BoeThie bleibt! Kein Zuhause. Kein Kiez.

Demonstration
Samstag, 15. Dezember 2018 von 12:00 bis 16:00 UTC+01
Thiemannstraße

Aufruf von Bewohner*innen der Böhmischen/Thiemannstraße in Neukölln

Wir, die Bewohner*innen der Böhmischen/Thiemannstraße in Neukölln, kämpfen zur Zeit um unser Zuhause.
Betroffen sind 14 Häuser und 140 Haushalte: 300+ Bewohner*innen, davon 60+ Pensionist*innen, haben Angst, ihre Wohnungen zu verlieren.

Wieder einmal schlagen die Großinvestor*innen zu. Diesmal ist es der Dänische Pensionsfond PFA – immerhin der fünftgrößte Pensionsfond Europas. Der hat sich im Sommer 3700 Wohnungen in Deutschland für schlappe 1,2 Milliarden Euro einverleibt. In dem Paket ist auch unsere denkmalgeschützte Wohnanlage in Neukölln in der Böhmischen/Thiemannstraße.

Sowas beschreibt Khaled Kaissar, geschäfts­führender Gesellschafter der Domicil Real Estate Group, die als Asset- und Portfolio­manager für PFA in Deutschland agiert mit den Worten: „Die Objekte befinden sich überwiegend in guten bis sehr guten Wohnlagen in begehrten Wohnumfeldern. Darüber hinaus bietet das Portfolio zusätzliches Mietsteigerungs­potenzial“ (Zitat aus Handelsblatt )

Die logische Antwort unserer aufmerksamen Nach­barschaft auf so eine Rendite-getriebene Verdrängungs­ankündigung ist eine DEMO: BoeThie bleibt! Kein Zuhause. Kein Kiez. Wir bitten um Unterstützung, so dass es sich hoffentlich bis nach Dänemark rumspricht, dass mit dem angelegten Geld der Pensionierten und Rentner*innen anderswo Menschen aus ihren Wohnungen gejagt werden. In Dänemark können ausländische Investor*innen übrigens nicht ohne weiteres Immobilen kaufen – wie die da wohl drauf kamen?!Ein dänischer Rentenfonds hat in Berlin groß eingekauft. Mieter in Neukölln wollen die Übernahme noch verhindern und hoffen auf das Vorkaufsrecht.

Mehr Infos zu unserem Haus und der Demo gibt es in der Einladung unserer betroffenen Hausgemeinschaft BoeThie, die eine Presse­konferenz am Freitag, 7. Dezember 2018, um 12:00 Uhr, Sonnenallee Berlin-Neukölln 180 im Café Kaktus macht, siehe Pressemitteilung vom 5. 12.2018

Start und Ende: Thiemannstraße
Wir wünschen uns eine bunte, laute, friedliche Demo.
Kommt und sagt „NEIN“ zu Großinvestor*innen und Verdrängung.

Wir wollen nicht verdrängt werden! Wir brauchen eure Unterstützung!

( Quelle: https://www.facebook.com/events/780306172306661/ )

Die „tageszeitung“ hat einen ausführlichen Bericht:
Gute Renten für teure Mieten
Ein dänischer Rentenfonds hat in Berlin groß eingekauft. Mieter in Neukölln wollen die Übernahme noch verhindern und hoffen auf das Vorkaufsrecht.

Auf zur britischen Botschaft: 6.Dez 2018

Nach wie vor wird das Kneipenkollektiv Syndikat von der reichen Familiendynasie Pears Family aus Großbritannien dazu gezwungen zum Jahresende zu schließen. Darum kommt am Donnerstag vor die Britische Botschaft zu einer Kundgebung.

Der Hauptsitz der Pears Global ist in London. Dort ist die Familie Pears bestens in der Politik vernetzt. Deshalb wird dieses Mal vor der britischen Botschaft demonstriert, damit sie der Protest auch auf diesem Weg erreicht.

Inzwischen haben Recherchen aufgedeckt, dass das Gebäude der britischen Botschaft höchstwahrscheinlich zur Pears Gruppe gehört. Dazu der Text auf dem Blog Syndikatbleibt:

Am kommenden Donnerstag, dem 06.12., setzen wir unsere Kundgebungsreihe “Der Druck muss steigen – damit Syndikat bleibt!” mit einer Kundgebung vor der britischen Botschaft in Berlin-Mitte fort. (Wilhelmstraße / Ecke Unter den Linden) 15:30 Uhr

Unsere ursprüngliche Intention dabei war, dass Botschaften verpflichtet sind, Kundgebungen vor ihren Räumlichkeiten mit Thema derselben zu melden. Da wir wissen, dass die Pears-Gruppe in England ein großer Player, mit besten Verbindungen in die Politik ist, hoffen wir, dass sie unser Protest auch auf diesem Weg erreicht.

