neukölln in Berlin und speziell im Schillerkiez, dem Gebiet des Quartiersmanagements (QM) Schillerpromenade. Seit Herbst letzten Jahres gibt es den Versuch, mit Stadtteilversammlungen im Gebiet zu intervenieren und Auseinandersetzungen um Veränderung, Aufwertung und Verdrängung voran zu treiben und Widerstand dagegen zu organisieren.




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