Neuer Film: Die Mietrebellen

Mietrebellen: Neue Doku über Mieter_innenwiderstand gegen Verdrängung in Berlin

Filmpremiere // Do, 24.4.14 // 18.30h // Moviemento Kino // Kottbusser Damm 22

Die Mietrebellen der Film

In den letzten Jahren hat sich die Hauptstadt rasant verändert. Wohnungen, die lange als unattraktiv galten, werden von Anlegern als sichere Geldanlagen genutzt. Massenhafte Umwandlungen in Eigentumswohnungen und Mietsteigerungen in bisher unbekanntem Ausmaß werden alltäglich. Die sichtbaren Mieterproteste in der schillernden Metropole Berlin sind eine Reaktion auf die zunehmend mangelhafte Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum.

Der Film ist ein Kaleidoskop der Mieterkämpfe in Berlin gegen die Verdrängung aus den nachbarschaftlichen Lebenszusammenhängen. Eine Besetzung des Berliner Rathauses, das Camp am Kottbusser Tor, der organisierte Widerstand gegen Zwangsräumungen und der Kampf von Rentnern um ihre altersgerechten Wohnungen und eine Freizeitstätte symbolisieren den neuen Aufbruch der urbanen Protestbewegung.

Ab dem 24. April wird Mietrebellen in den Berliner Kinos Moviemento und Lichtblick zu sehen sein, ab Mai auch im Filmrauschpalast. Einzelne Aufführungen wird es im Kino Central und an anderen Orten geben. Alle Infos zu (auch bundesweiten Vorführungs-) Terminen gibts auf Die Mietrebellen oder Die Mietrebellen auf Facebook

Stillstand beim Neubau

Das im November 2013 gross angekündigte Neubauprojekt „12053″ auf dem Gelände der ehemaligen Kindl-Brauerei an der Werbellinstrasse kommt nicht so richtig in die Gänge. Geplant sind dort 119 hochpreisige Eigentumswohnungen , die von der Firma Ziegert-Immobilien vermarktet werden. Wir berichteten hier in mehreren Artikeln:
Von Kindl-Residenzen zum Aufblühenden Neukölln und hier Neues vom Aufblühenden Neukölln: jetzt 12053 und hier Dezente Immobilienwerbung 12053 .

Der Investor Jan Peters mit seiner Casada-GmbH hatte für Januar 2014 den Baubeginn der Tiefgarage an der Mainzer Strasse direkt gegenüber dem Jobcenter Neukölln angekündigt. Mitte Februar 2014 wurde dann der östliche Strassenabschnitt der Mainzer Strasse abgesperrt und das brachliegende Gelände mit einem Bauzaun umgeben. Dazu kam noch eine grosse Werbetafel, gegenüber dem Show-Room von Ziegert am Sudhaus 2 , wo die Infotermine für die Kaufwilligen stattfinden. Jetzt sieht es immer noch so aus und die Autofahrer ärgern sich über die sinnlose Absperrung. Das Gelände, das immerhin im Januar vom Asphalt befreit wurde, könnte jetzt für Urban Gardening benutzt werden.

Absperrung Mainzer Strasse Kindl-Gelände

Absperrung der Mainzer Strasse gegenüber dem Jobcenter Neukölln

Neubau-Gelände 12053 Neukölln

Das Gelände für den Neubau von hochpreisigen Eigentumswohnungen „12053″

Werbetafel 12053

Die jetzt nicht mehr dezente Werbetafel für den Neubau

Die Kleinstadt kommt

in den Schillerkiez? Das vermutet dieses Graffiti in der Schillerpromenade an der Mauer zum Schulhof der Karl-Weise-Schule.

Die Kleinstadt kommt

17. April: Buchvorstellung zu Zwangsräumungen

Ob Nuriye oder Kalle – Wir bleiben alle:

Ein Buch stellt die Proteste gegen Zwangsräumungen dar.
Diskussion mit den Autor/innen am 17.4. um 19 Uhr in der Sonnenallee 101.
Jährlich werden in Deutschland tausende Menschen zwangsweise aus ihren Wohnungen geräumt weil sie die Miete nicht zahlen können oder aus anderen Gründen gekündigt wurden. Doch seit einiger Zeit lassen sich Mieter/innen nicht mehr still und leise rausschmeißen: Die Kampagne „Zwangsräumungen verhindern“ kämpft in Berlin öffentlichkeitswirksam gegen die gewaltsame Vertreibung von Mieter/innen und findet bereits Nachahmer/innen in mehreren Städten. Ein kompakter Sammelband widmet sich diesem Protest. Das kürzlich bei Edition Assemblage erschiene Buch „Zwangsräumungen verhindern“ lässt Aktivist/innen und geräumte Mieter/innen zu Wort kommen, beleuchtet historische Vorläufer dieser Proteste und wirft einen Blick auf Länder wie Spanien, wo die Bewegung gegen Wohnungs- und Häuserräumungen ein innenpolitischer Faktor geworden ist. Auf der Veranstaltung stellen mehrere Autor/innen ihre Thesen zu Perspektiven und Grenzen der Proteste vor und dem Publikum zur Diskussion.

Am Donnerstag, den 17. April um 19 Uhr in der Beratungsstelle der Berliner MieterGemeinschaft, Sonnenallee 101, Neukölln.

Ob Nuriye oder Kalle – Wir bleiben alle

Update vom 20.4. 2014

Ein Bericht über die Veranstaltung erschien auf linksunten.indymedia:
Bericht über die Vorstellung des Buches Zwangsräumung verhindern in Berlin

Bau auf, Bau auf , Bau ab

Warum wir Neubau in Berlin brauchen: am Beispiel Prenzlauer Berg



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