Nun ist unserer Recherche-AG aufgefallen, dass die britische Botschaft die Einzige in Deutschland ist, die in privatem Besitz ist. Ein Schuss ins Blaue hat dann tatsächlich ergeben, dass das Gebäude der britischen Botschaft höchstwahrscheinlich zur Pears Gruppe gehört.

Wie sie darauf kommen:

2000: Eröffnung der britischen Botschaft an der Wilhelmstraße 70-71. Es ist die, in Deutschland bislang einzige, Botschaft die privat finanziert wurde und sich seitdem in privatem Besitz befindet. Finanziert wurde das Projekt von Arteos, einer Zweckgesellschaft die vom Baukonzern Bilfinger-Berger gegründet wurde. Der Ursprungsdeal besagt, dass sie das Gebäude 30 Jahre lange betreiben, mit einer Oprtion auf weitere 30 Jahre Verlängerung . Nach Ablauf dieser Zeit, soll das Gelände wieder in Besitz des britischen Staates übergehen. (Quelle: Wikipedia British Embassy )

2003: Kauf des Secondary Market Infrastructure Fund (“SMIF”) durch STAR Capital von Abbey National and Babcock & Brown. Damaliger Portfoliowert: 120 Millionen Pfund. (Quelle: https://www.star-capital.com/portfolio/smif.htm )

2003-2006: Ausbau des „SMIF“ durch STAR Capital. u.A. Erwerb der Britischen Botschaft in Berlin von Bilfinger im Jahr 2006. (Quelle: SMIF / https://en.wikipedia.org/wiki/British_Embassy,_Berlin)

2007: Verkauf von „SMIF“ durch STAR Capital an Land Securities Trillium.(Quelle: SMIF / https://en.wikipedia.org/wiki/British_Embassy,_Berlin)

2008/09: Verkauf des Trillium Teils von Land Securities an Telereal für 750 Millionen Pfund. Telereal ist eine bzw. die zentrale Immobiliengruppe „kontrolliert von der familiengeführten William-Pears-Group“. (Quelle: telegraph )

Wir haben noch keine aktuelle Bestätigung, dass die Besitzverhältnisse immer noch so sind. Aber wir haben auch keine gegenteiligen Meldungen. Somit gehen wir davon aus, dass das Gebäude der britischen Botschaft ebenfalls Teil des Pears-Immobilien-Netzwerks ist.

Ein weiterer und wichtiger Grund für uns – hoffentlich gemeinsam mit vielen anderen Menschen – am kommenden Donnerstag, den 06.12., ab 15:30 Uhr gegenüber der Botschaft (an der Ecke Wilhelmstraße / Unter den Linden) für den Erhalt des Syndikats zu demonstrieren.

Wir freuen uns über Redebeiträge anderer Projekte, Häuser und Gruppen, eigene Schilder, Transparente oder was euch sonst noch einfällt.

- Do, 06.12. | 15:30 Uhr | vor der britischen Botschaft (Wilhelmstr. 70,
Mitte) | Kundgebung: Kiezkultur von Unten erhalten und verteidigen –
Syndikat bleibt!

Quelle: https://syndikatbleibt.noblogs.org/post/2018/12/04/kundgebung-am-06-12-vor-der-britischen-botschaft-eine-weitere-pears-immobilie/

Mieter*innen-Versammlung Schillerkiez 2. Dez. 2018

Am Sonntag , den 2.12.2018 findet ab 16 Uhr eine Mieter*innen-Versammlung im Syndikat, Weisestr. 56 statt, organisiert von der Kampagne „Syndikat bleibt“.

Mieterversammlung 2.12.2018

Ein Mietanwalt gibt Infos zu den häufigsten Drangsalierungen von Vermieter*innen ( z.B. Mängel, Modernisierung, Mieterhöhung, Abmahnung/Kündigung, Hartz IV).Zusätzlich gibt’s Tipps, wie wir uns am besten wehren können.

Es wird eine kostenlose Einzelberatung durch einen Anwalt der Mietergemeinschaft geben – bringt eure Mietverträge und Post der Hausverwaltung gleich mit, wenn ihr mögt!

Gemeinsam wollen wir über unsere Erfahrungen sprechen und wie wir uns in unseren Häusern und in unserem Kiez gemeinsam gegen die Verdrängung wehren können. Dafür werden auch Menschen kommen, die sich gerade in ihrem Haus oder Kiez mit anderen Mieter*innen zusammentun.

Prozesse wegen Räumung der Friedel54

Ein Aufruf von Kiezladen Friedel54 im Exil

Am Dienstag findet ein Prozess wegen der Räumung unseres Kiezladens in der Friedelstraße 54 statt:

27.11.2018 um 13 Uhr
im Amtsgericht Tiergarten, Raum 1104
in der Kirchstr. 6

Die Person soll Teil der Sitzblockade gewesen sein. Nun wird ihr eine Körperverletzung vorgeworfen. Das ist reichlich absurd, besonders wenn wir an die Gewalttätigkeit der passiv und aktiv bestens bewaffneten Polizeikräfte an diesem Tag zurückdenken.

Aber kein Grund zu jammern, sondern nur ein Grund mehr uns gegenseitig zu unterstützen und der Repression gemeinsam entgegen zu treten. Wir sind uns im Klaren, dass die Gesetze und die Exekutive den Eigentümer*innen dienen sollen und notwendig sind, diese riesige Umverteilung von unten nach oben durchzusetzen. Doch genau das wollen wir beenden. Darum organisieren wir uns, üben zivilen Ungehorsam aus, machen den gesellschaftlichen Konflikt sichtbar, konfrontieren die Profiteure, streiten für Selbstverwaltung und wehren uns auch in Zukunft gegen Zwangsräumungen!

Wir brauchen keine Stadt der Reichen und die Profite der Briefkastenfirmen sind uns schnuppe. Wir brauchen wieder einen Kiezladen und eine Stadt, in der Wohnen keine Ware ist.

Bitte kommt zahlreich zur solidarischen Prozessbegleitung, denn gemeint sind wir alle. Vor dem Gericht wird es Tee und Kaffee geben. Kommt etwas früher und sprecht der Betroffenen eure Unterstützung aus. Machen wir Solidarität erlebbar!

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Foto vom Laden

Ein weiterer Gerichtstermin im Nachgang der Räumung folgt am

Montag, 10. Dezember um 11 Uhr
Amtsgericht Tiergarten Saal 572
Turmstr. 91, 10559 Berlin

gegen Mario, dem Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vorgeworfen wird, obwohl er Teil einer Versammlung war. Er und wir erwarten einen Freispruch.
mehr Infos: https://friedel54.noblogs.org/post/2018/11/16/3125/

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Das ganze juristische Prozedere kostet leider nicht nur Zeit und Nerven, sondern immer wieder viel Geld. Deswegen kommt am 07.12. ab 20 Uhr ins Sydikat (Weisestr. 53) zu einer Soli-Party von und für uns. Einladung folgt.

Wir hoffen euch zu sehen!
Kiezladen Friedel54 im Exil

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Kontakt:
Blog: friedel54.noblogs.org
E-Mail: f54@riseup.net
(pgp-key & Fingerprint:
https://friedel54.noblogs.org/kontakt/)
Facebook: @Friedel54
Twitter: @kiezladen_f54

Es wird gebaut in Neukölln

aber Eigentumswohnungen für Menschen mit viel Geld.

Demnächst wird der Neubau fertig, der in der Nansenstraße Ecke Maybachufer im Reuterkiez entsteht. Dort entstehen Eigentumwohnungen zu edlen Preisen. Bei Immobilenscout wird die erste 5-Zimmer-Wohnung mit 190 m² für 3.895 € Nettokaltmiete angeboten. Plus Nebenkosten von 665 €.

Artikel von UnserBlockbleibt vom 14.11.2018 : Luxuswohnraum in Neukölln
Die Werbung der Architekten „Patzschke Schwebel Architekten“ für das Gebäude Maybachufer 36-38 Portfolio Maybachufer
Artikel zum Bauprojekt vom Dezember 2016 Gegen die Stadt der Reichen Bekanntmachung zu Neubau in Neukölln.

tNeubau Maybachufer

Maybachufer 23.11.2018

Am Columbiadamm , kurz hinter der Fontanestrasse Richtung Westen, war bis vor paar Wochen eine grosse eingezäunte Freifläche mit Bäumen, Wiese und Garagen. Es war quasi der Hinterhof einen grossen Wohnblockes in der Mahlower Straße. Der Eigentümer covivio ( vormals Immeo) lässt derzeit alle Mietwohnungen in Eigentumswohnungen umwandeln, aber nicht nur da, sondern auch in anderen Häusern im Norden Neuköllns.
Die Freifläche wurde in den letzten Wochen geräumt ,der Zaun abgerissen und nun steht ein Bauzaun da. Ein kleines Baustellenschild informiert darüber, dass dort am Columbiadamm 210 – 214 ein Neubau eines Wohnhauses inkl. Gewerbe im EG entsteht. Es baut covivio. Ein neugieriger Anwohner hat dann mal bei der Bauleitung angerufen, die auf dem Schild steht. Ihm wurde bestätigt, dass dort ein Neubau entsteht, der in spätesten 2 Jahren bezugsfertig sein soll. Das Haus wird sieben Stockwerke haben mit ingesamt 55 Wohnungen und es werden Eigentumswohnungen sein. Denn covivio geht es ( wie allen anderen Immobiliengesellschaften auch) nicht darum , den dringend benötigten Wohnraum für Menschen mit wenig Geld zu schaffen, sondern um eine maximalen Profit bringende Geldanlage.

Baustelle Columbiadamm 210

Baustelle Columbiadamm 210-214 covivio 22.11.2018



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